Ich kenne aus unserem "Umfeld" 2 Situationen was das jagen und die Reaktion der Jäger angeht.
In einem Fall hatte der Hund die Spur eines rehes aufgenommen und verfolgte diese...der Jäger wusste das die Jungtier quasi "am Ende dieser Spur" versteckt lagen und hat HH draufaufmerksam gemacht-HH rief Hund,der aber nicht zurückkam-Jäger gab "Warnschuß" ab,der GsD half den Hund so abzulenken das er zurückkam.Der Jäger hätte im Ernstfall aber auch einen "richtigen" Schuss abgegeben auf den Hund,denn das aufnehmen einer Fährte und keine Abrufbarkeit mehr kann im letzten Moment vor dem Aufstöbern des Wildes zum Abschuss des Hundes führen.
In einem anderen Fall sind mehrere Hunde mit Freude und Spaß über ein Feld getobt,dabei wurden Karnickel in Angst versetzt und flohen vor den Hunden,die eigentlich mit sich selbst beschäftg waren und keine Jagdambitionen hatten-die tollten nur rum auf dem Feld.Ein Jäger aber sah das anders und hatte den HH zugerufen sie sollen sofort die Hunde zurückholen....leider reagierten die HH zu spät bzw. fwollten ein Gespräch mit dem Jäger anfangen (der saß ein Stück weiter auf nem Hochsitz) .Ende vom Lied: 1 Hund wurde erschossen.
Das ganze ging vor Gericht und der Jäger bekam Recht.Begründung: Hunde müssen im Einwirkungsbereich des HH sein (Grenze 50 m) und müssen sofort abrufbar sein bzw. bei Aufforderung eines Jagdbeauftragten/-pflegers sofort abgerufen werden.Auch wenn der Hund nur zufällig Wild in die aufschreckt ohne das die Jagdabsicht erkennbar war muß Hund direkt abgerufen werden ansonsten ist der Abschuss erlaubt.Bei Entfernung über 50m darf der Jäger selbst die Situation einschätzen und ohne Rücksprache mit dem HH sofort schießen.
So,alles klar Leute!??
Ich fand heftig,aber auch in der Berufung kamen die HH damals nicht weiter.Das urteil wurde so bestätigt.Das ganze ist in der Nähe meines Wohnortes passiert und ging vor ein paar Jahren auch hier kurz durch die Presse.
Seither lasse ich auch Samson nicht mehr laufen,der tobt nämlich auch alleine gerne mal übers Feld um sich einfach mal auszupowern.Und Susi mit ihrem Jagdtrieb würde jedem Viech nachstellen was unseren Weg kreuzt (Spur aufnehmen und abhauhen tut sie nicht).
So sind meine beiden leider an die Leine gebunden.
Und egal wie das Gesetz nun wirklich aussieht,den Hund bringt es nicht wieder und geschossen wird immer mehr.Desweiteren gibt es aufgrund immer weniger "schiessbaren Wildes" (bei uns geht in den letzten Wochen immer wieder in der Presse rum das kaum noch Karnikel und Fasane anzutreffen sind und wo dafür der Grund liegt) anscheinend mehr frustrierte Hobbyjäger,die schiessen was sie kriegen können...
Die "richtigen" Jäger sind anscheinend auch verständig und schießen nur in "Notwehr" bzw. reden mit den HH damit keine erneute Situation entsteht.
Aber es gibt genug nicht kalkulierbare Jäger...und die gibts immer mehr.Ich kenne hier in unserem Gebiet nicht mal den verantwortlichen Jäger,man sieht hier nie jmd.-ausser zu den Treibjagdzeiten,da sind dann 40-50 Jäger hinter ner Hand voll Karnikeln herr.....pervers,und das nicht mal 5 Meter hinter unserem Grundstück.Meine Kids stehen im Garten,unsere Hunde bellen am Zaun und diese "Idioten" lachen und man hört sie sagen"Wenn wir nix schießen können wir ja noch die Hunde nehmen" . -Hallo !! gehts noch??
Leider verweigerten aufgrund dieser Aussage alle beistehenden Jäger die Angabe ihres Namens und waren sich ja auch einig das keiner von ihnen so eine Äußerung getätigt hat-nur das die Kids und auch ich es gehört haben.
Somit gehe ich nicht das Risko für die Hunde ein...obwohl ich sie gerne mal laufen lassen würde....