Beiträge von Maxzimmer

    Na mein aktueller Hund kommt z.B. aus Ungarn.

    9 Jahre wahrscheinlich halbwegs vernünftige Familienhaltung, aber null Erziehung.
    Wir haben es sogar auf ungarisch probiert:)
    Er kennt und kann eindeutig nix.

    Dann wurde er aus familiären Gründen abgegeben dann Tierheim / Tötung.

    Dadurch extrem verstört und aus der Bahn geworfen.
    Dazu alters bedingt und durch die katastrophale Haltung am Schluss mit vielen körperlichen Problemen belastet.

    Den kann ich da nirgends einordnen.

    Den Hund davor haben wir 2jährig in Deutschland aus erbärmlichsten Lebens-Umständen "gerettet".
    Neben den gesundheitlichen Problemen, kannte auch er einfach nix.
    Am ehesten war er der ängstliche Typ.
    Die Beschreibung des Verhaltens und der Entwicklung passt dann aber wieder gar nicht.

    Dann die Lebensumstände hier.
    Ich hätte mit Beiden in den ersten Monaten keine Hundeschule betreten können.
    Geschweige denn, dass sie sich da irgendwie auch nur aufnahmefähig gezeigt hätten und beurteilt hätten werden können.
    Einfach wegen purer Überforderung.

    Vielleicht hatte ich da nun 2 ausgefallene Exemplare.
    Aber aus meiner Erfahrung und über nichts anderes können wir alle hier schreiben, handelt es sich um eine sehr grobe Vereinfachung.

    Ich finde das auch ehrlich irgendwie unseriös.
    Es werden zwar mögliche Probleme dargestellt, aber in witziger Form.
    Und mit Hundeschule und Trainer ist das alles fröhlich in den Griff zu kriegen.
    Und wenn dann Hund oder Neu-besitzer nicht klar kommt????
    Haut das Rezept, das auf solchen Eingruppierungen beruht nicht hin oder sind Hund/Mensch zu doof?

    Meiner Erfahrung nach ist das nicht so einfach wie beschrieben.

    Insofern witzig zu lesen, aber Realität ist schon komplizierter. (z.T. sehr, sehr, sehr)

    Vor allem darf man nicht vergessen, dass nicht jeder Hund aus dem Ausland ein eingefangener /geretteter Straßenhund ist.

    Es gibt auch da die unterschiedlichsten Haltungsformen und Schicksale.
    Rassetypische und ererbte Charakterzüge und die verschiedensten gesundheitlichen Probleme.

    Dann ist es abhängig, wie der Hund hier ankommt und wo in welche Lebensbedingungen er hinein kommt.

    Insofern ist das für mich nur ein unterhaltsamer Text.
    Realität sieht anders aus.

    Kann sein, muss aber nicht.
    Je nach Hund und Problem gibt es dann eben Strategien.

    z.B. Hund kommt für die Zeit mit Besuch an einen sichern ruhigen Ort
    Oder man geht raus und betritt zusammen mit dem Besuch das Haus.
    Und hundert Varianten mehr.

    Gerade in einer solchen Situation bringt "Strenge" doch nichts.
    Nur Gewöhnung und das dann wieder positiv unterstützt.

    Anders sind akute Gefahrensituation.
    Da muss ich mich dann schon mal durchsetzen und die Psyche/ das Verhalten später und wenn möglich vorbeugend berücksichtigen.

    Nach langem Durchfall- Leiden (mehr meinerseits und wahrscheinlich dämlich) gebe ich morgen endlich eine Kotprobe ab.
    Getestet wird auf alles, was ich will :rollsmile:

    Logisch Würmer und andere Parasiten oder Infektionen.
    Aber was kann ich ggf. sinnvoll gleich noch mitmachen lassen?

    Der Beobachtung nach verträgt er zu fett nicht, Möhren und Äpfel in kleinen Stückchen und alles Harte - trockenes Brot und Babybrei geht.

    Kann ja sein, dass das Ergebnis ganz klar ist (Giardien....)
    Aber wenn nicht, geht die Suche ja weiter.
    Vielleicht kann ich da schon Erkenntnisse aus der Labor-untersuchung mitnehmen.

    Danke!

    Also, wenn man meine Hunde gefragt hätte (4 verschiedene Rassen - 4 unterschiedliche Vorgeschichten), hätte artgerecht für alle so ausgesehen:

    3 mal am Tag abgeleint rumtoben in einer Feld-, Wald-, Wasser-Kombination halbe bis Stunde

    • das Dienstpersonal schön in der Nähe, aber nicht störend
    • ab und an einen oder mehrere Artgenossen zum Toben oder durchaus auch mal Prügeln - aber auf keinen Fall immer
    • gerne auch mal Wildtiere zumindest zum Erschrecken
    • moderate Temperaturen, Schnee witzig, Regen nicht

    Dann nach Hause und ordentliches Futter; viel!, Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Eier, Milchprodukte... ok, Obst Gemüse auf gar keinen Fall.

    Dann schlafen auf Bett oder Sofa nur zur Not mal im eigenen Hundekorb.
    Das Dienstpersonal hätte sehr gerne mitschlafen dürfen, sich aber nicht bewegen! und schon gar nicht aufräumen oder sowas!, dann lieber weg (Arbeiten).

    Für die Restzeit einen Platz von dem man alles schön im Blick hat, aber selber entscheiden kann, ob man sich an irgendwas beteiligt oder nicht. Wenn Beteiligung dann aber so, wie der Hund es gerne hätte.
    Und wenn es gerade in den Kram passt, viel streicheln und sonst wie kümmern.

    Vielleicht- aber da bin ich gar nicht sicher - ab und an mal was Neues kennenlernen/erleben.

    Alles andere war/ist sicher auch ok und macht Spaß und zufrieden, aber ist nur Plan B, weil die doofen Menschen Plan A nicht kontinuierlich realisieren.

    Ärztliche Aufsicht ist da.
    Wir haben noch viele Baustellen, die so Schritt für Schritt behandelt werden.
    Wenn sich die größte Aufregung gelegt hat, ist auch ein Röntgen und Ultraschall geplant.

    Aktuell gibt es an 6 Tagen in der Woche ein halbe Wassertablette.
    Bloß z. B gestern nicht.
    Da hätte er trotz 6x draußen wohl wieder drinnen gepullert, weil die zeitliche Verteilung einfach ungünstig war.
    Und damit fühlt er sich definitiv nicht wohl.

    Ich wollte aber das Kochen nicht sprengen. :gott:
    Die Fragen waren nur begleitend und auch im Zusammenhang zur Ernährung aufgetaucht.