Beiträge von Liekedeeler

    Jemand der es nötig hat, seinen Hund durch Nacken schütteln, oder auf den Rücken drehen zu "erziehen", hat schlichtweg als Hundeführer versagt. Solche Tätlichkeiten versteht ein Hund durch Menschenhand ausgeführt überhaupt nicht und es hat überhaupt keinen erzieherischen Wert. Ihr habt Fehler gemacht, so das es erst überhaupt so weit kommen konnte. Weil ihr euch nicht mehr zu helfen wisst, greift ihr zur Gewalt und nichts anderes ist so ein Verhalten.

    Ich selber habe einen 48 kg schweren Schäfi. Der hätte mich ausgelacht, wenn ich so etwas versucht hätte. Es gibt andere Möglichkeiten einen Hund zu ERZIEHEN.

    Ja und meiner hat gerne seine Grenzen ausgetestet und war alles andere als ängstlich, oder leichtführig und trotzdem folgt er und wir beide sind ein Team, auch ohne, dass ich solch hanebüchenen Methoden anwenden musste. Das sind Erziehungsmethoden von Anno Tobac!

    Huhu Muggel,
    die kleine Hündin hat gar nichts gemacht, stand nur so einen halben Meter von ihm weg. Ich werde auf jeden Fall in Zukunft drauf achten, das ich andere Hunde bißchen auf Abstand halte. Ihm wird das wohl tatsächlich zuviel. Die "Attacke" kam total aus heiterem Himmel.

    Hab deine Mail heute Mittag erst gelesen und auch geantwortet. :smile:

    Hallo Muggel,
    danke, so ist es! Meine emotionale Bindung, die eben andere Menschen nicht haben, ermöglicht es mir, ihn mit anderen Augen zu sehen. Ich liebe diesen Hund und ich lebe mit ihm und nicht die Menschen, die ihn nur ab und zu sehen. Vielleicht auch mehrmals am Tag, beim Gassigehen (oder besser holpern), aber sie leben nicht mit ihm. Heute beim Frühstück hat er sich auf seiner Decker geaalt und hin und her gedreht. So wie es für ihn noch machbar ist. Ich denke, das ist ein Zeichen von Wohlfühlen.

    Er verändert sich aber auch. Gestern morgen hat er auf einmal unsere Nachbarshündin gemauschelt. Der Grund war für mich nicht ersichtlich. Er wird einen gehabt haben, aber für mich kam es aus dem Nichts heraus. So kenne ich ihn gar nicht. :/ Passiert ist gar nichts, aber die Hündin ist 7 Monate alt und total lieb. Ich denke mal, er weiß, dass er nicht sehr stabil steht und fühlte sich bedrängt. Ist die einzige Erklärung, die ich für sein Verhalten habe. Mein Dicker wird komisch. Er frisst nach wie vor nicht aus seinem Napf, wohl aber vom Boden. :???: (manchmal auch gar nicht)

    Ich kann verstehen was du meinst...auch ich versuche einen Teil von ihm loszulassen, mich gedanklich vorzubereiten. Ob es gelingt? Mal schauen!

    Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen Elke,

    vielen Dank für eure lieben Worte! Tut mir unendlich gut. Ich weiß tatsächlich nicht, was ich machen soll. Das ist schon eine ganze Weile so und macht mich fix und fertig. Ich hatte ja schon mal einen Thread gestartet deswegen. Danach ging es etwas besser, aber der Hund baut eben immer mehr ab. Ich habe schon oft gelesen, dass der Hund es mir zeigen wird und ich es an seinen Augen sehe. Genau da liegt mein Problem. Andor schaut mit wachen Augen durch die Welt, laufen kann er aber nicht mehr gut und das wird immer schlimmer. Vielleicht bin aber auch nur ICH nicht in der Lage, in seinen Augen zu lesen. Das zerrt an mir. :sad2: Ich möchte es für ihn richtig machen, ihn aber auch nicht zu früh aus seinem Leben holen, da ich eben nicht sicher bin, ob es noch ein Leben für ihn ist, oder eben nicht. Viele die den Hund kennen und sehen, raten uns ihn zu erlösen. Sie sehen ihn mit Sicherheit mit anderen Augen, aber sie sehen ihn eben auch nicht, wenn er auf seiner Wiese liegt und seine Augen förmlich strahlen, auch wenn er nicht von allein wieder aufstehen kann. Dann spielt er mit Blättern, beißt hinein, schüttelt sich das Laub um die Ohren und ist nur mit "Überreden" und in die Richtung zu leiten und davon zu überzeugen, das wir nun wieder nach Hause gehen. Danach schläft er meist recht erschöpft. Am Freitag haben wir mit ihm in einem riesigen Laubhaufen getobt. Der Hund war förmlich drin versteckt. Findet er toll. Irgendwann haben wir dann abgebrochen, weil es zuviel wird, ihn auf die Füsse gestellt und sind in Richtung Haus gelaufen. Da wäre er am liebsten noch weiter und ich musste ihn regelrecht in die Richtung (nach Hause) drängen. Er ist dann regelrecht widerborstig und wäre am liebsten noch weiter gelaufen, was er aber definitiv vom körperlichen her nicht mehr kann.

    Wenn er im Haus liegt, kann er eben nur über fiepen anzeigen, dass er etwas möchte. Was, das herauszufinden, liegt dann an uns. Nur bei ganz großer Anspannung, schafft er es aufzustehen und das nur mit einem enormen Kraftaufwand.

    Ich möchte es einfach richtig machen und weiß nicht wie. :sad2:

    LG Ute

    Zitat


    Mich macht es immer öfter traurig und ich muß oft dran denken, dass die längste Zeit unseres gemeinsamen Lebens hinter uns liegt :sad2: Und manchmal - und das immer öfter - schau ich mein Monster an und muß weinen, weil ich mir dessen sehr bewußt bin. Aber dann denke ich wieder daran, dass vielen anderen ein so langes gemeinsames Leben nicht vergönnt war und es vielen Hunden in dem Alter wirklich schlecht geht und bin einfach nur für jeden Tag dankbar, den wir gemeinsam verbringen können.

    Danke Tadale!!
    Genau so ergeht es mir gerade! Mein Hund ist ist 12,5 Jahre alt und ich weiß, dass ich bald Abschied nehmen muss, weil es nicht mehr geht. Ich bin aber auch dankbar für die Zeit, die ich ihn haben durfte. 12,5 Jahre für einen Schäferhund sind eine lange (eigentlich zu kurze) Zeit. Ich weiß aber, dass ich glücklich sein darf, das er noch immer bei mir ist. Ich habe vorgestern mit einem Krematorium telefoniert, weil ich soviele Fragen habe. Ich möchte ihn hinbringen und Abschied nehmen können. Ich möchte ihn hinbringen, weil ich wissen möchte, wo er ist. Das Telefonat hat geholfen Nichtwissen und Unsicherheit zu beseitigen, aber auch weh getan und ich habe mich in den Schlaf geweint. Hauptsache mein Hund kriegt meine Stimmung nicht mit (was er wahrscheinlich doch tut).

    Auf einmal ist er alt und du fragst dich:"Wo sind die Jahre hin?" Es ist ganz furchtbar und auch ist es ein Geschenk, das man diese Jahre zusammen sein durfte.

    Ich freue mich, wenn eure Senioren durch die Gegend rennen und laufen und Hund sein können!! Den Punkt zu finden, dem ein Ende zu setzen ist einfach furchtbar.