Beiträge von acidsmile

    Aber ja, ich denke wir müssen noch einmal einen Schritt zurück und Platz & Berührung viel schneller belohnen. Die ersten Schritte hat er nach 2-3 Tagen perfekt drauf gehabt, wahrscheinlich war das doch etwas zu schnell um dann direkt weiter zu gehen.

    Ich Zitiere mal Vera Birkenbihl: "Lerne das Plateau zu lieben". Damit meinte sie in dem Vortrag, das lernen so Funktioniert, dass (zugegeben es geht um Menschliches Lernen), aber man immer wieder eine Weile auf einer Stelle steht, bis es dann wieder eine Verbesserung gibt.

    acidsmile Und am Ende führen ja eh immer viele Wege nach Rom! Hoffe, das kam hier nicht streitsüchtig rüber, ich bin ja auch eh kein Profi, sondern nur jemand, der da halt eine mögliche Trainingsvariante ausprobiert hat.

    Nene, passt schon. Ich hab da auch die Hürden mit meinem Hibbeligen TS Rüden vor Augen gehabt. Da musste Training fast wie in einer Blackbox stattfinden um keine Hektik oder Druck aufzubauen. Kein ansprechen, nicht ansehen, nur Clicker und lieber nur 2 mal wiederholen, oder 2 Minuten Dauer ungefähr.
    Andere, auch Hibbelige Hunde, sind ja doch Belastbarer :bindafür: .

    Das soll es ja auch. Ist halt ne negative Strafe. Die meisten Hunde (auch mein Hibbel) lernen dadurch sehr schnell "anlecken/raufbeißen/sonstwie rumkaspern = die Chance auf eine Belohnung ist vertan". Lässt man die Klammer liegen, ist halt die Gefahr, dass sich das "Fehlverhalten" als Teil der Anzeige-Verhaltenskette etabliert, also "erst anlecken, dann hinlegen und abwarten, dann anzeigen, dann Keks". Daher ist das in der Spürhundearbeit so die gängige Praxis für das Thema, auch bei sehr sehr positiv arbeitenden Trainerinnen.

    Darum würd ich die Hand drüber lassen und nur ein Stück freigeben, dass man schnell die Klammer verdecken kann :thinking_face: .
    Bei größeren Objekten kenne ich es auch mit wegnehmen, bevor der Hund dran kommt und rumkaspert. Aber durch eine Erfahrene Hilfsperson.
    Mir schwirrt da nur im Kopf der Gedanke mit rum, je nach Rasse und Hundetyp, kann Bewegung + Beute Gegenstände Blöd sein und erst recht zu Frust führen, wenn man das immer wieder vor der Nase des Hundes wegschnappt.
    Ich stelle es mir Gedanklich Fehler anfälliger vor, wenn der Mensch eine zu hohe Erwartungshaltung hat und zu viel im Training vom Hund verlangt.
    Also das der Mensch die Verhaltenskette mit dem Hund abspult: Ich leg es auf den Boden, der Hund leckt an, ich nehme es Hektisch weg, bin als Mensch frustriert, weils wieder nicht geklappt hat, Versuchs nochmal, scheitert wieder, nehme es Hektischer weg wie zuvor, Versuchs nochmal, scheitert wieder, werde noch hektischer... Hund eh schon frustriert, weil macht ja eh nie was richtig....

    Darum dachte ich mir, wenn man die Hand einfach drüber lässt und dann die Finger zusammen macht und eben selber keine hektische große Bewegung machen muss, ist das weniger Fehler anfällig und wirkt sich entspannender aus. Auf Mensch und dann auch auf den Hund.

    Ich würd die Klammer nicht wegziehen und keine Bewegung zusätzlich rein bringen. Das frustet doch nur.
    Mein Ansatz wäre vermutlich als Versuch.
    1. Hund ins Platz. zur ruhe kommen lassen. Selber durchatmen und in eine entspannte Haltung kommen. Die Klammer in der Faust halten, dann vor dem Hund ablegen, noch mit Hand drüber. (Meiner hilft es, wenn ich mit ruhigen Worten etwas begleite um ihre Erregungslage zu drosseln. Bei anderen Hunden kann zu viel Brabbelei mit dem Hund auch das Gegenteil bewirken).
    Wenn der Hund entspannt liegt, dann würde ich immer noch mit der Hand über der Wäscheklammer, diese etwas freigeben. Aber die Hand so lassen, dass ich sofort die Wäscheklammer wieder abdecken kann. Das anstupsen der Wäscheklammer in ruhiger Stimmung im Platz würde ich Clickern und dann schon wieder die Klammer verdecken. Mehr wie 2mal würde ich das nicht wiederholen und die Dauer darf anfangs auch einen Wimpernschlag nur sein und wird dann über einige Wochen hinweg erst verlängert.
    Das wäre jetzt mein Ansatz.


    Oder du Übst erst mal das ruhige, mit der Nase an der Klammer stehen. Dazu wird die Klammer auf eine Stelle gelegt, wo dein Hund gemütlich vor stehen kann. Da würde ich auch eine Hand über der Klammer lassen und immer nur ein Stück dem Hund freigeben. Wird dran geleckt, einfach die Klammer kurz komplett verdecken, bevor die Zunge dran kommt. Und dann das ruhige Nase dran halten, im stehen erst mal Üben. So kann der Junghund seinen Bewegungsdrang über seinen Hintern und übers Wedeln ausleben. Vielleicht braucht er Bewegung auch als Ventil.
    Darum lieber nur 1 oder 2 mal und nur kurz so eine Übung machen, wenn der Hund so Hibbelig wird.
    Und erst wenn das klappt, dann das ganze in der Platz Version erarbeiten.

    Mit meinem TS Rüden, bin ich anfangs wie mit nem Welpen, alle 2 Stunden raus(Also nach dem Schlafen, Fressen, Action durch die anderen Haustiere, einfach öfter...). Auch Nachts. Der bekam auch mal Feedback, dass ich das drinnen Pinkeln Blöd finde und kam dann instant mit mir raus. Und nach 6 Wochen hatte ers dann gelernt.
    Vermutlich hat deiner es nie gelernt. Und auch wenn ers gelernt hatte, wars die Zeit im Tierheim wieder anders. Da müssen die ja rein machen, oder brauchen ne Stahl Blase.

    Tina war im Welpenalter ja schon immer viel dabei. Bei Therapie Terminen in der Stadt, in Öffentliche Verkehrsmittel....
    Aufdringliche Menschen gehören zur Tagesordnung :ka: .
    Bei uns wars ne Mischung aus vielen, vielen Keksen. Bestimmten Positionen, die sie kennt, um übergriffe vorzubeugen. Vielen Menschen hab ich Kontakt verboten. Mit manchen haben wir aber gut Üben können.
    Tatsächlich sind wir auch mal eine Weile Spießrutenlauf bei uns daheim gelaufen, um einer bestimmten Person auszuweichen, als Tiny noch Jünger war "Tiiiinnnyyyy. Du süüüüßße"+Grabbel übern Kopf und am Maul(Die einzige Person bei der Tiny dann neigte an den Händen zu nuckeln :face_with_rolling_eyes: ). Mittlerweile kann sie den aber auch, sogar ohne Hände Nuckeln :lol: .

    Schwieriger ist es, wenn ich was mit anderen Personen klären muss und was Unterschreiben muss und mein Kind tanzt dann um Tiny rum, wenn ich sie kurz am Rand abgelegt hab. Tiny ist zwar ne Brave und gechillte. Aber trotzdem noch Jung und wenn das Kind zum spielen auffordert + korrekte Signale gibt, dann wird doch mal hochgefahren :see_no_evil_monkey: .

    Möglich, dass meine mal dabei ist, wenn wir durch einen durch müssen.
    Wir sind keine Weihnachtsmarkt Besucher. Aber meine kleine ist ein entspannter Stadthund. Hat sich mit uns auch schon öfter in Menschenmassen stapeln müssen, kurzzeitig.
    Generell würd ich sie aber nicht bewusst zu sowas mitnehmen.
    Der Markt bei uns ist einer der größten Deutschland. Dazu laufen da Betrunkene Menschen rum. Man kann nicht erkennen, wo Glasscherben auf dem Boden liegen... (Eigentlich kann man vor lauter Menschen den Boden gar nicht erkennen und muss mit dem Strom dadurch laufen.)

    Bei uns sieht es genauso aus, im Alltag.
    Schwieriger wird es bei uns jedoch noch, wenn das Verhalten durch Appetenz Verhalten ausgelöst wird. (Vermutlich nutz ich den Begriff grad nicht korrekt).
    Hunger, oder Sexualtrieb zum Beispiel.
    Wo die Hunde dann mit einem höheren Fokus auf Gerüche unterwegs sind.
    Vielleicht zählt auch Buddeln dazu? Wenn nach einer Maus gesucht wird?

    Für meine Hündin sind es: Heißhungerattacken, Bsp. nach dem Schwimmen. Mit Abbruch + notfalls Aversiv, krieg ich es kurzzeitig verboten.
    Ich muss bei Heißhunger aber immer sehr deutlich werden, in Stimmlage, oder auch Körperlich wegschubsen.
    Wirklich beendet wird die Heißhungerattacke nur, wenn sie was in den Magen bekommt.
    Oder Sexuell Motiviert, wo ich das Wälzen zuordnen würde. Nach der dritten Läufigkeit und dem Scheinschwangerschafts Gedöns, ist mir dann auch aufgefallen, dass sich in stinkigem Zeug Wälzen wollen, immer in diesem Zeitraum auftritt. Da muss ich ja auch immer besonders deutlich werden.
    Die letzte Läufigkeit waren wir oft täglich die gleiche Runde. Gewälzt wurde dieses Mal sogar nur 2x. Der normale Verbale Abbruch wurde dafür sogar bei einer toten und zum Himmel stinkenden Maus akzeptiert.

    Kann Appetenz Verhalten eine Art Grenze sein? Oder ist dieses starke Triebgesteuerte Verhalten einfach eine schwieriger zu meisternde Hürde für einen Jungen Hund ?
    Und ist überhaupt alles Abbrechbar?

    Ich setz bei unseren 2 Themen aktuell lieber auf Prävention. Passe das Futter an. Oder packe einen Snack für Tiny ein.
    Beim Wälz Thema weiß ich noch nicht so ganz. Es bessert sich ja. Aber die beste Prävention ist die Leine dran lassen, wenn ich schon merke, sie sucht nach Düften, am liebsten an Baumstämmen in Rüden Pinkelhöhe. Wege wo viele Rüden langlaufen, wenn da eine tote Maus liegt, oder Wildtierlosung während die Sexualhormone aktiv sind :face_with_rolling_eyes: .