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Dass man mal einen braucht, weil man nicht weiterweiß, ist nachvollziehbar. Ich hab auch schon den einen oder anderen genutzt, weil ich Schnauze voll hatte. Aber hier geht es um folgendes:
- Herr Schüler benutzt den Ruck für jeden Hund, jeder Rasse, jeden Alters
- er benutzt es für jede Art von Problematik
- der Ruck macht, wenn man nach dem geht, was in der Sendung zu sehen war, 85% seines ´Trainings´ aus
- es ist so ziemlich das erste was der Halter beigebracht bekommt
- wenn ich nach der Sendung gehe, ist das bei vielen HH auch das einzige und letzte, was sie beigebracht bekommen, es fehlt grundlegend an Hintergrundinformationen und an sinnvollen Übungen
- der Ruck wird am Halsband praktiziert, was einfach die Gefahr einer Verletzung im Vergleich zum Geschirr um ein vielfaches erhöht
Du sprichst mir aus der Seele.
Leinenruck selbst ist ja nichts schlimmes und ich bin mir sicher jeder von uns tut es ab und zu. Wenn meine Hündin mal wieder keine Lust hat morgens nach dem aufstehn solang rumzulaufen, bis der Herr Jack sein Geschäft erledigt hat und stehen bleibt. Dann Ruck ich auch mal an der Leine oder schleif die hinterher. Oder wenn Jack mal wieder da markieren will, wo sich Nachbarn drüber aufregen.
Mal ehrlich, jeder kennt solche Situationen
. Mit der Zeit kriegt man das durch Erziehung oder weils zur gewohnheit wird hin.
Doch es kann ja nicht als allheilmittel eingesetzt werden. Wenn meine Hunde nicht auf mich achten beim Spazieren gehen, dann würd ich erstmal an der Bindung arbeiten, als durch Leinenrumgezucke aufmerksamkeit zu erzwingen. Dazu mit Würgeleine...
Der Herr Schüler braucht nur mal an einem richtig Sensiblen Hund zu geraten. Als meine Hündin jünger war, die hätte sich wohl bepisst vor Angst, wenn sie den nur gesehen hätte. Vorallem keine Freude mehr gehabt am Spazieren gehn. Doch für sie war das Thema Leine eh eine sehr lange Zeit schwierig. Weil es auch viel nähe bedeutet und bei ängstlichen Hunden eine Frage des Vertrauens ist. Noch heute lässt sie sich nicht von Fremden anleinen, weil das für sie etwas ganz intimes ist. So ein leinengerucke von einem fremden würde die eher Traumatisieren. [Doch solch einen Fall hatte der Schüler ja nicht in der Sendung, also kanns auch sein, das er da ganz anders mit umgehen würde]
Wobei er ja gezeigt hatte, das er keine ahnung von ängstlichen Hunden hat... meine Trainerin damals, arbeitete nur mit mir und garnicht mit dem Hund. Die hats mir vorgemacht wie es geht an einem eigenen Hund und mich bei der Umsetzung an meinem Hund korrigiert. Bringt ja nichts, wenn der Hund vor lauter Angst Aggressiv wird oder auf und davon läuft, weil ein fremder plötzlich zu nah kommt.