Beiträge von acidsmile

    Wielang hat es hei deiner Hündin ungefähr gedauert, bis sich das nach der Kastra eingependelt hat?


    Eine meiner Hündinnen (wurde 3 Jahre alt vor kurzem) wurde wegen Gebärmutterentzündung vor knapp 2 Monaten kastriert. Unabhängig davon war sie schon immer sehr "hormongesteuert". Momentan merk ich vom Verhalten her noch kaum, dass sie kastriert ist. Also grad ist mal wieder Party im Hirn, so wie es um die/nach der Läufigkeit immer war :zany_face:

    Also schon ein halbes Jahr jetzt mindestens.
    Nach 4-5 Monaten kams dann so schleichend. Plötzlich war Hirn da, wo früher die Sicherung rausgesprungen ist.

    Habe ich als Tierhalter das Sagen darüber, wann mein Tier euthanisiert wird?

    Jein.
    Aber ich weiß mittlerweile hier, zu welchen Tierärzten ich, wann ungefähr hingehen will. Meine Haustierärztin ist Rational. Ich denke sie würde mich zu experten weiter schicken, aber lässt Tiere auch friedlich gehen, wenn sie da keine Besserung mehr sieht.
    Eine Klinik hier verdient ordentlich, mit Tierleid. Selbst wenns aussichtslos ist. Lässt die Halter schlicht auch ohne jegliche Aufklärung dann stehen und schickt einen mit nem Berg an Teurem Zeugs nachhause. Selbst die Tierarzt Helfer bekamen zwischendurch so einen erstarrten Gesichtsausdruck, als ich paar kritische Fragen stellte und Untersuchungsvorschläge machte und die Tierärztin alles nur verneinte.
    Bei einer anderen Tierklinik weiß ich es noch nicht, wie ordentlich die Arbeiten, wenn ein Tier wirklich mal auf der kippe steht.

    Ich denke zu einem Tierarzt der so komplett gegen mein Bauchgefühl arbeitet, auch wenn mans erst im nachhinein Realisiert, würde ich in solchen Fällen wohl nicht mehr hin gehen. Ode r wenigstens im Hinterkopf haben, Frühzeitig eine Zweitmeinung einzuholen.

    Beim Rüden im hohen Alter Kastriert, merkte ich gar keine Wesensveränderung. Auch im Sexualverhalten änderte sich nichts bei dem. Wurde auch nur wegen der Prostata Probleme Kastriert und ich hatte nie Schwierigkeiten mit ihm, wegen des Sexualverhaltens.

    Bei meiner Hündin merke ich aber auch das sie eigentlich so gelassen wie vor der Pubertät ist. Sie hat keinen Sozialen Stress mehr seit die Hormonumstellung nach der Kastra nun gelaufen ist. Hatte auch erst bedenken, dass dieser soziale Stress sich hinterher doch noch verstärkt. Aber zum Glück nicht und sie läuft endlich wieder gelassen durch unseren Alltag. Aber bei ihr konnte ich ja durch die Ruhephasen zwischen den Zyklen mitkriegen, dass sie noch immer eigentlich kein Reaktiver, Reizoffener Hund ist und das immer nur mit dem Hormonzusammenhang auftrat.

    Das Problem ist auch das Umfeld. Die Partnerin meiner Schwester denkt ähnlich wie ich, aber die anderen nicht. Immer wieder hört meine Schwester von ihren Freunden, die fast alle Hunde haben, dass sie es versuchen soll und man einen Hund doch nicht abgibt. Ich verstehe, dass sie deswegen überfordert ist. Es ist wirklich eine schwierige Situation, aber sie muss an ihre Kinder denken.

    Viele kennen aber auch nur so Hunde wie Leika. Die haben nicht im Hinterkopf das es Hunde gibt, sie sehr speziell sind und diese Hunde sind NICHT bei jedem in guten Händen.
    Mein "bissiger" TS Hund war auch so ein Fall, der viiel zu lange in den falschen Händen war. Der konnte nichts, aber hatte gelernt sich vor Menschen zu verteidigen. Das Tier war nach 1,5 Jahren bei mir ein Streber vor dem Herrn, der hätte mir die Sterne vom Himmel geholt und noch verschmuster wurd der, wie meine anderen Haustiere. Einmal um 180 Grad gedreht hatte der sich.
    Aber der war Alt, als die alten Besitzer sich überwunden den endlich los zu werden. Ich hatte den grad mal 1,5 Jahre als "guten Hund" und dann kam schon das ganze Paket an Altersgebrechen. Dem Hund wurden durch seine früheren Besitzer die nicht mit ihm umgehen konnten, die besten Jahre seines Lebens genommen.

    Aus Gordon kann in anderen Händen durchaus ein Träumchen werden. Aber dafür brauchts das richtige Umfeld. Und sowas wie meinen ehemaligen TS Rüden oder sowas wie Gordon, würde ich auch wenn ich damit umgehen kann, trotzdem niemals als Haustier zulegen, solang hier ein junges Kind bei mir wohnt.
    Für mich ist nämlich Familienleben > Hobby Hund. Und bei so speziellen Hunden muss man einfach Zuhause sehr viele abstriche machen. Allein das notwendige Training und die Artgerechte Auslastung, damit der Hund nicht von selbst auf dumme Ideen kommt, dann sind schonmal ruckzuck 3 Stunden übern Tag nur für dieser Hund gewesen. Dazu die Einschränkungen die für den Besuch und die eigenen Kinder im Haushalt plötzlich gelten.
    Als Beispiel: Als mein Kind geboren wurde, hatte ich alle Zimmer über Gitter Zweigeteilt in Hunde und in Krabbelkind Seite. Dazu immer Wissen, wer sich wo gerade aufhält. Immer den Hund noch vor allem andern lieber schnell hinters Gittern schicken und erst dann ums weinende Kind kümmern... Wenn Beute und Essen eine Rolle spielen, niemals das Kind mit etwas in der Hand rum laufen lassen. nie darf irgendwo etwas auf dem Boden liegen. Wenn Besuch da ist, immer den Hund sichern und während der ganzen Dauer gesichert lassen. Nie unbeaufsichtigt lassen, immer alle Schlösser kontrollieren und Regeln die es einzuhalten gibt. Für die eigenen Kinder und auch für Besuch...
    Bin als Kind und Jugendliche auch mit nem Schäferhund-Rotti Mix aufgewachsen der es auch nicht so mit Fremden hatte.
    Das ganze Managemant ist mit Familienanhang einfach richtig viel.

    Jemand ohne Kinder, oder mit schon Erwachsenen Kindern hat das alles gar nicht. Diesen täglichen Riesen Aufwand.

    Unser Schäfi-Rotti Mix wurde immer zu Schwiegereltern gebracht, die mit ihm umgehen konnten, damit der niemals mit uns Kindern allein Zuhause war. Dabei war der zu uns Kindern echt Lieb, aber hätten wir ein Besuchskind mal mitgebracht und kein Erwachsener wäre dabei gewesen, dann hätte der das wahrscheinlich ins Krankenhaus befördert. Urlaube konnten die zum Glück auch übernehmen. Pensionen nahmen den nämlich nicht.
    Meinen eigenen TS Rüden wollte auch keine Pension und kein Hundesitter jemals nehmen, der kam als Gasthund(ohne Vermittlung) dann immer kurz ins Tierheim, weil den sonst niemand nahm, wenn ich mal was hatte, wie Krankenhausaufenthalt.

    Vor einiger Zeit gab es eine Folge von M. Rütter das Team, wo auch ein Hund aus dem Ausland etwas heftiger war. Die Halter haben es auch erst Kleingeredet. Selbst als der seinem Herrchen ins Gesicht gebissen hatte, wegen einem Beutegegenstand. Da gab es entsprechend deutliche Worte auch von M. Rütter. Am ende wurde der Hund dann vermittelt und lebte bei Hunderfahrenen Menschen, die wohl soweit mit dem Hund zurecht kamen und keine Hilfe von Rütter und dem Team benötigten.
    Der kam schnell genug in Erfahrene Hände und dem Hund tat es gut.
    Vielleicht weiß jemand wie die Folge hieß und kanns verlinken? Wenn die Halterin von Gordon gerne Rütter schaut und ein wenig auf ihn hält, würde ich mir extra ein Premium Abo kurz machen, um diese Folge zusammen mit ihr zu schauen und dann mal Tacheles zu reden.
    Vielleicht hilft es.

    Naja, ich dachte daher erstmal an Stoffwindeln oder nur Unterwäsche für eine bestimmte Zeit, damit er merkt, dass es eben nass wird. (Und den Bissell jederzeit Bereit haben, haha)

    Bei Stoffwindeln, gibt es auch Trainer. Ich hab mit Stoffwindeln gewickelt, aber weiß gar nicht mehr, was wir in der Übergangszeit dann als Backup hatten :thinking_face: .
    Bei nur Unterwäsche, läuft halt alles raus und du hast wie beim Welpen ne Pfütze und alles voll. Da wären Stoffwindel Trainer schon die bessere Wahl.
    Ich kann mir aber auch gut Vorstellen, dass es für ein Kind komisch, bis sehr unangenehm ist, wenn es plötzlich keine Pampers mehr hat.
    Du darfst dich aber auch nicht zu sehr verrückt machen deswegen. Manche Kinder haben kurz vorm trocken werden, nochmal ne Phase wo es gefühlt nen kompletten Rückschritt gibt. Ist ein größeres Thema, wenn man mit Stoffwindeln Wickelt, weil sie bei älteren Kindern auch keine ausreichende Saugstärke mehr haben. Meiner hatte sich mit 10 Monaten schon bemerkbar gemacht und wuchs so halb Windelfrei auf. Aber dann paar Monate vorm trocken werden, kam ein Entwicklungsschritt und plötzlich klappte gar nichts mehr mit dem Toilettengang, er sagte er merks gar nicht mehr und dann plötzlich war die Wickelzeit vorbei von einem Tag auf den nächsten.
    In seltenen Fällen scheinen es die Kinder aber auch aufgrund Besonderheiten, die eine Behandlung vom Arzt benötigt wohl auch gar nicht zu merken wenn sie müssen. Oder schaffen es nicht zu kontrollieren. :thinking_face: Irgendwas gabs da über den Hormonhaushalt. Mit 4 würd ich mich deswegen noch nicht so stressen, aber ab 5 da würd ich den Kinderarzt mal drauf ansprechen.

    Wenns Kind auf dem Klo hockt, kann übrigens auch helfen, den Wasserhahn nebenbei laufen zu lassen als Trick 17 xD .
    Oder dem Kind ein Buch vorlesen, dass es abgelenkt ist und sich besser entspannt.
    Wenns das erste Mal geklappt hat, wirds ja eigentlich zum Selbstläufer.

    Es gibt auch Menschen die für sich selbst, das Ordnungsamt und Veterinäramt einschalten. Wenn da Gefahr im Verzug ist, dann können die eine Unterbringung im Tierheim anordnen und das Tierheim hat dann die Arbeit, sich um die Besitzverhältnisse zu kümmern.
    Ich würd bei den Stellen auf jeden Fall mal anrufen und nachfragen.
    Der Hund hat ja schon gebissen und mit einem 7 Jährigen Kind im Haushalt, welches berechtigte Angst vor dem Hund hat. Vielleicht können die helfen.

    Es wird so kommen. Es gibt so viele Situationen mit Kindern und Essen in der nähe vom Hund. Kann gar nicht Zählen, wie oft unserer Hündin von meinem Kind, oder fremden Kindern irgendwas zu Essen in Schnauzen nähe gehalten wird. Oder irgendein Kind vorm Hund mit was zu Essen rum läuft. Kinder mit Fingerfood in der Hand, die gedankenverloren irgendwo lang laufen, ist so ziemlich das normalste auf der Welt. Ohne Kinder hat man damit nichts zu tun und so ein Hund kann deutlich leichter gemanagt werden.
    Es ist eigentlich auch nichts ungewöhnliches, wenn Hunde nur an Kinderlose Haushalte vermittelt werden. Das macht das Leben mit vielen Hunden deutlich leichter und auch für den Hund dadurch angenehmer. In einem Kinderlosen Haushalt bräuchte der nicht 24/7 mit Maulkorb rum laufen, wenn die Erwachsenen Verantwortungsbewusst mit dem Verhalten umgehen.

    Und wenn erst was richtig Schlimmes mit Krankenhaus Aufenthalt passiert ist, dann sind die Vermittlungschancen deutlich geringer. Wobei der im Tierheim, wenn die ihn nur an Kinderlose vermitteln, schon eine Chance hätte.
    Aber jeder Tag in der Familie ist einer mehr, mit hohem Risiko für die jüngeren Familien Mitglieder.