Beiträge von acidsmile

    Wir machen das auch separat zum Apportieren. Beim Apportieren reicht mir mittlerweile das reindötschen in die hingehaltene Hand. Und wenn ich da nicht Flott bin, dann landet der Dummy eben auf dem Boden.
    Das Halten und nicht los lassen, mit Abgabe üben wir eher so im Alltag, wenn es sich ergibt.
    Bsp. Wir warten auf den Bus und haben grad sonst nicht zu tun.
    Oder beim fangen spielen mit meinem Kind. Tiny hat gerne was im Maul, wenn wir quatsch machen und rennen. Da bekommt sie dann was leichteres, wie einen Welpen oder Junior Dummy in die Schnute und kann damit beim Fangen spielen mit rennen.
    Und derzeit ist es seeehr beliebt, wenn ich beim Heimkommen die Dummys in der Hand halte im Treppenhaus. Da nimmt Tiny gerne selbst einen und trägt ihn dann die Treppen hoch, bis rein in die Wohnung.
    Aber wir haben auch keine Ambitionen für Working Tests und das darf auch alles ohne Style bei uns sein xD .

    Ich persönlich würde mich dann wohl darum kümmern, dass der Hund regelmäßig von anderen Leuten Gassi geführt wird und dann eben ganz klar nicht im Dienst ist, sondern Hundedinge machen kann.

    Ja, alles was an Kommunikation zwischen den Hunden stattfindet, kann durch den Blinden eben gar nicht beurteilt werden.
    Also es ist wirklich ne Enorme Wesensleistung und Arbeitsleistung von den Hunden.
    Und der Blinde muss sich auf den Hund und auf andere Menschen um sich rum irgendwie verlassen.
    Nuja, wie gut die Einschätzung vieler Menschen gegenüber ihrer Hunde ist, liest man im DF ja auch öfter.
    Ob der Blindenhund den ich kenne, in jüngeren Jahren auch durch andere Menschen Gassi geführt wurde, weiß ich nicht. Aktuell ist der Hund in einem Alter, da trottet der neben seinem Blinden Halter her und kann an der Flexi selbstständig Wiesen betreten um sich zu Lösen.
    Der Hund kam aber auch fertig Ausgebildet zu ihm und die Ausbildung als Mensch-Hund Team dauerte dann auch nochmal 1 ganzes Jahr für die 2.

    Vielleicht habe ich eine sehr romantisierte Vorstellung vom Blindenhundeleben, aber ich dachte dass diese Hunde nicht immer im Dienst sind.

    Doch, die sind immer im Dienst. Der Blinde ist immer Blind, selbst wenn er den Hund nur vor die Tür an der Flexi führt.
    Wir kennen hier jemanden. Der Hund ist immer 100% Blindenhund. Der Halter hat 0 Möglichkeiten auf den Hund einzuwirken.
    Der kann seinen Hund abrufen und dann fühlt der vor sich in der Luft herum, wo der Hund grad steht.
    Der hat einfach 0 Möglichkeiten seinen Hund bei irgendwas zu unterstützen. Also ist der Hund immer im Dienst. Der Hund muss immer 100% zuverlässig sein.

    Stell dir z.B folgende Situation vor. Der Blinde den wir kennen, der geht für Löse Runden auch mal nur mit der Flexi los vor die Tür. Wenn da jetzt ein Fremder freilaufender Hund zu ihm hingeht, jetzt stell dir vor die Hunde fangen an den Blinden Halter zu umkreisen. Der Blindenhund wickelt dann fröhlich seinen Menschen mit der Leine ein. Und der Halter hat durch die Blindheit natürlich nicht mal Möglichkeiten sich im Tempo der Hunde dann irgendwie vorausschauend mit zu drehen oder zu reagieren. Der kriegt lediglich durch das was er an der leine fühlt eine Ahnung, wo sich sein Hund gerade befindet und wo er hin will.
    Also der Hund muss selbst, wenn er nur an einer normalen leine geführt wird, immer ne Gewisse Arbeitsleistung bringen. Der muss immer Wissen, wo er zu stehen hat bei seinem Menschen. In welchem Tempo er sich mit seinem Menschen bewegen darf.

    Und so weiter.
    Wie viel die Hunde permanent leisten müssen, merkt man spätestens dann, wenn man mit dem Blinden und seinem Blindenhund auf der Wiese steht und der lässt seinen Hund von der Leine.
    Der hat 0 Einfluss Möglichkeiten. Das sowas Funktioniert muss alles vom Hund aus gehen.

    Allein wie Tiny gestern mit deiner kleinen Labi Hündin auf dem Boden gekugelt ist, da hätte ich mir die kleine am liebsten gleich eingepackt :smiling_face_with_hearts: .
    Das ist etwas, was ich als Mensch so nie ersetzen kann.
    Aber Tiny hat ja nach wie vor auch ihre Phasen und ihren Sturkopf, wo wir uns noch auf einen Nenner bringen müssen. Dazu gibt es Lebenspläne die nächsten 2 bis 3 Jahre, die gegen einen Zweithund sprechen. Leider :( : .

    Wir hatten heute eine tolle Begegnung. Eine ganz süße kleine Labi Hündin. Und die war noch so süß Welpig, wie Tiny in dem Alter. Und da die noch so ein kleines Hundekind war, gab es absolut keine Stutenbissigkeit unter den beiden Hündinnen wegen Tiny's Duft. Nur süßes Labi gepurzel auf der Wiese. Hach, war das schön für meine kleine mal wieder eine Begegnung, so ganz frei ohne die Allüren aus der Erwachsenen Hundewelt :smiling_face_with_hearts: .

    Ich finde das sich Medical Training in der Praxis nur schwer umsetzen lässt.
    Wir Üben das ja Zuhause und auch mal Unterwegs. Aber in der Tierarzt Praxis wird nicht das Gefühl vermittelt, dass dort Zeit wäre den Hund kurz auf die Kooperation einzustimmen. Und zeit zum Üben haben wir dort ja auch nicht.

    Wobei ich draußen nach einer Attacke schon das auf den Rücken liegen und Bauch begutachten genutzt hab. Das Üben wir auch öfter draußen. Ruhig hinlegen, auf die Seite und auf den Rücken drehen lassen und Still halten und mich gucken lassen.
    Und in der Tierarzt Praxis nutze ich unseren geübten Schnauzen Griff. Tiny wackelt ja auf dem Tisch so hin und her und will die Tierärztin immer abknutschen. Darum üben wir öfter, dass ich ihre Schnauze festhalte und dann ihren Kopf auch so wegdrehen kann und sie sich dabei nicht entzieht. Das Funktioniert dann auch ganz gut, auf dem Tierarzt Tisch. Lediglich der Hintern schwingt dann noch Wild hin und her :lol: .

    Man kann doch auch mehrere Tierärzte haben.
    Bisher hab ich 2. Zu jedem gehe ich für anderes Zeug.
    Einer ist Menschlich super Nett und etwas Günstiger. Da gehe ich gern hin.
    Die andere ist nur 2 U-Bahn Stationen weiter und arbeitet regulär etwas Gründlicher. Schickt auch zu Fachärzten weiter. Menschlich gefällt es mir dort jedoch etwas weniger. Bei ihr merkt man auch, dass ihr meine Hündin etwas zu viel Fiddelt(Für mein empfinden liegt es auch mit an den Schwingungen. Tiny will jedem gefallen und wenn sie merkt, da gibt es Diskrepanzen wird eben noch stärker gefiddelt, statt schnell zur ruhe zu kommen).

    Ich bin mit einem Rottweiler-Schäferhund Mix aufgewachsen, der auch durch einen Überfall auf Hund und Herrchen, als Welpe Traumatisiert wurde. Bei dem wurde es durch viel Management gelöst. Mein Stiefvater, sein Vater und der Bruder kümmerten sich alle gemeinsam um den Hund. Es gab also immer rund um die Uhr jemanden, der den Hund betreuen konnte. Der war meine ganze Kindheit niemals mit uns Kindern allein. Der hat ja jeden Besucher gestellt und gebissen.
    Durch die vielen Personen die sich kümmerten, war das aber alles gut zu Managen ohne Lebens Einschränkungen.

    Als er ca.10 Jahre Alt war, musste er jedoch abgegeben werden, aufgrund Sterbefälle und Krankheit. Der wurde mit aller Offenheit und Ehrlichkeit dann Vermittelt. Und es hat sich tatsächlich jemand gefunden, die genau so einen Hund wie den wollte. Eine Frührentnerin, die Zeit ohne Ende hatte und nuja gerne einen Hund wollte, von dem sie sich Beschützt fühlt (Kann man jetzt auch Negativ bewerten, find ich). Sie wurde sogar in der ersten Woche von ihm gebissen und musste deswegen im Krankenhaus behandelt werden, aber hat ihn trotzdem behalten.
    Aber sie hat sich soweit ich hörte richtig gut um den Hund gekümmert. Richtete sich in der Wohnung Möglichkeiten ein, den Hund zu sichern, damit sie auch Besuch Empfangen konnte. Karabiner in der Wand, um ihn anzuleinen. Einen Zwinger für die Wohnung....
    Das war innerhalb der Familie und bei vertrauten ein Schmusehund. So Schlief der auch bei ihr irgendwann im Bett und wurde auf seine Alten Tage wohl so richtig Verwöhnt. Er wurde geliebt, wie er war und gut Behandelt.
    Die konnte sich gut mit dem Hund Organisieren und das gut Managen.

    Es war wohl auch eine bewusste Entscheidung für eine Frau. Da Männer wohl eher einen komischen Eindruck hinterließen.
    :ka:
    Die Suche nach jemand passenden dauert natürlich länger. Vor allem müsstest du schauen, dass du Überregional nach jemanden sucht, damit sich jemand findet, der am besten ein Haus in der Pampa hat.

    Es gibt Menschen, die es hinbekommen einen Hund so durchs Leben zu Managen, dass es für alle passt und das auch genau so wollen.

    Einschläfern kann eine Lösung sein. Aber vielleicht sucht irgendwo jemand nettes mit einem großen Grundstück welches in der Pampa liegt, nach einem Hund, den das Management nicht stört. Weil es von den Lebensumständen her passt.


    Ob da draußen jemand nach deinem Uno gerade sucht, wirst du nur feststellen, wenn du ihn Inserierst und versucht zu Vermitteln.
    Du kannst dir ja auch einen Zeitpunkt überlegen, wie lange du suchen möchtest.
    Das ganze auch mit einem Tierheim, oder Tierschutz Verein, mit einem Tierarzt und dem Veterinäramt besprechen und beraten lassen.
    Das du mit mehreren Personen besprichst, "Was könnte noch passen, wenn sich bis Tag x niemand findet? Zwinger im Tierheim? Gnadenhof? Einschläfern?"

    In meiner Region gibt es einen Tierschutz Verein, der Hunde inseriert die entweder in Pflegestellen Leben oder sogar noch bei ihren aktuellen Besitzern. Durch deren Homepage ist die Reichweite für die Hunde größer.
    Darum solltest du unbedingt mit mehreren Tierschutz Vereinen Kontakt aufnehmen, um deine Reichweite zu vergrößern bei der Vermittlung.