Beiträge von sinaline

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    Den Artikel kenn ich auch schon...und ich kann mir nicht helfen :/ ...auf der zweiten seite wiederspricht sich der Autor.
    Zuerst wird oben geschrieben, man sollte Angstagressive hunde nicht kastrieren...dann weiter unten steht...doch eventuell...oder bezog sich das einzig und alleine auf die Läufigkeit? :???: ....ich werde daraus nicht schlau

    Außerdem werden Rüden und Hündinen zu sehr gemeinsam ,auf die Kastration bezogen, dargestellt.

    Du hast eine KLASSE Trainerin...und ich kann mir vorstellen das es Dir gut getan hat mit ihr zu reden.
    Vielleicht machst Du Dir zu viele Gedanken...es geht sehr vielen HH so wie Dir und ich denke , es ist einfach die ENTÄUSCHUNG darüber, das man einfach nicht mit solch einem Hund (meine ist genauso) unbekümmert spazieren gehen kann...man möchte mit dem Hund einfach unbeschwert und stolzer Freudigkeit schöne Gassigänge verbringen...ja den Zahn mußte ich mir auch ziehen :/

    Mir macht es auch manchmal keinen Spass mehr Gassi zu gehen, vor allen Dingen wenn ich dauernd an die Leinenagro denken muß...aber oft hab ich keine Lust mehr daran zu denken...und ich zieh ihr das Halti an und los gehts, dann kann ich sie jedenfalls einfach weiterjustieren...der Rest ist mir eigentlich schon fast egal

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    Davon mal ab das die Einfuhr von Auslandshunden ein ganz anderes Thema ist, wenn diese Hunde nach Deutschland geschickt werden, warum müssen die dann kastriert werden? Den Zusammenhang verstehe ich nicht


    Das ist eine sehr interessante Frage.
    Als ich meine Hündin aus dem Tierschutz geholt habe und die "Auflage" zur Kastration bekam (ich weiß das ist rechtswidrig)...habe ich leider vergessen zu fragen warum die Kastration als Auflage dazukam :/

    Ich kann nur VERMUTEN:
    -südländische Hunde können einige Mittelmeerkrankheiten über eine
    Trächtigeit übertragen (verantwortungslose Halter und die 1 jährige
    Inkubationszeit eingerechnet), und so hier verbreiten.

    -ausländische Rassen werden mal eben so aus Spass an der Freude
    vermehrt-mit anderen Rassen gekreuzt...das gilt insbesondere dann als
    schwierig, wenn neue sogenannte "Kampfhunde" enstehen (gewollt oder
    ungewollt)...ich denke sogar die Regierung hat da ein Auge drauf!!??

    -da die Population der Auslandshunde und dessen Einfuhr stetig steigt,
    könnten die Zahlen der Tierheimhunde (also wieder abgegebene oder
    ausgesetzte hunde) wiederum (durch unverantwortungsvolle
    vermehren) drastisch ansteigen und zu hohen Komunalkosten führen.

    -und zu guter letzt die Vermutung, das sich die Orgas durch diese Kastrationsverträge, absichert um aus oben gennanten Gründen nicht irgenwann die rechtliche Verantwortung übernehmen zu müssen.


    Wie gesagt, das sind alles nur Vermutungen...vielleicht hat einer von Euch ein paar konkrete Informationen darüber.

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    Also ist Deine Hündin eher die hibbelig, ängstliche?
    Ein richtiges Statement brauche ich nicht, aber eine kleine Andeutung zu dem Punkt, der sich positiv verändert haben könnte, wäre nett. ;)

    Meine Hündin ist unsicher und geht im Zweifelsfall (jetzt nur noch selten) nach vorne, statt zurückzuweichen. Allerdings hatte sie auch eine extreme Scheinträchtigkeit, weswegen ich schon die Notwendigkeit sehe, sie kastrieren zu lassen. Ich warte die 2. Läufigkeit auf jeden Fall noch ab. Ich würde auch gerne die 3. noch abwarten, damit sie in ihrer Entwicklung nicht gehindert wird, allerdings ist da auch die starke Scheinträchtigkeit. Ich weiß nicht, was dabei die richtige Entscheidung ist... Die letzte Läufigkeit inkl. Scheinträchtigkeit hat sich über 4-5 Monate hingezogen und sie stand nur unter Stress...


    Sagen wir es einmal so...drinnen ist sie mega entspannt (also überhaubt nicht hibbelig)...draussen kostet es mich sehr viel Arbeit ihre Aufmerksamkeit zu forden.
    Sie ist erst 16 Monate...insofern ist es noch einigermaßen normal...aber mich haben viele Leute gefragt ob sie immer so hibbelig ist, das kann ich für Drinnen nur absolut verneinen.
    Also sie ist weniger nervös...sondern ständig AUFMERKSAM...dauernd wird nach Hunden Ausschau gehalten(so kommt es mir vor)...sie ist auch Leinenagressiv(bei fremden Hunden)...sie hat dann halt viel Stress wenn sie draussen ist
    Sie hat keinerlei Scwierigkeiten im Freilauf mit anderen Hunden, im Gegenteil(klopf auf Holz...ich bete es bleibt so).
    Wenn sie an der Leine ist und bekannte Hunde trifft, hüpft sie vor Übermut wie ein Känguruh, um zum Spiel aufzufordern.

    Sie ist ängstlich wenn unbekannte Menschen auf sie zukommen( ich meine jetzt nicht das normale vorbeilaufen auf dem Bürgersteig) und weicht schnell zurück.
    oder neue Dinge irgendwo auf der Strasse liegen...sie geht hin , hüpft zurück...geht wieder hin usw....bis sie dann davor wegläuft( auch wenn ich es ihr langsam zeige).
    Komischerweise ist sie gar nicht schreckhaft...also plötzlich laute oder knallende Geräusche erschrecken sie überhaubt nicht (sie hört sehr gut)

    Ich mag mich irren und es kann genausogut eine normaler Entwicklungsschub sein aber sie kommt mir etwas mutiger vor...

    Meine Hündin war auch sehr extrem in der Läufigkeit und die darauffolgende Scheinschwangerschaft...wenn sie einen fremden Hund gesehen hat, egal wie weit weg der war...ist sie extremst ausgeflippt und die Ängstlichkeiten haben sich in extreme Zitteratacken geäußert....in dieser Zeit hat sie zweimal Männer angebellt ohne irgendwelche Gründe

    Ich finde es äußerst gut,das Du Deiner Hündin noch etwas Zeit gibst...ich bin ehrlich, ich hätte nochmal so eine stressige Zeit wie die der Läufigkeit und Scheinschwangerschaft, nicht nochmal durchmachen wollen...ich fand diese Zeit (aufgrund ihres Verhaltens) SEHR Schweißtreibend...das ganze Spiel hat sich von Oktober bis Februar (Ende der Scheinschwangerschaft) gezogen.

    Aber ich muß dabei sagen mein Hund ist aus Angst nie nach vorne gegangen...auch nicht zu Hause.

    lg
    Susanne

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    Ich glaube das liegt daran, weil sich die HH mit der Kastration ebenfalls verändern.


    :schockiert: :D ....dann hab ich mich vielleicht auch verändert?...und weiß es gar nicht :D ...na das wär doch was.
    ...das einzige was sich bei mir bewußt verändert hat...ist mein Bankkonto, nach der Kastration...das sollte vielleicht auch abschrecken...mal eben 420 Euro weniger zu haben, ist manchmal auch ein Argument gegen eine Kastration :hust:

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    Ganz einfach das, was Studien zeigen... ;)

    Die Bielefelder Kastrationsstudie von Dr. Gabriele Niepel z.B. war sehr umfassend. Sie hat positive und negative Effekte beleuchtet.

    Und dabei kommen dann eben solche Ergebnisse wie z.B. dass Frühkastraten seltener inkontinent werden, aber dass sie wenn es passiert viel stärker betroffen sind und schlechter bis gar nicht auf eine Behandlung reagieren.
    Nur die Langzeitbeobachtung sehr vieler Hunde bringt klare Ergebnisse.
    Wenn man z.B. die vielen TA-Wechsel bedenkt, wie soll ein TA das überblicken, insbesondere wenn dieses Thema nicht sein Steckenpferd ist?

    LG
    das Schnauzermädel


    Ja ich weiß, ich habe diese Studien(und andere) selber schon gelesen...ich frage mich nur die ganze Zeit, wo DIESE Repräsentativ in der Bevölkerung zu "hören" sind...Ich habe noch keinen HH getroffen, der von seiner kastrierten Hündin ( Frühkastrierte Hunde kenne ich leider nicht) behaubtet, sie hätte zb ihr Wesen negativ verändert...ich habe immer nur positive sachen gehört....es kann natürlich sein das besagte HH etwas "verheimlichen" weil es ihnen in irgendeiner Weise peinlich ist...das wäre schade.

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    Ich nochmal:
    Ich denke,die Entwicklung in /nach der 1. Läufigkeit kann positiv wie auch negativ sein.
    Meine Hündin ist punktgenau mit der 1. Läufigkeit ein Leinenpöbler geworden und versteht sich seither mit fast keinem anderen Hund mehr :sad2:
    Dieses Verhalten trat direkt am Anfang auf,nicht erst bei den Stehtagen weil sie ständig beschnüffelt wurde. Von daher hätte ich mit eine frühere Kastra gewünscht ,in der Zeit wo sie noch der "allerliebste Hund der Welt" war.Andererseit hat die Läufigkeit sie in anderen Bereichen extrem reifen lassen....denke das das bei früherer Kastra nicht so gewesen wäre.
    Aber: sie riecht für Rüden (auch für unseren) absolut super interessant-trotz Kastra !!!!


    Ja von diesem Augenblick wurde meine Hündin auch leinenagressiv (nur bei fremden Hunden...aber niemals im Freilauf).

    Ob mein Hund nicht leinenagressiv geworden wäre, wenn ich sie hätte Frühkastrieren lassen, weiß ich zwar nicht, aber ich nehme an das es nichts damit zutun hat.

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    Mhhh,

    das Risiko an Mammatumoren zu erkranken liegt bei 2%....
    Rasseübergreifend, größenunabhängig, also rein statistisch liegt das Risiko für eine Inkontinenz bei Kastraten bei 30%...

    Klingt nach einem schlechten Geschäft. :hust:

    Dazu bringen TAs doch keinen Diabetes oder einen anderen Krebs in Verbindung mit der Kastra, d.h. über solche Spätfolgen wird kaum ein Besitzer aufgeklärt.

    LG
    das Schnauzermädel


    Das stimmt natürlich auch wieder.

    Dazu muß ich auch sagen, das die Empfehlungen für das Für und Wieder einer Katra schon sehr unterschiedlich sind und zudem der Zeitpunkt Dieser fast schon ein Mode Statement gworden ist...Beispiel Frühkastration : Vor ein paar Jahren war es "Mode" das TÄ dafür plädierten so früh wie möglich zu kastrieren...heut ist es schon fast verpöhnt( was ich persönlich für gut halte)...Gründe gibt es viele...keiner ist sich in seinen Forschungsergebnissen sicher...zb Inkontinenz: Von einem wird behaubtet das diese Tiere weniger unter der Kastrationsbedingten Innkontinenz leiden(also Frühkastrierte Tiere)...andere behaubten, das WENN sie eintritt, dann richtig schlimm, also keine Tröpfchen mehr sondern ganze Bächlein...
    WAS soll man denn da noch glauben???

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    Also wir kastrieren nun nach der 1. Läufigkeit.

    Wollte es nur nochmal verkünden und gehe ganz bewusst auf einige Dinge hier nicht ein. Entscheiden für unseren Entschluss ist Emmas unsicherheit.


    Hm...also ich hatte vor der Kastration meinen TA auch explizit zu diesem Thema ausgefragt.
    ...meine Hündin ist auch unsicher/ängstlich.
    Nun ja er meinte...wenn es sich um eine ängstliche Hündin handelt die im Vorhinein eher ein Angstbeisser (zu Hause oder draussen) ist ,bzw die Tendenz dazu vorhanden sei...ist eine Kastration unproduktiv oder sogar schädlich...bei einer Hündin hingegen, die hibbelig, ängstlich ist und sich eher zurückzieht...kann die Kastration bewirken das sie "mutiger" bzw ausgeglichener wird.
    Ja und dann hat er noch gesagt, das bei Hündinnen, die sich schlecht in eine Rangfolge eines Rudels (zu Hause oder im Spiel mit anderen Hunden)
    "unterordnen" bzw einordnen, die Kastration ebenfalls negativ auswirken kann.


    Da man alle diese Tendenzen oft erst nach der ersten Läufigkeit beobachten kann, ist es durchaus ratsam bis nach der ersten Läufigkeit zu warten...wie Du es ja auch vorhast.


    Vom Zeitpunkt her hat mein TA auch 2 Monate nach der Läufigkeit erwähnt...aber ich hatte bemerkt, das sie auch danach immer noch gut für Rüden roch und vor ihnen weglief...also wartete ich noch einen Monat, also insgesamt 3 Monate nach der Läufigkeit hab ich sie kastrieren lassen( ist erst 3 Wochen her)...bis jetzt konnte ich keine Wesensveränderungen beobachten...zwar hab ich bei einem Punkt das Gefühl, es hat sich etwas positiv verändert...aber ich warte noch ab bis ich dazu ein "Statement" abgebe.


    lg
    Susanne