Beiträge von sinaline

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    Naja, daß die Hunde im Zwinger gelebt und die beiden Buben sie versorgt haben, ist mir nicht einseitig.


    Diese Informationen kann ich gar nicht lesen...hast Du ein Abo dafür, oder klicke ich irgendwie falsch?

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    Joah, habe mich mal selber bisschen erkundigt, recherchiert usw. Und ich habe es inzwischen auch sein lassen :sad2: Komme damit nicht klar, dieses hin und her würde mich neben der Arbeit auch noch mehr fertig machen. hatte mir durch den Hund auch ein bisschen "moralische" Unterstützung erhofft, aber bis es soweit ist, braucht es sehr viel Arbeit und Zeitaufwand.

    Naja, später vielleicht.


    Ja Du hast schon recht...so ein Hund läuft nicht gerade mal "nebenher"...es birgt auch sehr viel Stress im Alltag.

    Ich denke mal bei jungen Hunden ist es ganz normal wenn sie mal ein Prollgehabe zeigen...

    Ich habe auch einen Hündin, der gerne Kontakt mit anderen Hunden sucht...sie ist ja auch erst circa 18 Monate alt und ein echter Sportsfreak...

    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob sie sich immer an die "Regeln" hält, wenn es sich um die Kontaktaufnahme geht.
    Wenn sie im Freilauf frontal auf einem fremden Hund trifft, dann legt sie sich erstmal hin (an der Leine unterbinde ich es, weil sie hier fixiert) und wartet geduldig bis der andere Hund ein paar Schritte weitergeht...dann steht sie auf und hechtet los, spurtet an den Hund vorbei um ihn zum Hinterherlaufen zu animieren...nach dem Lauf kommt es dann zur "echten" Kontaktaufnahme mittels Schnuppern.

    bei einem Hund, der keinen Kontakt wünscht, läuft sie dann langsamer vorbei und versucht es dann nochmal, gibt aber dann auf und entfernt sich...in diesen Situationen zeigt der andere Hund durch kurzes knurren an, das er es nicht möchte und ich finde das wirklich in Ordnung.

    Was mir aber zu denken gibt ist folgende Situation(ist mir bisher einmal passiert):...mein Hund trifft einen fremden Hund der ängstlich und stocksteif mit eingezogenen Schwanz stehen bleibt und meiner Meinung auch keinen Kontakt will...da fing meine Hündin an den Hund zu umzingeln und anzubellen, teiweise anzuknurren :/
    Ich hab meine Hündin natürlich weggeholt...
    Meine Freundin die mit ihrem Hund dabei war meinte, das wäre typisch jugendliches Prollgehabe, da der andere Hund ja Angst hat, hat sie sich stärker gefühlt und wollte mal den "Chef" rauskehren...naja ich finde diese Situation halt nicht so dolle :/

    Es gibt aber auch Hunde die beachten andere Hunde überhaubt nicht(jedenfalls für mich so ersichtlich)...das finde ich immer sehr bemerkenswert...ich frag mich dann auch immer, ob sie vom Charakter so sind, ob es das Alter ist oder wie auch immer.
    ...so einen Hund würde ich mir manchmal wünschen...
    ...also die meisten Hundebegegnungen laufen im Freilauf immer sehr friedlich ab und es ist natürlich schön wenn mein Hund so "begeistert" bei der Kontaktaufname und im Spiel ist...aber es ist auch sehr anstrengend, denn ich bin mir bewußt das es in einigen Monaten(wenn mein Hund so 2 Jahre alt ist) zu handgreiflichen Situationen kommen kann, wie ich schon öfter von HH mit Hündinnen gehört und auch zu sehen bekommen habe :/
    ...deshalb wäre mir ein Hund der andere ignoriert manchmal lieber

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    Nein, das ist nicht mein Grund, warum ich ein zu häufiges aggressives Verhalten als nicht optimal betrachte. Es liegt einfach in der Natur begründet, dass Tiere, die eine perfekte Konfliktvermeidung betreiben, gleichzeitig aber fähig sind ihren Status zu halten oder zu verbessern, die besten Chancen haben zu überleben und sich zu vermehren.
    Daher halte ich es auch keinesfalls für unnatürlich meinen Hund dahingehend zu erziehen, dass er mit dem Konfliktpotential "anderer Hund" souverän umgehen kann, dafür muss er sie nicht lieben, aber er muss sie akzeptieren und Konflikte souverän regeln können, ohne sich oder seine Gruppe/Rudel zu gefährden.

    Survival of the fittest - Nur der bestangepassteste überlebt. ;)


    Das wir uns nicht falsch verstehen...das agressive Verhalten würde ich dann auch gar nicht tolerieren.
    ...es geht mir eigentlich nur darum, das manche Hunde, die einfach keinen Kontakt herstellen möchten und vielleicht etwas ruppiger werden...das das einfach ein normales Verhalten ist(wenn es denn im Rahmen ist) und leider von anderen Menschen als "agressiv" angesehen werden...

    Mich stört teilweise das Gedankengut, das wir Menschen denken, ein Hund der mit anderen Hunden nichts zutun haben will ist
    -schlecht sozialisiert
    -agressiv
    -"kein Hund mehr"...hat also sein Hundsein verlernt.
    -langweilig
    -nicht fähig (oder hat es verlernt) hündisch zu komunizieren.

    Ich finde es Quatsch.
    Was mich besonders wundert ist wenn einige HH behaubten, ihr Hund könne besser komunizieren (Signale aussendenen) als manch andere Hunde ;) ...wie bitte schön kann ich das denn beurteilen?...nur weil der andere Hund vielleicht ein (für uns Menschen) unangebrachtes Verhalten an den Tag legt?...DAS ist meiner Meinung wieder ein Verhaltensbild vom Menschen "gemacht"...sprich der Hund hat nicht agressiv zu werden, weil es für uns ein "böses" Verhalten ist...das kann ich nicht verstehen.
    Vielleicht kann mir einer von Euch was dazu sagen.

    Das soll jetzt absolut nicht heißen, das ich ein agressives Verhalten meines Hundes tolerieren würde...nein das geht natürlich nicht.

    Es ist doch eigentlich egal wie man es nennt ...Rangordnung, Rudelordnung(führung), Hackordnung, Rangfolge, Familiengefüge ect...
    ...es ist einfach eine Ordnung innerhalb einer Gemeinschaft mit einer Präsenz eines "Führers" und Lebewesen die "darunter" stehen...

    Das Wölfe in Gefangenschaft anders ihre Rangordnung festlegen als freilebende Wölfe, kann ich mir gut vorstellen...aber ich finde man kann unsere Hunde ein wenig damit vergleichen, da sie auch unter "gefangenen" Bedingungen leben.

    Für mich hat das Wort Rangordnung keine negative Bedeutung, ich finde auch die Bedeutung dieses Wortes nicht altmodisch...es ist eine Ordnung die jedes Lebewesen betrifft(bewußt oder unbewußt)...
    ...ich denke viele Menschen finden es "altmodisch" weil sie das alte Erziehungsbild gegenüber dem Hund im Kopf haben, das ihnen einfach nicht gefällt...das heißt jetzt nicht das alte Erziehungsmethoden veraltet oder falsch sind, sondern das sie sich wandeln...es wird einfach ausprobiert und für "besser" befunden...bis wieder etwas anderes ausprobiert wird, weil das Vorherige vielleicht auch Nachteile mit sich bringt...im Endefekt kommt immer das Gleiche raus...eine gewisse Hirachie und Ordnung.

    Wir Menschen sehen die Bedeutung der "Rangordnung" einfach zu menschlich...Tiere denken darüber nicht nach.
    Das ist nunmal eines der Unterschiede zwischen Mensch und Tier.

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    Das geduckte Anschleichen ist nicht BC-typisch. Es ist eher ein typisches Unsicherheitsverhalten diverser Rassen. Beim Labrador Retriever ist das auch zu sehen. Oft bauen diese Hunde, sofern der Besitzer das nicht irgendwann mal "bearbeitet", das ziemlich aus und machen Attacken daraus. Es wird zur Strategie mit anderen Hunden umzugehen. Eine denkbar schlechte, aber es ist eben eine...

    Viele Grüße
    Corinna


    Jap...das ist auch bei meinem labi Mix so...an der Leine dulde ich es gar nicht.
    ...im Freilauf schleicht sie sich nicht an, sondern wartet geduldig und entspannt auf das Signal des anderen Hundes.

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    ich dachte immer das ich amy gut sozialisiert habe, sie hat sich auch mit alles und jedem verstanden.. seit einem jahr ist das aber nicht mehr so, gerade kleine hunde und welpen mag sie überhaupt nicht mehr.. ich habe dafür eig. keine erklärung denn sie hat nie schlechte erfahrungen gemacht..


    Ich weiß nicht...muß es denn IMMER einen besonderen Grund haben? ( außer vielleicht die eigene Erziehung)

    Für uns sieht es wie eine "verbotene" Agression aus...wir erschrecken uns, weil wir es als "böse" ansehen, da wir den geliebten Hund als gleichwertig ansehen...aber das ist MENSCHLICH
    ...für den Hund ist es vielleicht ein ganz normales Verhalten, das wir aufgrund der Hundedichte in unserer Gesellschaft nicht dulden können...
    Wie sehe es denn aus wenn Du auf dem Land wohnen würdest und es wäre weit und breit kaum ein Hund in Eurer Nähe...würdest Du Dir dann genauso Gedanken machen?...


    :???: ...genau solches Denken verursacht den nächsten "Unfall"...ich glaube Du hast den Inhalt oder besser gesagt, die Aussage die dahintersteckt, gar nicht verstanden...was hat denn das mit VERTRAUEN zu tun

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    Ich denke eigentlich nicht, dass "mögen" auch immer "spielen" beinhaltet. Jeppe hat auch einen "Schnüffelkumpel". Wir können stundelang mit den beiden spazierengehen und sie mögen sich total, aber spielen würden sie nicht, sie laufen nebeneinander her und schnuppern, markieren usw. Ich erwarte von keinem Hund, dass er mit jedem wildfremden Hund spielen soll, macht Jeppe ja auch nicht. Trotzdem ist sein Verhalten gegenüber anderen Hunden eben anders als das der beiden beschriebenen Hündinnen. Auch Jeppe macht mal ne klare Ansage, wenn ihm was nicht passt und er mag nicht jeden Hund, aber er hat nicht diese Abwehrhaltung gegenüber jedem Hund, der mit ihm KOntakt aufnehmen will. Das meine ich eigentlich damit. Die beiden Hündinnen, vor allem die BC-Hündin, geht eigentlich sofort dagegen, außer bei einigen wenigen Hunden. Das ist eben der Unterschied.


    Ich persönlich halte das für ein ganz normales Rudelverhalten.
    ...ich weiß jetzt nicht wie alt die zwei Hunde sind aber ich denke sie sind aufgrund der Tatsache, das sie von Anfang an dabei sind und ihrer Persönlichkeit an einem Punkt der "Rudelordnung" angekommen...
    Ich kann jetzt nicht sagen, das sie eine besondere Stellung im Rudel beziehen (dazu kenne ich das Verhalten zu wenig)...aber vielleicht ist niemand "Besseres" da als oberste Hündin zu agieren.

    ...wir verlangen da eigentlich viel von unseren Hunden...andere Hunde zu respektieren obwohl sie eigentlich vom natürlichen Ursprung her eher "Feinde" sein müßten...dazu kommen die unterschiedlichen Charaktereigenschaften (die vom Menschen angezüchtet wurden) der verschiedenen Rassen...dieser Punkt würde bei einem reinem Wofsrudel (zb in Punkto Körpersprache) nie auf den " Tisch kommen...wenn man noch die Tatsache betrachtet das Hunde sehr unterschiedlich von ihren Halter erzogen werden, ist die Kommunikation für unsere Hunde schon sehr verzwickt.

    Ich glaube Hunde die mit anderen Hunden nichts zu tun haben wollen, sind in ihrer persönlichen Rudeldasein angekommen...sie brauchen keine "Spiele" mehr um rauszufinden, wo sie stehen...denn nichts anderes ist ja das spielen bei Hunden...das messen und rausfinden in welcher "Rudelstellung" sie sich befinden und wo diese Grenze ist.
    ...und da spielt es keine Rolle ob das Rudel auschließlich der Mensch ist.