ZitatAlles anzeigenIch kenne mich und ich weiß, daß ich mich auf den Hund gestürzt hätte.
Das habe ich, Gott sei Dank, noch nie machen müssen um einen Menschen vor Hundebissen zu schützen, aber oft genug bei raufenden Hunden.Und es waren meist Kaliber vom DSH über die Dogge bis hin zum na klar, Neufundländer.Aber ich weiß dann was ich mache. Ich "pitsche" nicht irgendwo hin, ich weiß, wie man kämpfende Hunde trennt.
Ja , da bist Du mir vorraus.( Weisheit des Alters
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)Trotzdem darf ich doch sagen, das man darüber nachdenken darf und kann...und ich denke auch, das es in meiner letzten Situation auch Glück war.
Aber glaube mir, ich habe selbst große, kräftige Männer völlig hilf- und regungslos vor ihrem wütenden Hund gesehen. Sie wußten einfach nicht was zu tun ist.
ich glaube Dir das, weil ich das selbst mal vor einem Jahr mitangesehen habe...und ohne einen Vorwurf den Besitzern zu machen ...ja und ich war zu dem zeitpunkt auch geschockt.
Das ist der Alltag und darum mache ich Hundehaltung nicht am Alter und nicht an Kraft fest.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
Beiträge von sinaline
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Bin ich verantwortungslos, weil ich in dem Alter noch so junge und vor allem große Hunde habe?
Ich weiß es ganz einfach, Hunde führt man mit mentaler Stärke und Souveränität. Wäre das nicht so, hätte ich schon vor 29 Jahren mit meinem ersten Rüden Schiffbruch erlitten.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
Nein, Du bist ganz sicher nicht verantwortungslos, wenn Du weißt, was Du tust und davon gehe ich auch aus.
Und ganz klar wenn ich mit meinen bescheidenen 42 Jahren der Sache nicht gewachsen wäre, würde ich mir meinen eigenen stürmischen Junghund nicht zutrauen.
...allerdings gibt es doch einen erheblichen Unterschied zu Dir, Deinem Alter ...und zu einer Frau die 76 oder älter ist und körperlich, mental(Reflexe) nicht mehr ganz so fit ist.
Ich sehe eigentlich nur ältere Menschen ( deutlich ÜBER 70 Jahre alt), die körperlich und geistig fit sind und große Hunde besitzen...
Ich persönlich finde es gut wenn ältere Mitmenschen einen Hund besitzen...auch junge Hunde...wenn wirklich etwas den Besitzern zustoßen würde, weiß ich aus eigenen Kreisen, das die Tiere soweit es geht abgesichert sind.
Das Alter spielt insofern eine Rolle, wenn es WIRKLICH um altersgemäße körperliche und geistige (ganz normale) Beeinträchtigung bei älteren Menschen zutage kommen.
Mein Opa hat auch mit 80 Jahren sein Auto verkauft, als er merkte, er kann nicht mehr...aber zugegeben, das sieht auch in diesem Alter bei Jedem anders aus...hauptsache man merkt es.Ob ich mir mit über siebzig noch einen großen kräftigen Hund holen würde, weiß ich nicht...ich glaube nicht.
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Natürlich ist man in der Lage sowas zu verhindern, das setzt aber ein zu jedem Zeitpunkt vernünftiges, überlegtes Handeln voraus. Und ohne die genauen Umstände zu kennen, aber scheinbar war die Naivität der Mutter, des Vaters und der Oma groß genug, es nicht vernünftig einschätzen zu können und da man nicht alle Menschen permanent an die Hand nehmen kann um ihnen vor Augen zu führen, was alles passieren kann, wird es leider auch immer wieder zu ähnlichen Unfällen kommen. Wahrscheinlich wurde der Umgang des Rottweilers gegenüber dem Kind schon länger verharmlost und schöngeredet, weil niemand dort in der Lage war das Verhalten richtig zu interpretieren.
Das möchte ich im Großen und Ganzen auch gar nicht bestreiten...
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Nö, ganz ehrlich eine Einteilung in "Superfrauchen/herrchen" und "Nebenher Hundebesitzer" find ich auch ziemlich starr...jede "Seite" hat ihre Vor und Nachteile...also finde ich es durchaus vorteilhaft zur Mitte zu tendieren.

Ich finde es außerdem immer etwas lustig wenn man als Ersthundebesitzer mit HH ,die schon lange einen oder mehrere Hunde besitzen, zu sprechen...man selber erzählt voller Überzeugung und Inbrunst und denkst Dein Gegenüber versteht Dich voll und ganz.
Dabei steht Dein Gegenüber da und lächelt nur müde aber freundlich...so nach dem Motto..."die Phase hab ich schon lange hinter mir und heute seh ich alles viel gelassener"
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Hätte...könnte...würde man...
Niemand weiss im Voraus, wie er/sie sich verhält wenn wirklich sowas passiert. Ich halte es für vermessen zu behaupten, man selbst würde es natürlich viel besser und ganz anders machen.
Auch eine Form der Selbstübeschätzung...
Nö, ganz ehrlich...ich finde es nur ziemlich daneben, wenn dauernd behauptet wird: NIE und NIMMER geht das oder Jenes.
-das Alter spielt keine Rolle.
-die Kraft spielt keine Rolle.
-die Hundegröße spielt keine Rolle.
-die Hunderasse spielt keine Rolle.
-Hundeführerschein oder Sachkundetest spielt keine Rolle.
-eingreifen kann man erst Recht nicht.
-und überhaupt, es war und ist IMMER ein Unfall, der nie hätte verhindert werden können und in Zukunft nie verhindert werden kann.

Diese Ausagen stören mich einfach, weil es meistens nur Ausreden sind und hat mit meiner Selbsteinschätzung bzw. Selbstüberschätzung null zu tun.
Warum ist es denn so Schlimm darüber nachzudenken, was man in einer solchen Situation tun KÖNNTE und an was es gelegen hat?
Ich weiß, das es immer anders ist, wenn es dann wirklich passiert...aber gleich zu sagen, alle Überlegungen nutzen nichts, finde ich halt nicht produktiv...eher traurig.
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ZitatAlles anzeigen
Auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst, niemand ist alleine in der Lage einen rasenden Hund dieser Größe, mit blosen Händen zu bändigen oder abzuwehren. Da spielt das Alter überhaupt keine Rolle.
Hat Dir noch niemand gesagt, daß es kontraproduktiv ist, einen kämpfenden Hund zu "pitschen"?
In seiner Raserei verspürt er durch den Adrenalinschub keinen Schmerz.
Nachdem der Hund das kleine Kind gepackt und weg gezerrt hatte, gab es keine Chance mehr, das Kind noch lebend zu bergen.
Häng Dich nicht weiter an dem Alter der Frau auf. Weder die Mutter noch der Vater hätten da etwas ausrichten können.
Kein normaler Mensch ist kräftemäßig Hunden dieses Gewichtes gewachsen.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
Hm ich bin mir nicht ganz sicher, ob Ihr Recht habt, was das wegzerren des Hundes betrifft.
Ich hatte vor circa 1 Monat eine ähnliche Situation( allerdings mit einem anderen hund und nicht mit einem Kind...Gottseidank) mit dem Rotti-Labi Mix meiner Freundin.Meine Freundin hatte ihren Hund leider zu früh abgeleint und ihr Hund rannte vor zu der Stelle wo ich mit meiner Hündin und einem anderen Hund stand.( Der Hund war zur der Zeit scheinschwanger)
Der rotti Mix meiner Freundin stürzte sich auf den anderen Hund und verbiss sich in Diesen...da ich direkt daneben stand pitschte ich den Hund wirklich in den Bauch und konnte durch den kurzen Überaschungseingriff sie gleichzeitig am Halsband packen und wegziehen.Die Rotti Mix Hündin wiegt 35 kg ( Ich weiß viele Rottis wiegen mehr)...ich weiß das es auch gefährlich sein kann einen Hund zu pitschen...aber der andere Hund war kleiner und es hätte mehr passieren können als eine kleine Bisswunde, die das tatzächliche Ergebniss war.
...ich weiß das dies nicht immer möglich ist um einen Übergriff zu unterbrechen.
Ja klar ist man geschockt...aber mal ehrlich, wenn mein eigener oder ein anderer Hund sich in meinem Kind verbeißt, bleibe ich bestimmt nicht geschockt stehen und warte ab, bis der Angriff zu Ende ist...Schock hin oder her...ich weiß das man im ersten Augenblick schreit...aber dann reagiert man.
Und wenn man auf einem Hof steht wie in diesem Fall (der sowieso schon voller Schutt war) hätte ich mir irgendeinen schweren Gegenstand genommen un dem hund eins übergebraten...auch NACH ein paar Minuten.Wer von Euch Müttern würde NICHT eingreifen?
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Ich möchte nochmal auf dieses interview zurückkommen (obwohl mir das gefühlsmäsig schwer fällt....mir tut der Junge so unsagbar leid)
Meiner Meinung ist der Hauptgrund leider wirklich darin zu sehen, das die Uroma den Hund körperlich nicht handhaben konnte.
sie hätte zumindest versuchen können zb. den Hund in der Schüttelsituation zu pitschen oder andersartig für den Hund überraschend einzugreifen...und dann den Hund packen sollen (ich weiß natürlich nicht ob er ein Halsband anhatte)Die ganze Situation kam mir etwas unbeholfen vor...
Ich hab immer noch im Kopf wie sie sagte, der Junge sagte Aua, Aua...und sagte irgendwann nichts mehr...ich könnt grad wieder weinen
Man kann den Link hier leider nicht anklicken
Schaut bitte auf Seite 32, sechster Eintrag von Knautschgesicht... -
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Ich möchte nochmal auf dieses interview zurückkommen (obwohl mir das gefühlsmäsig schwer fällt....mir tut der Junge so unsagbar leid)
Meiner Meinung ist der Hauptgrund leider wirklich darin zu sehen, das die Uroma den Hund körperlich nicht handhaben konnte.
sie hätte zumindest versuchen können zb. den Hund in der Schüttelsituation zu pitschen oder andersartig für den Hund überraschend einzugreifen...und dann den Hund packen sollen (ich weiß natürlich nicht ob er ein Halsband anhatte)Die ganze Situation kam mir etwas unbeholfen vor...
Ich hab immer noch im Kopf wie sie sagte, der Junge sagte Aua, Aua...und sagte irgendwann nichts mehr...ich könnt grad wieder weinen
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Du vielleicht nicht, Sina
. Andere lernen es ein Leben lang nicht... :/LG Falbala
Es ist doch schon so wie es gesagt wurde...Einige halten sich daran...Andere nicht...wie beim Autoführerschein.
Es wird sie immer geben die Leutchen, die ohne Rücksicht auf Verlust fahren.
Aber es gäbe bestimmt einige mehr Unfälle und Menschen die wegen Rücksichtslosigkeit im Strassenverkehr ihr Leben lassen müssen, wenn es NICHT den vorgeschrieben Unterricht zum Autoführerschein gäbe....also wenn der zukünftige Autofahrer das Erlernen des praktischen Autofahrens bei Mami und Papi "absolviert" und dann nur noch den theoretischen Prüfungsbogen ausfüllt und besteht...dann sähe die Zukunft auf unseren Strassen aber noch düsterer aus.
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Zitat
Das stimmt schon.Ich denke es würde aber trotzdem einiges bringen, weil zumindest diese spontanen Anschaffungen gemindert werden würden.
Die Leute müssten dann wenigstens ein paar Gedanken verschwenden und könnten sich nicht einfach von heute auf morgen irgendwo einen Hund holen.
Ein wichtiger Punkt
