Beiträge von Woelfchen

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    Ich frag mich immer, wenn Krebsrisiko und alle sonstigen gesundheitlichen Risiken so sehr ins Auge fallen: Warum machen wir das bei uns nicht auch so?

    Mein ich gar nicht sarkastisch oder irgendwie fies, aber ich hab schon öfter darüber nachgedacht. Der Hündin entfenrt man aus Angst vor Krankheiten Gebärmutter & Co., aber man selbst behält doch i. d. R. alles. Auch weit über das Alter der Familienplanung hinaus. Warum eigentlich dieser Unterschied? Mag sein dass ich grad naiv bin in der Hinsicht, aber dennoch. (bin keine explizite Kastrationsgegner- oder befürworterin).


    Weil ein Mensch nie auf die Idee kommen würde, sich wegen eines geringen Risikos von irgendetwas einer OP mit sehr vielen Nebenwirkungen und Risikien zu unterziehen. Eine Bekannte von mir musste wegen Krankheit "kastriert" werden, die ganzen Nebenwirkungen sind heftig und sie muss ihr Leben lang Medikamente nehmen. Wir müssen dabei ja nicht mal von so etwas gravierendem wie der Gebärmutter reden, aber zum Beispiel einen Blinddarm braucht echt keiner und das Risiko daran zu sterben ist schätzungsweise im Vergleich zum Gebärmutterkrebs deutlich höher. Lässt sich trotzdem keiner vorsorglich entfernen...

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    "Paragraf 6 des Tierschutzgesetzes lässt Geschlechtsorgan-Amputationen zu, wenn die Unfruchtbarmachung erforderlich ist, um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern." Da die wenigsten Hunde in Deutschland Streuner sind, tritt dieser Fall selten sein, denn "Hundehalter haben die Möglichkeit, den Rüden oder die Hündin durch vorübergehendes Einsperren, Anleinen oder ständiges Beaufsichtigen zu kontrollieren", so Schäfer. "Erforderlichkeit im Sinne des Gesetzes wäre nur gegeben, wenn etwa eine Erkrankung vorliegt und diese nur durch Kastration geheilt werden kann."

    http://www.dogs-magazin.de/wissen/das-sexualverhalten-des-hundes-68871.html?fb_action_ids=10201462997629463&fb_action_types=og.comments&fb_source=other_multiline&action_object_map=[10150386120663774]&action_type_map=[%22og.comments%22]&action_ref_map=[]


    Ja es ist eindeutig, eindeutig verboten. ;)

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    Die Entscheidung, ob die Kastration mit der Fortpflanzungskontrolle im Einzelfall vernünftig begründet werden kann, muss letztendlich der Tierarzt fällen.

    Und daran scheitert es dann, wenn der Tierarzt nicht kastriert verdient er auch nichts, das ist für eine neutrale Beurteilung natürlich nicht so ganz hilfreich.

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    Erst einmal ist es jedem selbst überlassen, ob man es macht oder ob nicht. Aber ich finde es wirklich nicht gut, das Hundebesitzer durch gewisse User so enorm verunsichert werden. So ging es nämlich mir.

    Ich finde es grausam, dass das "jeder selbst entscheiden darf". Und wer berechtigte Kritik mit Verunsicherung verwechselt sollte eventuell mal darüber nachdenken, ob er nicht zu Recht an seiner bisherigen Meinung zweifelt.

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    Im Grunde genommen hat für mich gegen eine Frühkastration nur gesprochen: Eventuell doch eine Inkontinenz und das es ein operativer Eingriff ist.

    Dann hast du dich offensichtlich nicht besonders gut informiert.

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    Allerdings finde ich es eher verantwortungsbewusster, sein Tier kastrieren zu lassen: Die Tierheime sind voll!

    Man muss nicht gleich das ganze Schiff versenken, um die Ratten los zu werden. Es gibt auch andere Möglichkeiten außer einer Organentfernung, um keinen Nachwuchs zu produzieren.

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    Was mich auch stört, ist die Aussage, das eine Frühkastration das Wesen eines Hundes ungemein beeinflusst und er/sie nicht erwachsen werden würde.
    Mit Verlaub, aber das halte ich für eine Theorie.

    Aber das mit dem Krebsrisiko nimmst du ohne zu Hinterfragen als Tatsache an? Glaubst du nur das, was dir gerade gelegen kommt? :???:

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    Ein Hund weiß allerdings nicht, das ihm jetzt die Gebärmutter entfernt wird.

    Und hat es deswegen keinen Einfluss auf den Hund? Die Hormone beeinflussen nicht nur den Sexualtrieb sondern auch viele weiteren Vorgänge im Gehirn, auch Emotionen und Gefühlslagen. Es ist egal ob der Hund weiss was ihm fehlt oder nicht, diese fehlenden Hormone haben trotzdem Einfluss auf ihn.

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    Ich persönlich begrüße jedenfalls die Einstellung, sein Tier kastrieren zu lassen. Wenn nämlich jeder Mensch so denken würde wie gewisse User hier, die Kastrationen ohne medizinischem zwingenden Grund verteufeln, dann hätten wir hier wahrscheinlich tausende Straßenhunde und Tötungsheime wie in anderen Ländern.

    Wir sind ein reiches Land und Hunde Haustiere haben bei uns einen hohen Stellenwert. Straßenhunde sind bei uns nicht selten weil jeder sein Tier operieren lässt, sondern weil in den allermeisten Fällen verantwortungsvoll mit den Tieren umgegangen wird und nur wenige intakte Tiere ausgesetzt (und nicht wieder eingefangen) werden, so dass sich erst gar keine Straßenhundepopulation bilden kann.


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    Ich wollte nur mal etwas positives zum Thema Kastration sagen.

    Aus deinem Post kann ich leider nichts positives zur Kastration lesen, jedenfalls nicht für den Hund, nur für den bequemen Halter. Aber solange die Tierärzte sich nicht ans Tierschutzgesetz halten, kann man gegen soetwas leider nichts machen, wo kein Kläger da kein Richter.

    Ich denke dass viele Hunde eine Abneigung gegen "behinderte" Hunde haben. Das mag aus menschlicher Sicht grausam sein, aber in der Natur ist das nur vollkommen logisch... zudem ist natürlich die Kommunikation bei solchen Tieren eingeschränkt. Die gute Frau sollte das nicht persönlich nehmen. :???: Wenn man damit nicht klar kommt, dann darf man keinen gehandycapten Hund halten... wie du die Frau nun trösten könntest weiss ich nicht, ich finde bei sowas darf man nicht zu emotional werden, es sind schließlich Tiere und die reagieren halt oft anders, als man es sich als Mensch mit seinen ganzen Moralvorstellungen wünschen würde.

    Kommt immer darauf an. Ich habe zwei Extrembeispiele. Meine erste Hündin (damals 9 Monate) war sehr einfach von Anfang an - gut sozialisiert, ganz gut erzogen usw. Mit ihr hatte ich definitiv weniger Probleme oder Schwierigkeiten, als ich sie mit einem Welpen gehabt hätte. Mit meinem zweiten Hund ist es anders, der wurde leider bis zum 10. Monat als ich ihn bekam ordentlich versaut, das werde ich nie ganz wieder aufholen können, was bei ihm versäumt oder falsch gemacht wurde.... ich weiss das wurde hier einige Beiträge drüber schon belächelt und natürlich kann man vieles machen, aber nen Hund der z.B. ordentlich verprügelt wurde wird man nie zum Freund von Menschen machen, die ihn einfach so von oben antatschten.