Beiträge von Woelfchen

    Ich halte nichts von Disounterfutter. Nicht weil es keinen Markennamen hat, sondern weil die Zusammensetzung sehr bedenklich ist. Es wundert mich nicht dass so ein Sack da nur 8,99 kostet, ist ja auch fast nur Müll drin.

    Discounter-Futter zum Beispiel

    Zitat

    Getreide, Fleisch, und tierische Nebenerzeugnisse (davon mind. 20% vom Geflügel), Öle und Fette, pflanzliche Nebenerzeugnisse (o,4% Inulin), Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Hefen, Gemüse, Mineralstoffe.

    Getreide an erster Stelle? Also ist der Hauptbestandteil des Futters etwas, das im Hundemagen nichts verloren hat, oder hat man schon Wölfe auf dem Feld Getreide fressen sehen? Der unbestimmte Anteil Fleisch, der theoretisch auch bloß 2% oder so betragen kann, ist widerum gemischt mit tierischen Nebenerzeugnissen, das kann zum Beispiel Horn, Hufe, Haare, Kot, Krallen usw. sein. Was für Fleisch drin ist wird nicht gesagt, nur dass 20% von dem Müll vom Geflügel kommen. Welche Öle und Fette sind drin? Wird nicht gesagt, das kann alles sein. Fischnebenerzeugnisse, da wären wir dann wieder bei Greten, Haut usw. Hefen haben soweit mir bekannt auch nix im Hund verloren, oder wächst in nem Reh auch Hefe? Gemüse ist vermutlich kaum was drin, außerdem steht nicht drauf, welches Gemüse. Und auch nicht welche Mineralstoffe.

    Wenn man nun bedenkt was da drin ist (und das meiste bleibt ohnehin Spekulation) sind die 8,99 oder was das kostet noch viel zu teuer.

    Hier die Zusammensetzung eines etwas höherpreisigeren Futters:

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    Rindertrockenfleisch gemahlen (28%), Vollkornreis gemahlen (26%), Forelle getrocknet und gemahlen (6%), Rapsöl kaltgepresst (5%), Seealgen getrocknet, Alfalfa getrocknet, Rübenmark, Reiskeime, Gewürzkräuter getrocknet (3,5%), Birnen getrocknet (2%), Äpfel getrocknet (2%), Eigelb getrocknet, Kümmel, Leinöl (1,5%), Johannisbrot getrocknet und gemahlen, Tonerde, Kieselgur, Yucca Schidigera getrocknet und gemahlen, Heidelbeeren getrocknet (0,3%).

    Hier ist als erstes mal Fleisch aufgelistet, was zwar "nur" 28% ausmacht, es ist aber Trockenfleisch, es fehlen also die ca. 70% Wasser, die man bei einer Deklarierung als "Fleisch" mit reinmogeln könnte. Somit ist das schon ein ziemlich hoher Prozentsatz. Der Rest ist genau aufgeschlüsselt, nirgends sind Abfälle drin ("Nebenerzeugnisse").

    Wenn mir da noch jemand erzählen will Aldifutter sei gut, dann hat er sich einfach nicht richtig informiert oder ihm ist herzlich egal, was sein Hund vorgesetzt bekommt.

    Mein Hund hat auch einige dieser Störungen, er wuchs auf einem Bauernhof im Zwinger auf, wurde (ziemlich sicher) viel zu früh von der Mutter getrennt und danach kannte er bloß die Wohnung und die angrenzende Wiese (extrem ländlich). Er zeigt nicht alle genannten Verhaltensweisen aber er wuchs ja auch nicht ganz isoliert auf.

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    Diese Schäden können sich durch Ängste und Phobien, gestörte Erregungskontrolle, eine hohe Neigung zu stereotypen Verhaltensweisen, "Hyperaktivität", "sich verfolgt fühlen", einer erhöhten Neigung zu aggressivem Verhalten und "Hypersexualität" zeigen.

    Fett geschriebenes Verhalten zeigt unser Hund. Er hat eine extrem schlechte Impulskontrolle und außerdem keine Frustrationstoleranz gepaart mit ruckwärtsgerichteter Aggression und dazu kommt noch ein gehöriger Beutetrieb und Kontrollverhalten.

    Wir haben jetzt eine Hundetrainerin die zu uns nach Hause kommt, denn sicher sind bei unserem Hund diese leichten Deprivationsstörungen das eine, das andere aber auch unser (falscher) Umgang damit und eben seine anderen Veranlagungen, die vermutlich daher rühren dass er aus einer Art "Arbeitslinie" stammt, wenn man bei einem Bauernhofhund von sowas reden kann.

    Wie schon mehrfach erwähnt, eine Hecke bringt rein garnichts, egal wie dicht oder hoch. Falls du die gepflanzt hast um den Hund abzuhalten da drüber zu gehen war das rausgeschmissenes Geld. Investiere lieber in den Zaun. Nicht nur erhöhen, auch unten durchgrabsicher machen. Geht z.B. einfach mit Drahtgeflecht (am Zaun befestigen und ca. 30cm auf den Boden hineinragen lassen und mit Heringen befestigen).

    Die Anschaffungskosten sind beim Hund der geringste Kostenfaktor... eine Krankenversicherung die ALLES abdeckt kann man kaum bezahlen, und eine OP Versicherung zum Beispiel zahlt eben nur OPs, nicht aber so nette Geschichten wie

    - Was gefressen, Magen auspumpen, 120€
    - Sabbert in der Nacht zum Sonntag, Verdacht auf Vergiftung, Tierklinik, eine Nacht am Tropf, 200€
    - Schnitt in der Pfote, muss geklebt und verbunden werden, natürlich beim Sonntagsausflug = Notdienst, 80€
    - Milbenbefall, Diagnose (Geschabsel), Medikamente + Nachsorge, 80€

    die Liste kann man schier unendlich weiter führen... und da sind jetzt (im Falle du keine OP Versicherung abschließen würdest) noch keine Sachen drin wie z.B. OP am Ellbogen wegen Knochensplitter, 900€.
    Oder auch mal nen Hundetrainer, 300€ für 5 Einzelstunden.

    Ja, alles selbst erlebt, und das sind nur ein paar Beispiele.

    Also Anschaffung und Steuer sind wirklich die kleinsten Faktoren.

    Der ist zu wirklich etwas kurz, aber auch die 6 wird nicht passen, die ist dann viel zu groß. Du brauchst einen mit einer anderen Form. Der Platz zum Hecheln reicht allerdings. Meine Hundetrainerin hat mir erst vom 6er zum 5er geraten, ich hatte den 6er wegen dem Mehrplatz zum Hecheln, aber es reicht auch wenn der Fang nur etwas aufgeht (Zunge kann ja im Baskerville rausgucken). Ansonsten besteht die Gefahr dass der Maulkorb abgestreift werden kann, weil unter dem Fang noch so viel Platz ist.

    Jasminum hat gefragt, wieso bei einer Hündon wegen einem geringen Krebsrisiko die Gebärmutter entfernt wird, und warum wir das bei uns nicht machen. Das hast du ja schon erklärt. Ich frage mich aber - es gibt doch Körperteile, bei denen eine vorsorgliche Entfernung beim Menschen noch deutlich sinnvoller wäre als die Entfernung der Gebärmutter beim Hund, es wird aber trotzdem nie gemacht. Dabei nahm ich die Brust und den Blinddarm als Beispiel.
    Ich denke nämlich nicht, dass es ausschließlich medizinische Kosten- Nutzenabwägungen sind, weswegen wir Menschen nicht vorsorglich an uns herumschnippeln lassen, sondern dass wir bei uns selbst niemals einen warscheinlich unnötigen Eingriff vornehmen lassen würden, dann geht es ja plötzlich ans eigene Leder und das will dann keiner, aber dem Hund muten wir es ohne größere Bedenken zu.

    Mit dem neuen Gesetz kenne ich mich nicht so gut aus, aber da hat der Vermieter auf jeden Fall den besseren Standpunkt (einen Grund hat er ja auch schon genannt, ich finde zwar nicht dass die Wohnung zu klein ist, aber das kann man auch anders sehen)... am Ende wird dir warscheinlich nichts anderes übrig bleiben als umzuziehen, wenn du den Hund halten willst.