Beiträge von Brazzi

    Ist doch super! :smile:
    Wo ist denn das Problem ihn dort zu lassen, wenn er da liegt, und ihn erst hochzunehmen/zu rufen, wenn er eh schon aufgestanden ist, oder ihn im Notfall mit was leckerem rauszu locken? Das dürfte doch eigentlich keine Umstände machen...
    Und wenn er dann gelernt hat, dass es wirklich sein Ruheort ist, wo er unbehelligt liegen kann und entspannt ist, könnt ihr dran arbeiten, ihn daran zu gewöhnen, dass dort auch (ab und an!) Kontakt mit euch (bzw. deinem Freund) möglich sein kann und dieser nichts negatives ist.

    Wenn es dem Welpen wichtig ist, dort in Ruhe gelassen zu werden, sollte man ihm dieses Recht auch lassen. Ein Hund ist eben keine lebendes Plüschtier, mit das man nach Belieben mit sich rumtragen kann, sondern ein Lebewesen mit Bedürfnissen, die sehr individuell ausfallen können. Und wenn Ruhe zu denen eures Hunde zählt, dann ist das eben so, und gehört genauso beachtet, wie das Bedürfniss zu fressen, zu piseln oder zu schlafen.
    Natürlich ist es generell sinnvoll, einem Hund bei zu bringen aus seinem Korb zu kommen, aber grade so ein unsicher (zumindest klingt es danach) Hund wie eurer, muss einen wirklich sicheren Rückzugsort haben, um sich Stress zur Not entziehen zu können.
    Das Vertauen zu euch könnt ihr während des Spiels, des Kuschelns oder gemeinsamer Übungen festigen. Dazu müsst ihr ihn nicht stören, wenn er Ruhe braucht. Wenn das Vertrauen grundsätzlich da ist - aber erst dann! könnt ihr daran arbeiten, ihn auch aus der Sicherheit seines Rückzugsort zu rufen oder gar aktiv daraus zu entfernen.
    Wenn es bis dahin sein muss, dann eben mit Leckerlie locken.

    Zitat

    wenn ich sie hochnehme dann knurrt sie kein stück (von anfang an kein problem gewesen). wenn wir unterwegs sind und wir sitzen zb in einer haltestelle, dann will sie auf den arm. auf arbeit, will sie auf den arm, zu hause will sie bei mir auf den arm...


    Dann ist es vielleicht die Art, wie dein Freund sie hochnimmt. Oder, dass er sie schon mehrfach "unbegründet" gestört hat. Auslöser für so ein Verhalten zu finden ist nicht ganz einfach, und als Ferndiagnose unmöglich.
    Sicher bin ich mir nur, dass es nichts mit "Rangfolge" oder "Dominanz" zu tun hat. Zumdindest nicht maßgeblich. Sondern dass das Verhalten durch einen fehlerhaften oder unbeholfenen Umgang mit dem Welpen ausgelöst wird, und dieser eben nur seine Bedürfnisse (und sei das eben Ruhe) im Rahmen seiner Möglichkeiten klar zu machen versucht...

    Klingt für mich ein wenig, als müsstet ihr beide noch recht viel übe Hunde lernen, aber, entschuldige, wenn ich das so unverblümt sage: dein Freund scheint intuitiv ein recht gutes Gefühl für das Tierchen zu haben, und ist mit seiner Aussage "die knurrt, weil sie nicht raus möchte " meines Erachtens gar nicht soooo auf dem Holzweg.
    Ich vermute (grade vor dem Hintergrund, dass ihr sie so extrem früh bekommen habt) sie hat vor allem Angst (vor dem Hoch nehmen, dem Übersie beugen, der Situation, was auch immer), und knurrt deshalb.
    Mit "Rangordnung" hat das in diesem zarten Alter so rein gar nichts zu tun.
    Ich persönlich halte auch überhaupt nichts davon, den Hund für ein Knurren zu bestrafen (und von der Unterwerfung eines Welpen schon gar nichts).
    Er lernt dadurch nur eins: Drohen ist verboten. Die für einen Hund logische Konsequnez draus ist: Ich schnappe eben gleich zu. Und schon hat man man wirklich ein Problem... :/

    Wenn der Hund, wie ich vermute, tatsächlich aus Unsicherheit knurrt, wäre s viel mehr an euch ihm Sicherheit zu geben, die Angst vor bestimmten Handlungen zu nehmen und diese positiv zu belegen.
    Wichig wär vo allem, heraus zu finden, weswegen und ab wann in einem Handlungsablauf sich der Welpe unsicher zeigt. Das Hochheben (warum ist das überhaupt nötig?) mögen viele Hunde z.B. nicht gerne. Vor allem nicht, wenn es "fahrstuhlartig" mit einem Ruck abläuft. Da sie aber schnell lernen, wie wir uns im Vorfeld der unangenhmen Handlung benehmen/annähern, reagieren sie oft schon früher. Dem Knurren z.B. gehen sicher subtilere Singnale voraus, wie Blick abwenden, ducken, Ohren anlegen, ausweichen, eventuell schmatzen.

    Ich kann euch nur ans Herz legen, euch ein wenig mit aktueller Literatur über Hundeerziehung, Hundeverhalten und den Umgang mit Welpen zu befassen...

    :lol:

    Das macht Skadi ab und an auch... bei ihr ist es definitiv der Versuch sich auf meinen Fuß zu setzten. Quasi so, wie wir uns mit dem Po auf einen Stul setzten. Sie macht das z.B. auch auf Treppenstufen oder z.B. Bänken. Da setzt sie sich nicht auf die Sitzfläche, sondern plaziert ihren Po auf der Rückenlehne, während die Vorderpfoten ganz normal auf der Sitzfläche stehen...
    ....hier im Video sieht man kurz einen Ansatz dazu:

    [youtube]

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    [/youtube]

    Ich persönlich mag die hier schon so oft genannten "Allerweltsnamen" Luna, Emma, Kira, Meilo (wie auch immer geschrieben), Sam, Lucky etc. für meinen Hund auch nicht haben... aber grundsätzlich vom Klang oder der Bedeutung her gefallen mir die meisten davon schon, oder zumindest nerven sie mich nicht :ka:
    Was mir komischerweise wirklich auf den Keks geht sind Namen mit so einer Art Verniedlichungs-i/y hinten: Sammy, Blacky, Benny, Jacky - auch Amy und Lilly sind da in meinen Augen schon grenzwertig....
    Es gibt da Außnahmen, aber es sind, in meinen Augen, eben nur ganz wenige Hunde, zu denen sowas wirklich passt.
    Außerdem gibt es nichts schlimmeres, wenn jemand neben dir steht und mit zweihundertsiebenunddrölfzig Dezibel "Sammyyyyyyyy!!" brüllt - oder besser gesagt im Hochfrequenzbereich quitscht :flucht:
    Ok, mein Hund hat auch ein "i" hinten, aber das dient eben nicht dazu den Ursprungsnamen zu verniedlichen, sondern gehört da eben "von natur aus" hin.
    Wobei es in der Tat noch Leute gibt, die auch einen auf i endenden Namen noch verniedlichen müssen: So wurde Skadi zeitweilig von einer Bekannten konsequent "Skadiliiiii!!" gerufen.... :ugly:

    Skadi hat Stress wenn es böllert - allerdings nicht die Art von Stress, die andere Hunde oft haben.
    Sie würde nämlich gerne raus, und den "Streit" da draußen schlichten.
    Zumindest interpretier ich das so.
    Sie wird unruhig, läuft in imponierender Körperhaltung (Körper steif, Rute und Kopf erhoben) durch den Raum und versucht einen möglichst guten Fensterplatz zu ergattern, um das Treiben ja im Blick zu haben. Ab und an gibt sie missmutige Töne von sich und rennt zur Tür, in der Hoffnung, dass sie jemand für sie öffnet.
    Letztens, bei einem kleineren Feuerwerk hier in der Nähe, habe ich mir mal den Spaß gemacht, und bin mit ihr auf die Straße.... ich hatte Mühe sie davon abzuhalten in Richtung des Lärms abzuziehen... :roll:
    Gezwungen bei mir zu bleiben hat sie sich dann neben mich gesetzt und angespannt und aufmerksam in Richtung Feuerwerk geschaut.
    Genau dieses Verhalten zeigt sie z.B. auch, wenn sich im Garten Vögel oder Katzen zanken. Die können da die ganze Zeit schon lustig gesessen und rumgezwitschert haben (die Vögel natürlich, nicht die Katzen :lol: ) - Skadi interessiert das nicht die Bohne. Aber sobald der Ton agressiv wird, ist's bei mit der Ruhe vorbei: Hin und die Streithähne mit empörtem Bellen trennen.... völlig bescheuert.... :lol:
    Interessant ist, dass sie dieses Verhalten auch erst seit einiger Zeit zeigt. Ich schätze, dass das was mit "erwachsen sein" zu tun hat. Vielleicht auch mit der Kastra. Letztes Silvester war es bezüglich der Böller nämlich das erste mal so. Die zwei male davor hat sie Silvester verpennt.

    Zitat

    Dass so wenig als möglich vom Menschen beeinflusst, soll heißen, nach der Geburt nicht dem üblichen Prozedere durch den Züchter z. B. aus dem Nest nehmen zum Wiegen usw.
    Denn dadurch würde die (vererbte Rudelstellung) Liegepositionen der Welpen, so sehr durcheinandergebracht, dass es ihnen schwerfällt (zu großer Kraft aufwandte usw.), in die richtigen Liegepositionen zurückzugelangen.

    Also was jetzt?
    Wird die Rudelstellung verebert, oder durch den Menschen (Züchter) beeinflusst?
    Die These, das ein Hund in der Ausübung seiner ererbten Stellung im Alltag vom Menschen durch dessen Beeinflussung behindert wird, leuchtet mir ja irgendwie noch ein.
    Aber ein Züchter hindert die Welpen daran, ihr Stellung zu bekommen, weil er ihren Liegeplatz verändert?
    Ein Hütehund mit vererbten guten Hüteeigenschaften hat sie ja auch dann noch, wenn er vom Züchter eventuell 2 mal mehr hochgenommen wird...daher ja auch "vererbt" und nicht "erworben".
    Was soll es bezüglich der Rudelstellung denn nun sei? Ist sie tatsächlich angeboren (wird also vererbt) dürfte sich ein Verändern der Liegeposition des Welpen eigentlich keinen Einfluss drauf nehmen - zumindest nicht in relevanter Größenaordnung...