Beiträge von Lucanouk

    wir haben die leinenführigkeitsübung so gemacht:

    die leine auf den engsten ring schnallen, dann in ruhigem tempo loslaufen, der hund wird nicht angesehen. wir der hund unaufmerksam (schnuppern etc.) gehe ich ein wenig rückwärts oder seitswärts auf ihn zu, damit sich die leine lockert, denn folgt eine körpersprachliche einladung (schulter öffnen, knie leicht beugen, arm lang) und wenn mein hund mir nicht folgt, gibt es einen kleinen, kurzen ruck. es gibt kein "hey" in diesem moment, sondern nur im falle eines falles die bewegung weg vom objekt der begierde.

    macht ihr das genauso? sollst du dich anderen hunden so nähern? also abdrehen, wenn sie dich nicht mehr beachtet?

    staffy, kurz OT: wie war es dort????? mich würde es brennend interessieren, wie ihr dort gearbeitet habt???? vielleicht auch in einer mail??? muss ja nicht heute sein.

    reimel, ich weiß du hast mich zwar nicht gefragt, aber: ersatzkonflikte sind konflikte, in denen der hund lernen muss mit frust, welche durch deine begrenzung entstanden ist umzugehen und sich in diesen situationen an dir zu orientieren. das, was du bei hundebegegnungen ja auch haben willst.
    bei ersatzkonflikten wird darauf geachtet, dass die hunde zwar einen konflikt mit dir erleben, aber eben keinen, bei dem sie unansprechbar hochfahren.

    ersatzkonflikte könnten sein: du begegnest einem menschen, den luna sehr gerne hat, bringst sie in die leinenführigkeit und gehst leinenführig auf diesen menschen zu. orientiert sie sich nach vorne, drehst du ab. aufgelöst wird, wenn sie sich an dir orientiert. das ganze kannman dann steigern, indem der mensch sie mit futter oder spielzeug lockt oder ruft. wenn das gut klappt, wagt man sich an andere konflikte. ein guter ersatzkonflikt ist auch: du triffst dich mit einem hund, den luna sehr mag und gehst leinenführig auf ihn zu. das ziel ist es leinenführig also an dir orientiert vor dem objekt der begierde oder der feindschaft stehen zu bleiben, ohne sie mit worten korriegieren zu müssen. wenn das klappt geht es mit der arbeit am wirklichen problem los. fährt dein hudn zu hoch: reiz runterdrehen. gib ihr zeit. bei dieser übrung ist es wichtig, sehr langsam zu gehen, damit sie zeit hat sich zu entscheiden, dir zu folgen.

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    Daher finde ich die Handfütterung vor allem für Hunde nützlich, die ihren Besitzer ziemlich langweilig finden. Klar, gibt es andere Methoden um [/b]sich für seinen Hund interessant zu machen, aber in meinen Augen ist die Handfütterung gar nicht so schlecht als erster Schritt zum Aufmerksamkeitsheischen beim Hund.

    warum solltest du dich für deinen hund interessant machen? hast du schon einmal beobachtet, dass führende souveräne hunde sich für ihre rudelmitglieder interessant machen?

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    Zwar bin ich für Balou draußen nicht Luft, er achtet sogar sehr gut auf mich, aber was die Ausführung von Kommandos angeht, das ist wieder eine andere Sache. Auf der einen Seite muss ich einfach noch daran arbeiten ihm klar zu machen, dass es eine absolute Notwendigkeit ist zu tun was ich sage...

    meinst du, dass er lernt, dass es eine absolute notwendigkeit ist auf dich zu hören, wenn du ihm dafür eine belohnung gibst? wie hast du den abruf aufgebaut? weiß balou, was du von ihm willst?
    wenn ja, warum musst du ihn für den abruf belohnen?

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    ich muss mich noch mehr anstrengen ihm zu zeigen, dass ich Situationen im Griff habe und für ihn da bin um ihm auch so einen Grund zu geben auf mich zu hören.

    der grund auf dich zu hören sollte meiner meinung nach nicht die bespaßung sein. kein souveräner rudelführer bespaßt seine mitlglieder für gutes benehmen. er setzt es voraus, ansonsten zeigt er grenzen auf.

    ich verstehe dich udn deine strategien total gut: du hats einen unaufmerksamen hund, der sich eigene wege sucht, sobald du nicht um siene aufmerksamkeit buhlst.
    habe mich ähnlich verhalten wie du: bin ich mit meinen hunden raus gegangen, gab es dummytraining, relativ viel aktion, das ganze futter wurde erarbeitet. das hat meinen hunden nicht gezeigt, dass ich dieses rudel leite und beschütze. im gegenteil: sie haben dadurch gelernt, dass ich nach ihnen schaue, ihnen viele aufgaben gebe, anstatt einfach zu gehen. und wenn ich nach ihnen schaue, orientiere ich mich an ihnen, nicht andersum.

    schau dir mal die dvd von anita balser an "hundehalterschulung 2". diiese dvd ist wirklich klasse, ich hab eeine menge über mein eigenes verhalten gelernt.

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    Leinenführigkeit ist klasse, bis auf die Situationen wo sie ausflippt. Sie unterscheidet kurze und lange Leine.

    wie habt ihr die leinenführigkeit erarbeitet? habt ihr die gleiche übung gemacht wie wir? also quasi bei der kleinsten unaufmerksamkeit die richtung wechseln etc. habt ihr ersatzkonflikte an der leine geschaffen? z.b. freundin, die ein spielzeug in der hand hält und luna damit lockt, du drehst ab, immer wieder, bis sie dir folgt.
    oder eine hundebegegnung mit einem bekannten gemochten hund in der leinenführigkeit (kurze leine)?
    oder habt ihr ohne ersatzkonflikte trainiert?

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    Meine Konzentration geht auf Luna. Sie wird meistens kurz genommen, bevor sie den Reiz überhaupt wahrnimmt.
    Oft ist es ja noch super weit entfernt.

    wie forderst du von luna sich auf dich zu konzentrieren? wie ermahnst du luna in dieser situation sich zu benehmen?
    wohin geht dein blick, wenn ihr andere hunde trefft? wohin geht dein blick beim ermahnen? was machst du dabei mit deinem körper? sprichst du mit ihr? bekommt sie befehle von dir?

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    Die Kralle kommt wohl bei den Trainern von Canis immer zum Einsatz. So habe ich es auf jedenfall von mehreren Leuten gehört, die dort trainieren. Sie dient wohl dazu nochmals die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen.

    kralle=stachler?

    warum geht es nicht ohne kralle? ich denke, wenn man die reizlage nur sehr langsam steigern würde, wäre das auf jeden fall möglich. arbeitet ihr vielleicht in viel zu hohen reizlagen?
    wie reagiert sie auf die kralle?

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    Ich hatte um Erfahrungen und Hilfe gebeten und ausdrücklich nicht um diese unfachliche Diskussion. Ich bitte einen der Admins, meinen Account wieder zu löschen. Ein sachlicher Erfahrunsaustausch über eine sinnvolle Anwendung scheint mir hier nicht möglich.

    bisher war alles sehr sachlich und fachlich.

    naja, da wir gerade einen anderen weg gehen würde ich es nicht so machen wie du. ich habe vorher auch an der leinenaggression mit leckerlies gearbeitet, absitzen lassen und "schau" usw. aber letztendlich hat sich nur das symptom gebessert, meine hunde saßen spannungsgeladen vor mir und wollten sich ihre belohnung abholen. denn auch leinenaggressionen sind eigentlich führungs- und bindungsprobleme, also soziale probleme. und wenn ich einen hund zum sozialen lernen aktivieren will komme ich mit leckerlies nicht allzuweit (ist bei menschen je genauso). da braucht es eigentlich eine gute führung.

    leckerlies haben meinen hunden nicht suggeriert, dass ich von ihnen erwarte, dass sie auf einen rückruf kommen, dass ihre orientierung an mir überlebenswichtig ist und ich alle wichtigen entscheidungen treffe, also das ich der teamchef bin.
    leckerlies haben meinen hunden gezeigt, dass sie für nettes verhalten von mir belohnt werden, dass sie sich auf das leckerlie und nicht auf den hund konzentrieren sollen. ich habe ihnen aktion statt grenzen geboten. und um mir als führungspersönlichkeit zu vertrauen brauchen sie vor allen dingen grenzen.

    und deshalb ich mir ne trainerin zu rate gezogen, die eben nicht mit leckerlies, sondern mit einer konsequenten führung und orientierung arbeitet.

    unsere methode ist schwer in worte zu fassen, kannst ja mal im anderen thread nachlesen: https://www.dogforum.de/ftopic104995.html

    ich seh grad, du wohnst in friedrichshain - ich glaub, da würde ich persönlich die krise bekommen, da dir ja alle zwei minuten ein hund in die leine rennt.

    vielleicht können wir mal in der wuhlheide spazieren gehen?