Beiträge von Lucanouk

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    1. Die Hunde bekommen nur noch Aufmerksamkeit wenn sie von uns ausgeht, also wir rufen sie, wenn sie kommen werden sie gestreichelt etc. wenn sie nicht kommen,haben sie Pech.

    finde ich auch nicht so gut...wenn sie nicht kommen, haben sie pech....was heißt das??? bleibt dein kommando dann leer?

    was für regeln hast du noch von deinem trainer bekommen? also meine trainerin hat mir auch ein paar hausaufgaben gegeben, aber die wichtigste war: ruhe reinbringen, erst einmal hohe reize meiden, ersatzkonflikte schaffen, in denen man tabus setzen kann. wenn meine hunde in denen verstanden haben, was ein tabu ist, langsam steigern.

    ich bin einzeln gegangen, hab das dummytraining erst einmal schleifen lassen und hab mir stattdessen meinen freund und einen fußball mitgenommen. den haben er und ich uns beim laufen zugekickt, luca durfte nicht ran, weil wir miteinander gespielt haben. er hatte einfach nur das "große glück" mit uns mitlaufen zu dürfen :D
    sie wurden komplett aus dem focus genommen, es gab weder leckerlies noch spielzeug am anfang auf den spaziergängen, sie durften nur hinterherdackeln.

    ich habe mir hundeklamotten angezogen, die leinen umgemacht und den müll heruntergebracht...habe das futter mitten isn wohnzimmer gestellt und verfügt, dass keiner rangeht...auch als ich nicht mehr im raum war, wurde das eingehalten. ich habe essen auf dem boden stehen lassen, an das sie nicht rangehen durften.

    ich bekam noch anderen speziellere hausaufgaben und jetzt fang ich langsam wieder mit den hunden an, gemeinsames spiel und gemeinsame bewegung reinzubringen. aber nur peu a peu...

    was sollst du denn alles machen? das mit dem ignoren den ganzen tag nach dem fehlverhalten finde ich vollkommen unnötig...das verknüpfen deine hunde doch niemals.

    aber generell würde ich an deiner stelle mal darauf achten, welche aktionen von dir und welche von den hunden ausgehen. da zählen schon blicke...ich würde anfangen mehr aktion und möglich kaum reaktion reinzubringen. also hund ignorieren und später zu sich rufen.

    das mit dem stehenbleiben würde ich auf keinen fall machen. das bringt meiner meinung nach zu viel spannung in die situation. ich würde in bewegung bleiben. ich würde die hunde weder anschauen, noch ansprechen, sondern eher zügig passieren oder abdrehen.

    wenn dein trainer der meinung ist, dass es an deinen führungsqualis liegt...was hat er gesagt, wie du deine situation ändern sollst?
    ich würde an deiner stelle auf jeden fall erst einmal einzeln gehen und anfangen daran zu arbeiten ersatzkonflikte zu schaffen, ind enen deine hunde frust ertragen müssen. z.b. das futter hinstellen und ihnen zeigen, dass sie da nicht randürfen. eine halbe stunde stehen lassen - wegräumen. ohne belohnung, ohne kommando. sie dürfen sich frei im raum bewegen, aber kommen nicht ran.
    genau das gleiche mit befreundeten hunden: ihr verabredet euch und geht an der leine nebeneinander her, ohne, dass ein kontakt stattfindet. beim nächsten mal dürfen sie eben wieder spielen...die meisten leinenaggressiven hunde möchten auch gerne an der leine zu befreundeten hunden hinzerren, weil sie wiederum glauben, alles regeln zu müssen...

    leinenaggressionen hat etwas mit individualdistanz zu tun, allerdings auch mit unsicherheit. und unsicherheit entsteht eben auch dann, wenn die hunde dir die führung deines rudels nicht zutrauen....und insofern hat leinenaggression sogar mehr mit der führungsqualität des teamchefes zu tun, als man immer gerne glauben möchte.

    auch wenn solche aussagen gerne als veraltet gelten: ich denke schon, dass leinenaggression sehr viel damit zu tun hat, dass der respekt vor dem hundeführer nicht genug vorhanden ist. denn wenn mein hund mich respektiert und mir vertraut, kann er mir das feld überlassen. dann kann er in seiner usnicherheit darauf vertrauen, dass ich das für ihn löse.

    leinenaggressionen sind oft nur die spitze des eisberges bei einer unausgeglichenden mensch-hunde-beziehung.

    das mit dem schönfüttern hatte ich übrigens bei meinen beiden hunden versucht (mit einem sehr gut konditionierten "schau" etc.). hat teilweise ganz gut geklappt, löste aber nicht unser eigentliches problem, sondern doktorte an den symptomen herum.

    dankeschön, ihr beiden :)

    aaaalso, das letzte training ist ja jetzt ein bissel her. wir haben beim letzten mal eigentlich nur mit luca gearbeitet und es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass er mich sehr stark kontrollieren möchte. wusste ich vorher ja schon, aber das ausmaß seines verhaltens kann ich teilweise jetzt erst genau sehen, da ich ihn immer stärker begrenze.

    bleibe ich in seinem rahmen ist alles schick: er ist ein braver, supergut konditionierter hund, grundkommandos sitzen wunderbar und er hat einen sehr tollen "platzgehorsam", wenn man das so nennen darf. geschieht jedoch etwas aufregendes (anderer hund etc.), möchte er die situation in die hand nehmen (fixieren, knurren usw.). begrenze ich ihn in einer solchen situation, zeigt er sein wahres gesicht, er zeigt mir sehr klar, dass er sich nicht von mir ernsthaft begrenzen lassen will.

    mit begrenzen meine ich, so lange vehement udn auch lautstark rückwärts schicken, bis er minimal beschwichtigt und wirklich "rückwärts" denkt. also nicht nur vom objekt einfach wegschicken (wie ich es vorher gemacht habe), sondern wegschicken bis er weder mich, noch das objekt anstarrt, sondern seitlich wegschaut.

    und da er devotes verhalten leider nicht durch hunde u.ä. erlernt hat (hat er wie gesagt noch niemals gezeigt) könnt ihr euch ja vorstellen, was das für eine heidenarbeit ist :kaffee3:
    auch hier möchte ich wieder betonen: falls einer von euch einen hund hat, der dementsprechend gelagert ist:

    bitte macht nichts, aber auch gar nichts aus diesem thread nach.

    alles, was ich bei meiner trainerin lernen, lerne ich unter ihrer aufsicht, sie zeigt mir das richtige timing und ich denke, ich habe ein gutes gefühl für meinen hund und brenzlige situationen. als ich ihn das erste mal so begrenzt habe, aktzeptierte er das gar nicht und wollte unbedingt an mir vorbei auf den anderen hund los. deshalb versuchte er mir sogar ins bein zu kreifen. war nicht so lustig...

    ...nicht nur seine mangelnde sozialisation, sondern auch seine genetik kommt uns hier arg in die quere: er schießt eben von null auf hundert hoch...luca ist übrigens auch kein hund, den man mit einem anderen hund unbeschwert spielen kann. es ist immer ein gewisses risiko vorhanden, dass dieses spiel durch die entstandene aufregung kippt und sehr schnell zum beschädigungskampf wird.

    also gilt auch hier im training: im niedrigsten reiz trainieren, brenzlige situationen auf wenige trainingseinheiten beschränken, ansonsten ausweichen und langsam steigern. er braucht wesentlich mehr zeit als anouk, da wir die umweltreize nur sehr langsam steigern können.

    ja, viel mehr kann ich nicht schreiben.

    silvana, wie läuft es eigentlich bei dir??? würd mich freuen, wenn du auch mal was schreibst, es sollte ja ein austausch für alle inetressierten werden.
    suB, wie läuft es bei euch?
    reimel, macht ihr schon fortschritte?
    und an alle anderen, die nach ähnlichen methoden trainieren: erzählt mal was darüber ;)

    menno...ich schreib doch bald, hab zur zeit sehr viel mit den hunden, mit mir und meiner musik zu tun. im chat war ich nebenbei beim songwriting und so.

    CSI-Dogfroum ;)

    ich denk mal, ich schreib mal morgen alles auf...so viel sei gesagt: ich habe einige seiten an luca kennen gelernt, die nicht allzu lustig sind. allerdings machen wir gerade rasend fortschritte...mehr dazu wahrscheinlich morgen.