Beiträge von Lucanouk

    biggi, ein wirklich gutes beispiel..eine frage hinterher: wie gut orientiert sich rammar an dir im freilauf, wir gut hört er auf dich? und wie gut orientiert er sich an deinem wilden papa bzw. wie gut hört er auf ihn? wer schafft es, ihn in kritischen situationen zu führen? du oder dein papa? wem vertraut er so richtig?

    meine hunde freuen sich übrigens einen ast ab, wenn ich komme. jedesmal. aber ich mache immer mein ding und nehme ihre stimmung nicht an.

    na klar, gerade malis, denne es an umweltsicherheit fehlt, haben echte probleme, ohne jemals etwas schlimmes erlebt zu haben. kenn ich irgendwoher, so ein bube wohnt bei mir ;)

    ...allerdings sind staffs eher hunde mit realtiv hoher reizschwelle...und da muss man eben in alle richtungen denken. die sind zwar sehr temperamentvoll, haben im normalfall nicht so dünne nerven wie z.b. malis. im gegenteil, eigentlich halten die schon viel aus und sehen oft selbst im groben umgang immernoch überall rosarote blumen.
    und wenn ein staff aufgrund mangelnder umweltsicherheit auffällt, liegt für mich der verdacht nahe, dass da auch irgendwas passiert ist.

    aber klar, sehr oft wird von unsicherem bzw. änsgtlichem verhalten gesprochen, wenn dahinter sogar echtes schutzverhalten bzw. maßregelung steckt.

    und da muss man natürlich differenzieren. andererseits wird auch gerne mal schutzverhalten attestiert, wenn man wirklich klar und deutlich sieht, dass es hier um angst und pure verteidigung geht.

    impulskontrolle/frustrationstoleranzerweiterung machen wir auch. permanent, ständig. und radiuskontrolle, obwohl das auf bekannten strecken schon sehr gut läuft. beide laufen eigentlich schon viel offline, aber nur auf strecken, die ich einschätzen kann.

    dankeschön für eure guten tips...anouk ist übrigens kein reinrassiger windhund, wahrscheinlich ist sie ne mischung vieler rassen, griechischer straßenköter halt...sie sieht sehr stark nach windhund-bracken-irgendwat-mix aus, beides gibt es ja auch in hoher zahl in griechenland ;)

    und verhält sich auch genauso (sprinter windiartig, dazu aber das totale nasentier, eigenständig, spurtlaut jagend).

    aber der zugstarke hund ist eher luca, 30 kg schwer. 67 cm hoch und ne totale rennmaschine..und leider auch leicht ablenkbar (hunde, wild, böse dunkel gekleidete männer,...). wir arbeiten daran.

    ich fahr übrigens ein klapprad, weil das so schön niedrig ist....mal sehen, ob es für's ziehen dann auch sinn macht. müssten auf jeden fall andere bremsen her...die taugen eigentlich nix.

    ja hast recht...danke für deinen umfassenden bericht. ich hätte irgendwie eher gedacht, dass das andersum wär. naja, das mit dem stop geht an der leine, aber wie es in vollem lauf dann beim ziehen aussieht weiß ich natürlich noch nicht. an der leine bleibt anouk zwar stehen, aber zittert bzw. schreit sogar bei wildsichtung...aber einen riesenerfolg muss ich mal berichten: gestern haben wir im halb-dunkeln kaninchen hinter einem zaun gesichtet, die sofort geflüchtet sind. meine hunde waren offline und ich habe einmal sehr kräftig "ran" gebrüllt. und die sind wirklich umgedreht und aufgeregt und zitternd zu mir gekommen!!!!! und das, obwohl sie sogar schon losgerannt waren!!! der wahnsinn! das hat das erste mal im hetzen funktioniert!!!

    wie fährst du, maanu? mit'm bike? ich hätt da schiss, dass aufgrund einer unvorhergesehenen wildbegegnung von der seite das ganze kippt. oders chätze ich das falsch ein?

    ist ja auch mal interessant, erfahrungen anderer zu hören ;)

    also, wie ist das so mit'm fahrrad? ist das nicht teilweise schweinegefährlich?

    hab jetzt noch einmal die eingangsposts gelesen: ich finde aufgrund der beschreibung liest sich das eher so, als hätte er in irgendeiner form sehr negative refahrungen gemacht und geht deshalb nach vorn. also eher aus unsicherheit, so in richtung angstbeißer. oder eben auch ein erlerntes scharfmachen. könnte doch aus sein, oder? zur rasse passt es ja wirklich nicht.

    bisher hat es keiner gesagt, aber eins muss dir klar sein: hunde sind totale stimmungsbarometer. und ein sehr starkes begrüßungsritual, bei dem der hund fast abhebt und sogar quietscht ist nicht stressfrei. im gegenteil: der hundepuls geht teilweise über 200! wenn diese stressituationen sehr häufig vorkommen, kannst du dir vorstellen, wie sich das gesundheitlich auf den hund auswirkt.

    weiterhin wird, wie alle anderen schon geschrieben haben, die "frauchen-kommt-wieder-situation" extrem aufgebauscht und damit das alleinebleiben für den hund eine qual. er wartet nur noch auf diesen einen stressigen moment.

    was ich persönlich auch noch wichtig finde: beobachte mal hunde untereinander. die souveränen, coolen hunde freuen sich nicht quietschend über ihre artgenossen. so ein verhalten legen welpen und andere lustige hibbel an den tag. aber hunde, an denen sich gerade diese hibbel orientieren sollen bleiben ruhig und nehmen den hibbeligen freudigen hund einfach so zur kenntnis.

    natürlich sind wir keine hunde, aber ich denke, dass unser verhalten immer auch eine aussage auf der beziehungsebene beinhaltet (ist ja auch in der menschlichen kommunikation nicht anders). und wenn ich meinen hund führen möchte, zeige ich eben auch in diesem moment souveränität und stresse ihn nicht unnötig, indem ich selbst zum hibbel werde. denn mein hund soll sich an mir orientieren, also lernen, sich von mir und meiner stimmung leiten zu lassen, nicht andersrum.

    somit schaffe ich eine basis, um meinem hund führung und unterstützung in schwierigen situationen zu geben. auf wen wird sich ein hund eher verlassen: auf jemanden mit kühlen kopf oder auf jemanden, der sich emotional schnell mitreißen lässt?

    im menschlichen leben ist es doch ähnlich: ein abteilungsleiter, der quietschend und freudig auf uns zustürmen würde, wär doch irgendwie komisch, oder?

    oder ein lehrer der hystrisch auf uns zuspringen würde...

    aber bei 13-jährigen mädels, die gleichgestellt sind, ist das völlig o.k.

    und was sagt das über die beziehungsebene aus?