Beiträge von Lucanouk

    ich finde das problem bei beiden rassen ist nicht nur die action, sondern auch der stark ausgeprägte schutzinstinkt.
    auch ein mali/ACD kann ruhe bewahren und muss nicht permanent auf dem hundeplatz herumrennen. auch solche kannst du privat auslasten. geht alles. aber der grundcharakter ist einfach nix für menschen, die irgendeiner form zu unsicherheiten neigen.
    und der schutzinstinkt wird dir eventuell zum verhängnis. diese hunde neigen einfach dazu beim bemerken von unsicherheiten, dir deine aufgabe schwupps abzunehmen...und dabei werden eben auch superschnell zähne eingesetzt.
    hinzu kommt die reaktionsgeschwindigkeit der hunde, jedenfallls beim mali. das ist einfach lichtgeschwindigkeit, die andere hunde und auch menschen sehr schnell überfordern kann. dann sind diese hunde auch totale stimmungsbarometer, ärgerst du dich, regen sich sich auf.
    regst du dich innerlich z.b. über einen anderen hund auf explodieren sie, jedenfalls der mali...und regeln das, ob du willst oder nicht. das wird schnell zum teufelskreis, es ist so, sobald adrenalin in der luft liegt geht es los.

    hinzukommt beim mali, dass dieser eine sehr geringe reizschwelle im allgemeinen hat, ein schlechtes nervensystem ist leider sehr häufig. sie neigen zu übersprungshandlungen, in denen sie sehr unkontrolliert ihre zähne einsetzen können. das ist mit kindern auch nicht ohne.
    aus spiel wird schnell ernst, manchmal werden die relationen nicht erkannt. zudem sind sie sehr einnehmend und kontrollierend.

    die leute, die ich von der polizei kenn (zwei polizisten und ein hundeführer) sagen alle das gleiche: diese hunde sind bei der polizei wie pulverfässer. während die meisten deutschen schäferhunde im dienst noch relativ klar sind, passiert es mit malis sehr häufig, dass sie bei einem zugriff
    - wild um sich beißen
    - sich im opfer verbeißen und nicht loslassen
    - beim entfernen vom opfer auf den arm des hundeführers gehen.

    der hundeführer sagte mir auch, dass die polizeimalis hier jedenfalls alle mit stachler im einsatz geführt werden...weil sie sonst auf nix mehr reagieren...traurig, oder?

    ich finde es gibt deutlich bessere familienhunde.

    und ich kann mir vorstellen, dass das bei cattles teilweise ähnlich ist. sie sind vielleicht nicht ganz so hibbelig/neigen zu übersprungshandlungen...aber dazu kann dir fräulein wolle noch mehr sagen.

    ich finde martin rütter unterhalsam. ich finde auch, dass er einige situationen im ansatz gut einschätzt. aber wie er im endeffekt an die probleme rangeht finde ich teilweise überhaupt nicht gut.

    Zitat

    augen rollen da ist es mir lieber wenn Rütter mit seinem Futterdummy kommt. Da kann bei dem Hund/ der Mensch-Hund-Beziehung wenigstens nichts kaputt machen!

    er versucht konflikte grundsätzlich umzuleiten. für die beziehung zwischen hund und mensch ist das meiner meinung nach nicht das beste, denn jede interaktion beinhaltet auch beziehungsaussagen.

    ich hab da noch sehr deutlich das nina-ruge-lupo-beispiel im kopf.

    problem/symptom: hund hört nicht, rennt zu anderen hunden

    ursache: frauchen ist nicht interessant genug

    mein persönliches urteil: lupo respektiert sein frauchen ganz und gar nicht :hust: und er hat überhaupt keine orientierung

    was wurde gemacht? zig mal rufen, um dann bällchen/kong zu werfen, damit frauchen interessanter wird, in konfliktsituationen (z.b. fremder hund vs. bällchen) hatte der hund erst die chance den fremden hund zu checken und als er dann langweilig wurde, ging er halt zu frauchen und bällchen.

    beziehungsaussage: frauchen ist lustig und spielt mit mir...wenn ICH es will. wenn ich keinen bock hab, lass ich sie stehen.

    beziehung: frauchen ist ein lustiger clown

    ich finde schon, dass man die beziehung zwischen mensch und hund kaputt machen kann, wenn man keine eindeutige führung vorgibt, sondern sich nur zum hampel macht. ganz ehrlich, wenn ihr in einer gefährlichen situation sein würdet, wen würdet ihr euch eher als unterstützung wünschen: einen albernen clown oder eine ernst zu nehmende bezugsperson (mit der man sicherlich auch mal spaß hat)???

    natürlich ist es wichtig mit seinem hund zu spielen und zu toben. aber meiner meinung nach erbarbeitet man sich nicht auf diese gezeigte art und weise eine respektvolle beziehung. denn dazu gehören auch grenzen, im lupo-fall z.b. eine schleppleine und klare ansagen mit dazugehörigen konsequenzen.

    der hund wurde systematisch zum ball-junkie erzogen, im endeffekt könnte jeder einen ball für lupo werfen. für die person hinter dem wurflöffel interessiert er sich nicht.

    ich sehe es bei eltern genauso wie bei hh: menschen sind total konfliktscheu und vergessen manchmal das konflikte und grenzen zu einer gesunden beziehung gehören (und diese im endeffekt vertiefen).

    frauen, die für ihren mann das ewig strahlende betthäschen spielen, werden von ihren männern nicht respektiert und am ende trotzdem für ne andere verlassen. und die frauen fragen sich dann, ob sie nicht gut genug waren. eltern, die immer nur lustig jeden kleinen konflikt mit ihrem kind umschiffen (bestes beispiel, seh ich andauernd in supermärkten an der kasse) werden in der pubertät respektlos ausgenommen.
    männer, die für ihre frauen alles tun und niemals widerworte geben werden ausgenutzt.

    ich finde trainer im tv generell grenzwertig, weil die leute das einfach unreflektiert übernehmen. da möchte ich weder rütter noch grewe sehen.

    lieber sollten verhaltensstudien gezeigt werden.

    ich finde, dass pco wirklich sehr aussieht wie ein zwergpinscher....
    ...diese grazilen beine...
    ...die zarte schnauze...
    ...únd vom spitz hat er doch eindeutig das fell, nicht wahr?
    die deutsche dogge hat die größe beigesteuert, der schäferhund die farbe...

    ach, wie toll, dass diese tests immer richtig sind :hust: