Beiträge von Lucanouk

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    Ich wette mit dir, das tust du genauso. Oder läßt du Zecken, wenn sie sich an deinem Hund festgebissen haben, am Hund dran? Wären alle Lebewesen gleich, dann hätte die Zecke genauso viel Recht auf ein tolles Leben, wie ein Hund. Also bitte, entziehe den Zecken nächstes Mal nicht die Lebensgrundlage und lass sie sich von deinem Hund ernähren. slash

    eine zecke aus dem fell zu ziehen hat genausowenig was mit kategorien zu tun, als medis wegen einer erkältung zu nehmen. da geht es um den schutz eines wesens vor einem anderen.
    nicht datum, die zecke abzuwerten und den hund aufzuwerten.

    man schützt das, was man liebt. das hat aber nix mit einer allgemeingültigen wertformel zu tun.

    das hat nix mit wert oder nicht wert zu tun, rosanna. gar nicht. genau das ist es, was ich die ganze zeit versuche zu sagen. der kleine polenhund ist genauso so viel wert wie meine mutter. doch den wert eines lebewesens kann man nicht in geld aufwiegen.

    der vdh-welpe ist genausoviel wert wie die ratte im müll.

    wie kann man das leben in wertigkeiten unterteilen?

    es hat damit zu tun, dass, wenn der kleine welpe abgekauft wird noch viel größeres leid entsteht. und es werden genauso kleine welpen immer stärker leiden. und die mutter ebenfalls.

    nur, weil ich lebewesen nicht in wert und weniger wert unterteile heißt das noch lange nicht, dass ich mein rationales denken abschalten würde.

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    Der Händler würde dir sagen "Nimm den für 100€ oder ich klatsch ihn an die Wand"

    in einem solchen fall würde ich wohl handgreiflich werden...und den welpen wahrscheinlich auch irgendwie anders da raus holen...mehr sag ich dazu lieber nicht...

    zum thema hobby ganz kurz:

    wären meine tiere nur ein "hobby", hätt ich mir auf jeden fall andere hunde ausgesucht...welche, mit denen ich entspannt durch die gegend streifen kann. und nicht welche, bei denen ich wie ein scheißhund aufpassen muss, wer oder was da gerade um die ecke kommt oder wer oder was da gerade seinen duft verströmt.

    die leute, mit denen ich gemeinsam spazieren gehe, wissen, wovon ich da sprech ;)

    ich hab andere hobbys: ich mach musik.

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    Lucanouk, ich würde dich gerne fragen, ob du einen Welpen vom Polenmarkt nehmen würdest.
    Bitte sag nicht, dass du da niemals hingehen würdest. Ich denke du kannst dir vorstellen, worauf ich hinaus will. lachen

    ich würde keinen welpen vom polenmark nehmen, jedenfalls niemals für geld. den tierquälern würde ich das geld nicht in den rachen werfen. es ist abartig, was da mit den tieren geschieht.

    wenn ich so einen welpen sehen würde, könnte es allerdings sein, dass ich ihn vielleicht klauen würde. wenn ich mutig genug wär und die gelegenheit günstig...

    ein freund meines bruders hat schon mal nem alkoholisierten tierquäler den hund geklaut. der typ war besoffen und hat seinen welpen verkloppt (lebte auf der straße). dann ist der kerl eingeschlafen...und ohne hund wieder wach geworden.

    an solch einer stelle versteh ich die gesetze überhaupt nicht:

    würde jemand solch einen hund klauen und es käme zur anzeige, hätte derjenige, der eigentlich helfen wollte pech...weil tiere als sache gelten.

    oder wenn jemand auf der straße seinen hund wirklich brutal verkloppen würde. wenn ich da notfalls mit gewalt dazwischen gehen müsste, wär ich am ende die, die im knast sitzt.

    und jetzt soll mal noch einer sagen, dass unsere gesetze ethisch korrekt sind.

    asmodiena:
    aus mehreren gründen wohnen anouk und luca bei mir:

    1. weil es eben viele hunde oder auch ganz andere tiere gibt, die ein zu hause suchen und ich hier die möglichkeiten dazu hatte zwei hunde aufzunehmen.

    und 2. haben die beiden einen festen platz in meiner "familie".

    anouk kommt direkt aus dem tierschutz und luca hat es über einen kleinen umweg hier her geschafft: er wurde damals von urlaubern mitgenommen, die ihn dann aufgrund von trennung usw. abgeben wollten. bei mir werden auch immer wieder nur tierschutzhunde bzw. generell tierschutztiere einziehen.

    bei mir wohnen übrigens noch zwei häschen und ab zu noch stadttauben, igel, etc.

    und das, obwohl ich z.b. die vorübergehende haltung von verletzten tauben als sehr anstrengend und belastend empfinde. aber so ein tier legenlassen? das könnte ich nicht!

    und wenn ich könnte wie ich wollte hätt ich einen riesengroßen gnadenhof...iiirgendwann, wenn ich millionär bin...*träum*

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    Ist es insofern nur das schlechte Gewissen, dass ich als Mensch habe weil ich die Hunde so abhängig von uns gemacht habe ?

    ein schlechtes gewissen wegen der hunde? ich möchte hier nicht zu ausschweifend werden, aber ich denke generell, dass unsere spezies ziemlich schlimme dinge tut. und ja, immer, wenn ich eine meldung über all diese dinge lese oder höre finde ich es traurig, wie menschen mit ihrer umwelt umgehen.

    und ich bin auch ein mensch.

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    Ich denke, wir sind alle voneinander abhängig. Damit meine ich alle Lebewesen. Die Menschen können nicht ohne Tiere leben.
    Und die sog. "dritte Welt" ist auch von uns abhängig - und das wird auch immer so bleiben. Weil "wir" (und damit meine ich keine Einzelpersonen, sondern die allgemeine Menschheit) es gar nicht ändern wollen

    so ist. nur leider ist das bewusstsein über unsere verantwortung anderen wesen gegenüber nicht in den köpfen der menschen.

    gerade, weil ich weiß, dass sie abhängig von mir sind, muss ich für die sorgen.

    tiere sind aber vor allen dingen lebewesen, das unterscheidet sie sehr deutlich von einem hobby, wie z.b. fußball spielen ;)

    und ich finde es schon heftig, dass diese wichtige tatsache, dass sie säugetiere, also lebewesen sind, immer übersehen wird.

    damals hatten die menschen sklaven. die hatten keinerlei rechte, obwohl sie genauso menschen waren wie ihre sklavenhalter.
    hätte zu dieser zeit irgendjemand gesagt, er würde seinen sklaven eher retten, als einen fremden menschen, hätte es sicherlich anfeindungen gegeben.

    weil das zu der zeit eine sehr egoistische tat gewesen wäre bzw. als eine solche angesehen wurde.

    nichtsdestotrotz und fernab ihrer bezeichung waren sklaven menschen, lebewesen.

    das wollte nur keiner sehen.

    und die menschen litten trotzdem. egal, wie man sie bezeichnete, das machte ihr leid nicht leichter (im gegenteil).

    heute haben die menschen haustiere. sie haben ebenfalls keinerlei rechte, obwohl sie lebewesen sind wie wir. mit einem eigenen überlebenswillen mit einem nervensystem und emotionen/hormonen.

    meine tiere sind in erster linie lebewesen und in zweiter linie familienmitglieder bzw. mitglieder meines unmittelbaren sozialen umfeldes.

    und da sie nun einmal lebewesen wie wir menschen sind, kann man ihnen das recht auf leben nicht einfach absprechen.

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    Demnach dürfte der sog "wahre Tierfreund" gar keinen Hund halten. Er sollte ablehnen, dass Menschen Lebewesen herstellen, um sie für ihren Nutzen zu formen und zu (miss-)brauchen.

    theoretisch schon...ich würde aus diesem grund z.b. niemals eine zucht unterstützen. egal, um welches tier es sich handelt, ob "nutztier" oder "haustier".

    praktisch gibt es aber jede menge tiere im tierschutz, die darauf angewiesen sind von einem menschen aufgenommen zu werden.
    wende ich mich von ihnen ab, bin ich auch kein tierfreund. mit ihrer haltung unterstütze ich nicht die "weiterproduktion".

    gebe ich ihnen ein zu hause, helfe ich ihnen.

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    ein hund ist kein hobby, er ist ein lebewesen, das denkt und fühlt, es hat ein zentrales nervensystem, genau wie der andere mensch. es spürt, genau wie der mensch, die angst und die panik in einem solchen moment, wenn sein leben in gefahr ist.

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    Aber auch nur für Dich.

    nee, brush. ein lebwesen ist der hund auch so, ganz ohne wertung.
    nicht nur für mich.
    man kann über werte streiten, klar. aber man kann gewiss nicht über fakten diskutieren, die nun einmal so sind.

    und das tiere lebwesen sind, ist nun einmal ein fakt.