Beiträge von Sleipnir

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    Ganz einfach: Mein (ehemaliger Straßen- und gegenwärtiger Angst-) Hund klärt gar nix. Und wenn ein Hund gern was klären will, soll er das mit mir tun. Senta ist zu unsicher, um angemessen klären zu können, wenn sie nicht meinen Schutz hat. Deshalb übernehme ich das.

    Und glaubst du, dass dein Hund das IRGENDWANN kann wenn du ihm immer "die Kohlen aus dem Feuer holst"???

    Sagt mal...habt ihr die Ursprungsfrage gelesen???
    Es geht nicht darum dem Hund einen Hühnerknochen unter den Tisch zu werfen oder sich irgendwas einpacken zu lassen, was zuhause der Hund bekommt.
    Es ging um die Frage, ob man einen Hund im Restaurant den Teller ablecken lässt...der Teller kommt hinterher in die Spülmaschine und ist so sauber wie vorher.
    Würde doch keiner machen, oder?
    Der relevante Unterschied zum Hotelbett erschließt sich mir allerdings immer noch nicht.
    Ist doch ne ähnliche Aktion...
    In welcher Welt leben wir eigentlich?
    Es gibt Länder, da sollte man sich mit Hund nicht auf der Straße blicken lassen...andere Länder, da sind Hunde im Privatbereich absolut akzeptiert, aber weder in Läden, Cafes noch Retaurants zugelassen (ist ganz nahe...Skandinavien, GB etc.)
    Und in Deutschland lässt man die einfach ins Hotelbett springen...PFUI!!!

    Mobbing gibt es unter Hunden, ja.
    Allerdings ist Mobbing ein Gruppenphänomen...es müssen also mindestens mal drei Tiere daran beteiligt sein, um von Mobbing sprechen zu können!

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    Sie wurde permanent von den anderen fixiert, körperlich bedrängt, obwohl sie schon ununterbrochen Beschwichtigungssignale aussandte. Aller 2 Minuten zerrte einer an ihr herum, bis ihr in den Hals, in die Beine, woraufhin sich meine Hündin gleich auf den Rücken schmiss. Trotz deutlicher Unterwerfung schnappten dann alle 3 Hunde kläffend nach ihr, bis ich Eingriff. Nach jedem Eingriff ging es aber nach 2 Sekunden wieder alles von vorne los, und das bis zu 2 Stunden lang ununterbrochen. Gelang es meiner Kleinen mal, sich zu befreien, rannte sie wie der Blitz los, wurde von allen gejagt, bis einer bei ihr war und sie wieder auf dem Rücken lag. Lustiges Spiel?? Ja, vielleicht für die 3 anderen Hunde!

    Genau das ist Mobbing!

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    Aber wie du schreibst, du lässt nur bekannte Hunde miteinander agieren und die Situation selbst klären.
    Oder würdest du einen rotzfrechen Jungrüden einfach in deine Gruppe poltern lassen

    NEIN, würde ich nicht.

    All meine Aussagen in diesem Thread beziehen sich auf eine relativ feste Hundegruppe.

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    Warum gehst du davon aus, dass Hunde das selbstständige Agieren verlernen, wenn man ihnen so viel wie möglich abnimmt?

    Naja...weil Hunde recht intelligente Lebewesen sind, deren Sozialverhalten - und dazu gehören ja auch antagonistische Verhaltensweisen - zu großen Teilen erlernt wird...werden ja nur die Grundstrukturen genetisch mitgegeben.

    Mein Ziel ist es nicht, Aggressionen immer abzubrechen und umzulenken.
    Mein Ziel sind Hunde, die mit Provokationen, mit Stress und Aggressionen umgehen können und adäquat darauf reagieren können!
    Und das müssen sie lernen.
    Wenn ich dem Hund immer alle Steine aus dem Weg räume...woher soll er denn wissen wie es "richtig" geht, wenn ich mal nicht dabei bin?

    Nein, ich find das nicht beunruhigend.
    Was mir immer wieder auffällt bei meiner Arbeit mit Hunden:
    Hunde sind ganz schlecht darin Gesichter zu unterscheiden oder Menschen am Gang zu erkennen.
    Etwas, was für uns völlig selbstverständlich ist...bei uns gab es aber auch einen evolutionären Grund...darum hat sich das entwickelt...bei Hunden nicht!
    Hunde sehen insgesamt nicht schlechter als Menschen, aber das Sehvermögen ist völlig anders ausgebildet.
    Werft doch mal nen roten Ball auf ne grüne Wiese...man könnte sich kaputtlachen wie schwer es Hunden fällt diesen Ball zu finden...die sind rot/grün-blind.
    Dafür lachen die sich wahrscheinlich schlapp wenn wir versuchen Restlicht auszunutzen... ;)

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    So etwas hätte ich z.B. nicht geduldet. Kein Hund hat etwas körperlich zu verteidigen, niemals.
    Drohen wird von mir geduldet und unterstützt, indem ich den Störenfried entferne.
    Aber körperlich werden: Nein!

    Aber ist das nicht zu menschlich gedacht?
    Hunde agieren durchaus auch körperlich.
    Und die sind halt eher schlecht darin Probleme auszudiskutieren... :lachtot:
    Was bleibt ihnen denn, wenn der "Störenfried" das Drohen eiskalt ignoriert...gerade Junghunde...so ein/zwei Jahre alt wollen es dann doch auch mal genau wissen, ob die Drohnung wirklich ernstgemeint ist...
    Klar, ich könnte mich da immer wieder einmischen, aber ich will die Hunde gar nicht so abhängig machen, dass die ohne meine Unterstützung da völlig aufgeschmissen sind.
    Und wie gesagt...ich rede hier nur von gut bekannten Hunden!

    Ich denke schon, dass der sich da was "ferienjobmäßiges" vorstellt und WENN ich den wirklich irgendwie einbinden würde und er dafür Zeit investiert, dann würd ich ihm dafür auch gerne zumindest einen kleinen "Assistentenlohn" zahlen...
    Wenn schon dann richtig... :D