Hallo!
Ich muss sagen, dass ich nicht so ganz eurer Meinung bin!
Ich denke es kommt immer auf das jeweilige Hund-Kind-Team an. Wenn das Kind dem Hund körperlich überlegen ist, ein gewisses Alter erreicht hat, verantwortungsbewußt genug ist und die Führungsrolle vom Hund nie in Frage gestellt wird - warum nicht?
Dazu zwei Beispiele aus meinem eigenem Leben:
Bevor ich meinen ersten eigenen Hund bekam bin ich ständig mit einer Husky-Hündin aus der Nachbarschaft unterwegs gewesen. (ich war damals auch 11 Jahre). Gerade am Wochenende habe ich diesen Hund oft morgens um 10 Uhr geholt, bin nur kurz zum Mittag essen nach hause gegangen, und war teilweise bis zum Einbruch der Dunkelheit mit diesem Hund im Wald unterwegs. Sie wurde leider relativ unüberlegt angeschafft, niemand hat sich wirklich um diesen Hund gekümmert und sie lief in der Familie einfach nur mit. Daraus resultierte natürlich auch ihre Unerzogenheit und ein kaum zu kontrollierender Jagdtrieb. Ich begann dann damit mir in der Bücherei Hundeerziehungsbücher auszuleihen und intensiv mit der Hündin zu trainieren. Nach einigen Monaten konnte ich diesen Hund, der bisher jede Gelegenheit nutze sich selbstständig zu machen, ohne Leine laufen lassen und habe ihr alle möglichen und unmöglichen Tricks beigebracht.
Wenn ich heute an diese Zeit zurückdenke, dann habe ich sicher einige typische Anfängerfehler gemacht, aber ich weiß einfach nicht was eine erwachsene Person da anders oder besser hätte machen können.
Zweites Beispiel:
Als ich zwölf Jahre alt war zogen wir in ein altes Bauernhaus und ich durfte mir meinen lang ersehnten Traum nach einem eigenen Hund erfüllen. Obwohl dieser Hund ein von allen geliebtes "Familienmitglied" wurde, war ich es, der komplett alleine für die Erziehung und die Spaziergänge verantwortlich war. Die komplette Verantwortung für diesen Hund lag also auf meinen Schultern. Dieser Hund hat nie, auch nur ansatzweise meine Führungsrolle in Frage gestellt und dadurch das ich so wahnsinnig viel Zeit mit diesem Hund verbracht hat und er mich von meinem zwölften Lebensjahr über die Pupertät, die Scheidung meiner Eltern, den Auszug von zuhause bis hin zu meinem 23. Lebensjahr begleitet hat hatte ich natürlich auf eine wahnsinnig enge Bindung zu diesem Hund. Ganz nebenbei bin ich auch fest davon überzeugt, dass ich durch diesen Hund gelernt habe was es heisst Verantwortung zu übernehmen.
Also, was war daran falsch wie es bei mir lief bzw. ab wann würdet ihr es zulassen, dass euer Kind mit einem Hund unterwegs ist?
Liebe Grüsse,
Björn