Hallo!
Feli hat es ja schon ganz gut beschrieben. Ich glaube das ist wirklich zum Teil Ansichtssache. Hier im Forum sind User vertreten, die es für vollkommen indiskutabel halten einen Hund mehr als 2-3 Stunden alleine zu lassen und solche die es vertreten ihre Hunde bis zu 10 Stunden alleine zu lassen.
Meine persönliche Meinung liegt irgendwo dazwischen.
Durch mein Studium ist es mir ja im Moment möglich mir meine Zeit relativ frei einzuteilen, aber es gab auch schon Zeiten in denen ich meinen Hund jeden Tag 8 Stunden lang allein lassen musste. Das hat zwar ziemlich gut geklappt, aber da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen.
So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass ich es vertreten kann einen Hund täglich bis zu sechs Stunden alleine zu lassen, in Ausnahmefällen auch mal länger, sollte er aber ständig länger als sechs Stunden alleine sein, würde ich mich auch um einen Hundesitter oder Ähnliches bemühen.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch, dass Hunde individuell unterschiedlich gut mit dem Alleinsein klarkommen.
Ich habe ja nun zwei Hunde und sehe da schon Unterschiede.
Emma scheint mit dem Alleinsein so gar keine Probleme zu haben. Ich habe teilweise das Gefühl, dass sie es richtig geniesst allein zu sein, vor allem wenn ich die Nervensäge Janosch auch noch mitnehme und sie vollkommene Ruhe hat, Kommt man dann wieder und schliesst die Tür auf springt sie meist total verschlafen vom Sofa. Sie freut sich zwar schon wenn man wiederkommt, aber absolut nicht übertrieben und wirkt insgesamt sehr entspannt.
Etwas anders sieht das bei Janosch aus, ich muss wohl dazu sagen, dass er auch erst 8 Monate ist. Er hat noch ziemlich große Probleme damit ganz alleine (d.h. auch ohne Emma) zu sein. Da ich aber finde, auch ein Zweithund sollte es können, mal ganz alleine zu sein, sind wir da gerade schwer am trainieren!
Mit Emma zusammen klappt es schon ganz gut. 5-6 Stunden sind eigentlich kein Problem. Gejault hat er wohl noch nie (hin und wieder frage ich mal die Nachbarn), aber wenn ihn die Langeweile überkommt betätigt er sich ganz gern mal als "Inneneinrichter", wobei wir das durch konsequentes Wegräumen aller "gefährdeten" Dinge eigentlich auch ganz gut in den Griff bekommen haben.
Im Gegensatz zu Emma springt Janosch einem vor Freude noch fast ins Gesicht wenn man nach hause kommt!
Liebe Grüsse,
Björn