Beiträge von Sleipnir

    Puhh...schwierig!

    Als Erstes...

    Zitat

    aber meine mutter meint, wenn das nochmal passiert erschießt sie ihn!


    Das war ja wohl nur ein Scherz, oder?

    Es wäre vielleicht nicht schlecht noch einige Informationen zu bekommen, um sich ein genaueres Bild machen zu können!
    Um was für einen Hund handelt es sich eigentlich (Rasse, Alter, Geschlecht, kastriert, nicht kastriert)?
    Du schreibst...

    Zitat

    er lebte einmal in einem rudel


    Habt ihr ihn noch nicht von "Welpenbeinen" an? Wann habt ihr ihn übernommen? Wie ist er aufgewachsen?

    Zitat

    also mein hund, buzi lässt fast keinen fremden an sich ran! wir haben es zwar schon geschafft, das er sich mit ein paar leuten versteht, aber die meisten haben angst oder mein hund mag sie einfach nicht! bei uns ist er der reinste schmusehund aber fremde würde er vielleicht sogar beissen!


    Diese Verhalten ist für viele Hunderassen (insbesondere ehemalige Wach-, Hof- und Schutzhunde) gar nicht mal so untypisch und lässt sich erzieherisch höchstens kanalisieren und kontrollieren, aber nicht ausschalten!

    Liebe Grüße,
    Björn

    Hallo!

    Es gibt da ein Thema, das mich seit einigen Tagen beschäftigt und mich würde mal eure Meinung dazu interessieren.
    Durch Zufall bin ich vor einigen Tagen auf ein Jagdhundeforum gestossen und da es auf den ersten Blick einen recht positiven Eindruck auf mich gemacht hat, habe ich einfach mal angefangen zu lesen. Ich möchte gleich dazu sagen, dass es in diesem Forum eine nicht unerhebliche Anzahl von Mitgliedern gibt, die ihre Hunde jagdlich führen, so ähnlich wie hier bei uns die "Hütefraktion" :wink:
    Ich bin dann irgendwann auf die Rubrik "jagdliche Ausbildung" gestoßen und war beim ersten Lesen erstmal geschockt. Zwangsapport ist an der Tagesordung, Korallenhalsbänder sowieso, Hunde werden mit knallhartem Zwang ins "Down" gezwungen, der Grundgehorsam wird teilweise in wenigen Wochen durchgearbeitet (da frag ich mich nur, mit welchen Methoden) usw.
    Ich bin zwar auch der Meinung, dass man einen Hund nicht ausschliesslich über positive Verstärkung zuverlässig erziehen kann, aber doch zumindest gewaltfrei!
    Nach dem ersten Unverständnis bezüglich dieser Ausbildungsmethoden habe ich angefangen in diesem Forum nach Erklärungen für diese Art der Ausbildung zu suchen. Ich habe diese Erklärungen auch gefunden, doch haben mich diese Erklärungen nur noch unsicherer gemacht.
    Also es ist so, dass in diesem Forum sehr viele, sehr kompetente Hundeführer unterwegs sind, die durchaus Ahnung vom Lernverhalten des Hundes haben, die ihre Hunde sehr lieben und so weit wie möglich durchaus mit positiver Verstärkung arbeiten, man glaubt es kaum, es gibt sogar clickernde Jäger. Die einhellige Meinung ist allerdings, dass man bei der Ausbildung zu einem Jagdgebrauchshund relativ schnell in Bereiche kommt, bei denen die Motivation zur Durchführung eines Verhaltens viel stärker ist, als die Motivation ein erlerntes Alternativverhalten zu zeigen und dafür gelobt zu werden. Heisst im Klartext, positive Verstärkung kann ab einem bestimmten Punkt in der Ausbildung nicht mehr zum Einsatz kommen, da der Hund für diese Art der Bestätigung gar nicht mehr zugänglich ist.
    Ein gutes Beispiel sind z.B. Wildbegegnungen.
    Schon für uns "Nichtjäger" ist es ja schwer genug einen jagdambitionierten Hund davon abzuhalten einen Hasen zu hetzen, wenn der zwei Meter vor dem Hund aufspringt. Da ist es auch für mich verständlich, dass es noch um einiges komplizierter ist einen Jagdgebrauchshund in derselben Situation zurückzuhalten, der ständigen Wildkontakt hat, Wild aufstöbert, Wild treibt und Raubwild tötet. Klar, ein Hund, der so hoch im Trieb steht, würde in dieser Situation natürlich auf jedes Leckerchen pfeiffen und erstmal seinen Jagdtrieb befriedigen. Da das natürlich nicht möglich ist, werden diese Hunde in dieser Situation durch das "Down" kontrolliert, bei dem sie sich reflexhaft auf den Boden werfen und teilweise ach den Kopf zwischen die Pfoten legen müssen. Allen, die sich mit dem Jagdverhalten des Hundes nur ein bisschen auskennen und wissen wie stark selbstbelohnend nur das stöbern schon ist, wird klar sein, dass diese Art der Kontrolle nur durch Zwang zu erreichen ist.
    Anderes Beispiel, das Apportieren: Wird das Apportieren nur über positive Verstärkung aufgebaut, apportiert der Hund solange er Lust hat, diese Lust hält zwar gerade bei Rassen die seit Jahrhunderten, unter anderem, auf das Apportieren selektiert werden, zwar recht lange an, aber wenn ein Hund bei fünf Grad Aussentemperatur auch noch die zehnte Ente aus dem Wasser holen soll, hat auch irgendwann der apportierfreudigste Hund keine Lust mehr und würde sich weigern, wenn er nicht wüßte, dass er apportieren muss.
    Ich finde das Alles schon ziemlich eiinleuchtend, klar kann man eine angeschossene Ente nicht einfach im Wasser liegen lassen, nur weil der Hund keine Lust mehr hat, klar kann ein Hund auf der Jagd nicht unkontrolliert Wild hetzen, aber die Methoden finde ich doch sehr befremdlich. Aber vielleicht geht es wirklich nicht anders, ich bin gerade hin- und hergerissen.
    Was meint ihr dazu?

    Liebe Grüße,
    Björn

    Aber was mache ich denn, wenn die Motivation zur Ausführung eines Verhaltens (hier das Verbellen, wahlweise liesse sich auch das Hetzen von Wild einsetzen) viel größer ist, als die Motivation ein trainiertes Alternativverhalten (also sich z.B. ruhig und unauffällig zu verhalten) zu zeigen, um dafür belohnt zu werden?
    Spätestens dann kommt man doch an die Grenzen der positiven Verstärkung, oder?

    Liebe Grüße,
    Björn

    Zitat

    Und nur mal so hinter vorgehaltener Hand:
    Wenn ihr so supernett seid und Deinen Schwager übergangsweise bei Euch wohnen lasst, mit seiner Hündin.
    Warum muss dann EUER Hund aus SEINEM Zuhause vorübergehend ausziehen, wenn die GAST Hündin läufig wird ?
    Da würde ich doch eher die Hündin vorübergehend ausquartieren.


    Gute Frage! :wink:

    Liebe Grüße,
    Björn

    Hallo!

    Kurz und bündig - meistens viermal!
    Zweimal nur kurz zum pinkeln (circa 5 Minuten), eine große Runde (circa 1,5 Stunden) und noch eine "Abendrunde" (circa 30 Minuten).
    Am Wochenende sieht das alles meist etwas anders aus, mehr als viermal gehen wir dann aber trotzdem nicht raus!

    Liebe Grüße,
    Björn

    Hallo!

    Das von deinem Hund gezeigte Verhalten ist absolut typisches Welpenverhalten und tritt mehr oder weniger stark bei jedem jungen Hund auf! Für ihn ist alles noch neu und er fühlt sich noch nicht absolut sicher. Vielen Welpen liegt auch nicht besonders viel an ausgedehnten Gassi-Gängen, warum sollen sie sich in einer unsicheren, reizüberfluteten Welt in "Gefahr" begeben wenn sie doch zuhause ihre sichere Zuflucht haben? Diese Verhalten lässt sich auch bei kleinen Wolfswelpen beobachten und dient dem Zweck, dass die Welpen sich nicht zuweit von der Wurfhöhle entfernen.
    Bist du dann etwas weiter von eurem Haus entfernt oder in ganz anderer Umgebung überwiegt der natürliche Folgetrieb des Welpen und er folgt dir auf Schritt und Tritt um nicht den Anschluss zu verpassen!
    Mach dir also keine Sorgen, dieses Verhalten ist ganz normal! Ich würde keinen Zwang ausüben (an der Leine ziehen) sondern ihn locken und wenn das nicht hilft dann trägst du ihn einfach ein kleines Stück von eurem Haus weg.
    Und glaub mir dieses Verhalten wird sich mit der Zeit immer mehr abschwächen und in einigen Wochen sollte es ganz verschwunden sein. Leider passiert genau dasselbe mit dem Folgetrieb kleiner Welpen!

    Liebe Grüße,
    Björn

    Zitat

    .obwohl der Jack-Russel ist mittlerweile 7 Jahre alt und kennt nicht mal das Kommando sitz.

    Zitat

    Ich sag mal diese typische Hundeausbildung die man großen Hunden zuteil werden läßt kennen beide Hunde nicht,


    Vielleicht hab ich das jetzt auch falsch verstanden, aber bestätigen diese Aussagen nicht alle Vorurteile und Klischees?
    Welchen Unterschied siehst du in der Ausbildung zwischen einem großen und einem kleinen Hund? Ich besitze ja zwei relativ große Hunde (59 und 64 cm Schulterhöhe), aber jeden noch so kleinen Hund würde ich genauso erziehen. Unterschiedliche Erziehungsmethoden bedingt doch eher die Persönlichkeit des Hundes als die Größe, oder?
    Warum beherrscht dein Hund nichteinmal die elementaren Grundkommandos wie z.B. Sitz? Würdest du das mit einem Rottweiler genauso machen? Wenn nicht, warum nicht?

    Liebe Grüße,
    Björn