Beiträge von Sleipnir

    Gut, dann jetzt doch mal Butter bei die Fische:
    Ist dir klar wie hoch (bzw. wie niedrig!) der Fleischanteil bei den meisten Fertigfutterprodukten ist?
    Welchen Fleischanteil (in Prozent) hälst du denn für angemessen?

    Hallo!
    Also deiner Argumentation hinsichtlich der Medikamente kann ich nicht ganz folgen, aber das gehört ja primär gar nicht zum Thema, hier soll es ja vielmehr um eine alternative Form der Hundeernährung gehen.
    Grundsätzlich finde ich deinen Ansatz sehr interessant, wenn man sich mal überlegt, dann wurden ja so, oder so ähnlich, evtl. noch ergänzt durch Schlachtabfälle, Hunde über Jahrtausende ernährt. Doch muß man natürlich wahrheitshalber dazu sagen, dass der Bevölkerung damals weder die Mittel zur Verfügung standen ihre Hunde anders zu ernähren, noch das Wissen.
    Glücklicherweise hat sich dieser Zustand ja heute geändert, und sowohl das eine, als auch das andere haben wir heute (zumindest theoretisch ;) )
    Persönlich halte ich auch nicht viel davon, seinem Hund jeden Tag die gleichen braunen Kügelchen vorzusetzen, deshalb werden meine Hunde überwiegend roh ernährt und fast alle Reste unserer Mahlzeiten wandern auch bei uns in den Hundenapf.
    Doch die Hundeernährung grundsätzlich darauf aufzubauen kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
    Zwar hat sich der Verdauungsapparat des Hundes im Zuge der Domestikation an die Gegebenheiten der menschlichen Fütterung in Teilen angepasst und ist nicht mehr 1 zu 1 mit den Ernährungsansprüchen eines Wolfes vergleichbar, doch ist und bleibt der Hund ein KARNIVOR, der sich zwar nicht ausschliesslich, aber doch zu großen Teilen vom Fleisch anderer Tiere ernährt. Wir Menschen dagegen lebten schon immer omnivor als Gemischtköstler.
    Es ist also klar erkennbar, dass schon die grundsätzlichsten Ansprüche an eine bedarfsgerechte Ernährung bei Haushund und Mensch nicht die selben sein können.
    Mit der menschlichen Ernährung lässt sich evtl. ein Schwein oder ein Huhn adäquat ernähren, aber mit Sicherheit kein Hund.
    So beschreibst du ja eure Ernährung als ziemlich kohlehydratreich und fettarm - genau das, was ein Hund nicht brauchen kann!
    Anders als Menschen, die ihren Energiebedarf (fast) ausschliesslich über Kohlehydrate stärkehaltiger pflanzlicher Produkte decken können sind Hunde dazu nicht so ohne weiteres in der Lage. Hunde beziehen nämlich den Haupteil ihres Energiebedarfs aus hochwertigen tierischen Fetten und schon von daher verbietet sich eigentlich eine kohlehydratreiche und gleichzeitig fettarme Kost.
    Ich glaube dir gern, dass einer deiner Hunde mit dieser Ernährung 17 Jahre alt wurde, doch als "Beweis" für die Ausgewogenheit eurer Ernährung kann dieses "Einzelschicksal" natürlich nicht herangezogenwerden, denn genauso gut kenne ich viele Hunde, die mit dem billigsten Discounterfutter ein ähnliches Alter erreicht haben!
    Wie gesagt, ich habe absolut nichts gegen die Verwendung menschlicher Essensreste in der Hundeernährung, doch einen Hund ausschliesslich damit zu ernähren finde ich etwas... wie sagt man so schön: "suboptimal"!

    Ich denke auch, dass irgendwas im Büro vorgefallen sein muß!
    Aber sag mal, habt ihr nicht einen zweiten Hund, oder verwechsle ich dich jetzt :/ , ist der auch mit im Büro, wenn ja, verhält denn er sich wie immer?

    Hallo!
    Ich finde, dass hört sich doch alles ziemlich gut an!
    zu 1.) Hunde lernen situationsbedingt, von daher heißt es nicht zwangsläufig, dass ein Hund, der im Büro problemlos alleine bleibt, dass auch auf sein Zuhause problemlos überträgt, das sind für einen Hund zwei unterschiedliche Lernprozesse, allerdings schreibst du ja auch, dass du ihn zuhause auch schon über eine halbe Stunde allein gelassen hast und er bei deiner Rückkehr geschlafen hat.
    Bessere Vorraussetzungen gibt es doch gar nicht, als einen Hund, der sich nach einer Woche schon so sicher fühlt, dass er schläft, wenn er allein ist. Bau das langsam aus, ich glaube nicht, dass es noch zu Problemen kommen wird.
    zu 2.) Ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, ihm noch beizubringen mit Halsband einigermaßen anständig zu laufen, da es aber scheinbar mit dem Geschirr keine Probleme gibt, weiß ich nicht, ob ich mir die Mühe noch machen würde.
    Mußt du selbst entscheiden!
    zu 3.) Mein Erklärungsansatz hierzu wäre folgender:
    Im Büro hat dein Hund von Anfang an die Erfahrung gemacht, dass du anderweitig beschäftigt bist, und er weder die "erste Geige" spielt, noch sich intensiv mit ihm beschäftigt wird, er hat also die Erfahrung gemacht, dass es gar nichts bringt hinter dir her zu laufen, da ja, für ihn sowieso nichts interessantes passiert.
    Zuhause ist das ja ganz anders, manchmal stehst du auf um ihn zu füttern, manchmal um mit ihm zu spielen oder ihn zu streicheln, manchmal um mit ihm raus zu gehen usw. usw.
    Jedesmal wenn du zuhause aufstehst könte also etwas für ihn herausspringen, deshalb folgt er dir ständig.
    Gib oihm einfach noch etwas Zeit, und strukturiere die Zeit, die du mit ihm verbringst besser, d.h. Futter immer zur selben Zeit, Spaziergänge immer zur selben Zeit etc. Hunde haben eine perfekt funktionierende innere Uhr, und wenn er sich erstmal an feste Zeiten gewöhnt hat, dann wird er es (hoffentlich!) nicht mehr für nötig halten dir ständig zu folgen.
    zu 4.) Aus der Ferne schwer zu beurteilen! Das Winseln kann auch aufregungsbedingt sein! Steigt er gerne ein? Wie ist seine Körperhaltung im Auto?
    Ich hoffe, ich konnte dir erstmal weiterhelfen!