Beiträge von Sleipnir

    @ Brini:
    Nicht das ich jetzt dein Weltbild zerstöre, aber ich glaube 99 % aller User hier haben ihre Welpen von Anfang an (in sicherer Umgebung) ohne Leine laufen lassen - warum auch nicht, gerade in der ersten Zeit lässt sich dafür doch perfekt der natürliche Folgetrieb eines Welpen nutzen ;)

    @ Shoppy:
    Bis auf deinen letzten Absatz, bin ich absolut einer Meinung mit dir!!!
    Ich hab ja nun Beides zuhause, intakte Hündin und intakter Rüde und obwohl ich auch niemand bin, der sich von irgendwelchen Rüdenhaltern die Spaziergänge mit seiner Hündin in der Standhitze vermiesen lässt, würde ich im Leben nicht auf die Idee kommen eine läufige Hündin auf irgendein "Hundetreffen" mitzunehmen.
    Irgendwann beginnt auch mal meine Rücksichtnahme ;)
    Und zu dem anderen Punkt, ich denke schon, dass ich Janosch auch in Gegenwart einer läufigen Hündin einigermaßen unter Kontrolle halten könnte, aber warum sollte ich mir und ihm das antuen, es wäre doch nur großer Stress für uns Beide und mir will beim besten Willen kein trifftiger Grund einfallen warum ich das unbedingt herausfordern soll!
    Wenn ich also weiß, dass bei irgendeinem Treffen eine läufige Hündin anwesend ist, dann lass ich ihn halt zuhause.

    Danke Christine!!!
    Warum wird hier eigentlich ständig vorrausgesetzt, dass ein Zwingerhund 23 Std. am Tag im Zwinger sitzt, sowieso allein im Zwinger ist und der Zwinger natürlich ein dunkler, feuchter Verschlag in der hintersten Grundstücksecke ist?

    Wie so oft, liest man auch in diesem Thread wieder "Du mußt deinen Hund unter Kontrolle haben", "Sowas darf nicht passieren", "Warum leinst du ihn denn dann ab" etc.
    All den Usern, die dies immer wieder mit größter Vehemenz vortragen möchte ich sagen - ja, ihr habt Recht! Wir Hundehalter haben gesellschaftlich gesehen eh schon einen schwierigen Stand und natürlich ist es so, dass durch unsere Liebe zu Hunden keine anderen Menschen belästigt, geängstigt oder gar verlezt werden dürfen.
    Genau aus diesem Grund verzweifeln die meisten monatelang bei der Perfektion der Grunderziehung, stehen Sonntags morgens auf irgendwelchen verregneten Hundeplätzen, kaufen sich ein Hundeerziehungsbuch nach dem anderen etc.
    Natürlich gibt es auch andere Hundebesitzer, denen das alles ziemlich am Allerwertesten vorbei geht, die sowieso denken, sie sind allein auf der Welt und mit Hunderziehung schlagen sie sich schonmal gar nicht rum - aber um die soll es hier gar nicht gehen! Es geht doch hier um Hundebesitzer, die intensiv an der Beziehung zu ihrem Tier arbeiten, denen die große Verantwortung die aus der Haltung eines Hundes erwächst, vollends bewußt sind und denen trotzdem hin und wieder Fehler passieren - eben weil wir Menschen nicht fehlerlos sind, und es auch nie sein werden.
    Nun scheint es aber tatsächlich User hier zu geben, denen solche oder ähnlich gelagerte Vorfälle wohl nie passieren, da frage ich mich allen Ernstes - wie macht ihr das?
    Unsere Hunde sind doch keine Maschinen, deren Verhalten immer 100%ig vorraussagbar ist, mal haben sie einen schlechten Tag, mal sind sie gereizt, mal lassen sie sich leicht ablenken und manchmal, ja das soll es auch geben, klappt alles auf Anhieb. Ist doch genauso wie bei uns, ganz abhängig von unserer Stimmungslage reagieren wir doch auch manchmal vollkommen anders auf ein und dieselbe Situation.
    Obwohl ich sagen würde, dass ich meine Hunde vorrausschauend führe und beide ziemlich gut im Grundgehorsam stehen, komme ich durch ihr Verhalten immer wieder in unvorhergesehende Situationen, die zwar nicht immer so dramatisch enden wie in Dobbys Fall (es gibt ja glücklicherweise nicht nur Idioten auf der Welt!), aber durchaus so enden könnten.
    Was kann man Dobby denn vorwerfen?
    Sie war mit dem Hund auf einer "Pinkelrunde", Hund, da in dieser Situation sonst immer abrufbar ohne Leine, eine Frau kommt des Weges, aus wer weiß was für einem Grund fand der Hund die Frau interessant und ist ihr gefolgt. Blöderweise lag auf diesem Weg nun leider der Spielplatz mit beschriebener Familie.
    Hätte uns das nicht allen passieren können?
    Ich bin ganz ehrlich - ja, auch ich hätte mich in dieser Situation wiederfinen können!
    Meine Hunde lassen sich von so vielen Dingen ablenken und so viele Gerüche erwecken ihre Aufmerksamkeit - das kann ich im Vorfeld gar nicht alles einkalkulieren.
    Mal ein paar Beispiele:
    Meine Hunde ignorieren im Freilauf 100 Passanten, der 101. wird im Vorbeilaufen angeschnüffelt, vielleicht hat er etwas zu Essen in den Taschen, vielleicht kurz vorher eine läufige Hündin gestreichelt, oder er erninnert sie dann bekannte Personen. Janosch ist schonmal "freudestrahlen" auf eine junge Frau zugelaufen, die von der Statur und Frisur her an Meike (meine Freundin) erinnerte und er hat sie scheinbar echt verwechselt.
    All das sind doch Situationen, die ich vorher nicht planen kann! Und soll ich nun, obwohl meine Hunde gut erzogen sind, sozialverträglich und menschenfreundlich sind, keine Jogger oder Radfahrer jagen, sie immer an der Leine lassen, weil sie sich in 1% aller Fälle nicht korrekt verhalten???
    Vielleicht kann mir ja auch jemand einen Tipp geben, wie ich Janosch davon überzeugen könnte sich nicht zu freuen, wenn er denkt Meike vor sich zu haben!
    Aber nein, eigentlich will ich gar keine Tipps, ich bin froh und glücklich mit meinen Hunden, die zwar gut erzogen sind, aber trotzdem noch ein Eigenleben führen und nicht alle Befehle wie eine Maschine reflexartig ausführen!
    So, ich bin fertig
    ;)

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    Die Sorge um die Kleine Tochter in allen Ehren für mich als Mama absolut verständlich, aber das muss ich mir überlegen, bevor ich einen Hund aus dem Tierheim zu mir nehme!

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    Wieso vermittelt euch das Th überhaupt so einen Hund wenn sie wissen das er nur eine Bezugsperson zulässt und diese auch stark beschützt???

    Silke, du hast zwei bestens sozialisierte Hunde vom Züchter. Gina, du doch glaub ich auch.
    Es ist nun einfach mal so, dass sich viele Hunde im TH bzw. in der ersten Zeit im neuen Zuhause viel unauffälliger zeigen als sie in Wirklichkeit sind und Probleme erst dann auftauchen, wenn der Hund sich in das neue "Rudel" integriert hat.
    Das Beispiel par exellence dafür hab ich ja zuhause sitzen ;)

    @ bordy:

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    Und das die meisten mit Vpglern ein Problem haben, ist ja wohl kein Gerücht, da die meisten auch nicht nur positiv arbeiten (was nunmal auch nicht geht).


    Warum geht das nicht? Interessiert mich wirklich ernsthaft!

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    sie haben Gehorsam und sind auch in Streßsituationen kontrollierbar. Wie, steht wieder auf einem anderen Blatt.


    Nochmal eine Begebenheit aus meinem Leben:
    Ich bin mal über den Parkplatz des von mir beschriebenen Schäferhundplatzes gegangen kurz vor Anfang des Trainings.
    Es herrschte reges Treiben, einige Hunde wurden gerade ausgeladen, andere waren schon auf dem Weg zum PLatz etc.
    Fast jeder dieser Hunde iast komplett ausgerastet, als ich mit Emma und Janosch über diesen Parkplatz ging. Die standen fast senkrecht in ihren Leinen und waren in dieser Situation alles - aber mit Sicherheit nicht kontrollierbar.
    Und wenn man nun ständig diese Erfahrungen macht - und da scheine ich hier ja nicht derr Einzige zu sein - und immer wieder mit dem gleichen Klientel, da kommt man ganz automatisch zu dem Schluss, das das Eine und das Andere zumindest sekundär zusammenhängen könnte ;)