Beiträge von Sleipnir

    Nee Britta, ich glaub, da verstehst du mich falsch.
    Heute abend ist zum Beispiel wieder ein Böller hochgegangen und Emma stand mit eingeklemmter Rute neben mir, zufällig lagen auf dem Tisch noch Leckerchen und ich wollte einfach mal ausprobieren, ob der Stress schon so groß ist, dass sie es nicht mehr nimmt! Ich habs ihr dann kommentarlos unter die Schnauze gehalten und sie hat nur den Kopf weggedreht :/
    Eigentlich sind wir schon recht gut im Ignorieren ;)
    Aber sag mal, wenn euer erster Hund doch ähnlich war, hätte ich mal zwei Fragen an dich:
    1.) Wir haben Emma ja aus dem Tierheim, von daher kann ich nicht nachvollziehen, wie und warum sich ihre Ängste entwickelt haben.
    Weißt du, warum euer Hund so wahnsinnig schreckhaft war, was die Auslöser waren?
    Bei Emma hab ich nämlich eigentlich das Gefühl, dass sie mit Menschen nie schlechte Erfahrungen gemacht hat, dafür geht sie einfach auch auf freme Leute viel zu offen zu (mehr sogar als Janosch), aber ich denke, das sie sehr isoliert aufgewachsen ist, evtl. auf irgendeinem spanischen Hinterhof etc.)
    2.) Wie habt ihr es geschafft bzw. habt ihr es geschafft euerm Hund ein möglichst stressfreies und lebenswertes Hundeleben zu ermöglichen?

    Ja Chrissi, genauso siehts aus!
    Im Moment sind unsere Probleme eigentlich dreierlei:
    1.) extreme Schussangst
    2.) Unsicherheit bis große Angst bei bestimmten Gerüchen (Dönerbude, Grillgeruch etc.)
    3.) Angst bis kopflose Panik in reizuberfluteten Situationen, insbesondere im innerstädtischen Bereich (den ich aber schon seit fast zwei Jahren nicht mehr mit ihr betreten habe)
    Das heißt für uns, sobald etwas unvorhergesehenes passiert oder wir nicht mit ihr in Feld, Wald und Wiese unterwegs sind (dort benimmt sie sich absolut unauffällig) hat sie Stress, je nach Situation reicht das von einer leichten Unsicherheit bis zu einer kopflosen Panik.
    Und das kann auf Dauer einfach nicht gesund sein und ist mit Sicherheit eine gehörige Einschränkung ihrer Lebenqualität, mal ganz davon abgesehen, dass es unser Leben auch nicht gerade einfach macht, einen Hund zu besitzen, denn man in vielen Situationen gar nicht mitnehmen kann und bei dem man immer darauf gefasst sein muß, dass sie von jetzt auf gleich in Panik ausbricht!
    Wie würdet ihr handeln?
    Andererseits will ich aber nicht verschweigen, dass wir in den drei Jahren, die sie jetzt bei uns ist auch gehörige Fortschritte gemacht haben. Anfänglich hatte sie auch Angst vor Regenschirmen, es durfte sich nichts über ihrem Kopf befinden, hat man ein kleines Buch über ihren Kopf gehalten ist sie panisch geflüchtet, sie hatte Angst vor Menschen mit Hüten und Kappen etc.
    All das haben wir hinbekommen, aber jetzt scheint irgendwie das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein und bei den obengenannten Problemen seh ich im Moment keine positive Entwicklung, eher im Gegenteil!

    @ Askja:
    Ich hab an allen Tipps Interesse, die helfen könnten, meine Emailadresse ist im Profil freigeschaltet, wenn du Clubmitglied bist, kannst du mir natürlich auch eine PN schicken, da kann ich nur nicht direkt drauf antworten.

    @ Chrissi:
    Hm...klar hab ich auch über eine Desensibilisierung nachdedacht, weiß nur nicht so ganz wie das klappen soll, knallende Geräusche im Fernseher oder auf CD lassen sie total kalt, die Böllerei geschieht ja immer unverhofft und für mich nicht planbar und sie ist in diesen Situation absolut nicht mehr ansprechbar, zumindest für einige Minuten.
    zu Janosch:
    Glücklicherweise ist er absolut nicht geräuschempfindlich, leztes Jahr ist in einem Mülleimer ein paar Meter neben ihm ein Böller explodiert (glücklicherweise war Emma nicht mit dabei!!!) und der hat nichtmal hingeguckt, selbst ich bin zusammen gezuckt, weil ich mich so erschrocken habe.
    Auf Emmas Panikattacken reagiert er genauso wie ich (wir), nämlich gar nicht! Ich kann in diesen Momentenn an seinem Verhalten ihr gegenüber absolut nichts auffälliges erkennen.

    @ Balljunkie:
    Keine Ahnung, warum das so teuer war, angeblich war das eine ganz erfolgreiche THP, die sich auch sehr kompetent angehört hat, aber wie gesagt, gebracht hat das gar nichts!

    Zitat

    Ich würde mit dem Problem nochmal bei einem THP oder TA vorsprechen.


    Hm...ich weiß nicht so recht, ich bin da wirklich nicht überzeugt von, und nochmal einen, für mich als Studenten, so hohen Betrag investieren und es passiert wieder nichts...vielleicht war es dann wieder die falsche Mischung...

    Zitat

    Wie verhälst du dich denn Emma gegenüber, wenn sie panisch ist?


    Ich verhalte mich gar nicht ;) Soll heißen ich ignoriere diese Verhalten total, und zwar von Anfang an!

    Zitat

    hast du die Bachblüten von einer THP zusammenstellen lassen.


    Ja, hat mich inklusive Haaranalyse und wer weiß was was noch alles insgesamt knapp 200 Euro gekostet und gebracht hat es gar nichts.
    Ist allerdings schon zwei Jahre her, hab das damals auf Anraten des Hundetrainers gemacht, mit dem ich wegen Emmas Problemen zusammen gearbeitet habe, allerdings war ich selber nie überzeugt davon.
    Vielleicht war das auch das Problem...aber eigentlich, um beim Hund eine Wirkung zu erzielen muß ich ja nicht an Homöophatie glauben!

    Ach Leute, ich bin mal wieder etwas frustriert und wie könnte es anders sein, es geht mal wieder um meinen "Problemhund" Emma.
    Ich hoffe, ich nerve euch nicht langsam... ;)
    Ihr kennt ja unsere Probleme...
    Unter anderem ist sie ja auch hochgradig schussempfindlich und seit einigen Monaten knallt es hier abends ständig, keine Ahnung, müßen Silvesterböller oder ähnliches sein. Ich weiß nicht, wer damit zu diese Jahreszeit knallt, aber so seit ein, zwei Monaten hört man immer mal wieder, manchmal einige Tage hintereinander, dann wieder erst nach zwei Wochen etc., immer wieder Knaller in unserer näheren Umgebung.
    Problem ist, sobald Emma einen einzigen gehört hat ist der Abend gelaufen, sie hat im ersten Moment richtig Panik, reagiert kaum auf Ansprache, nimmt kein Leckerchen etc, hat dann ungefähr eineinhalb Stunden richtig Stress und beruhigt sich nur langsam wieder.
    Ich würd ihr in diesen Situationen so gerne helfen, aber weiß einfach nicht wie, da ich ja gar nicht zu ihr durchdringe.
    Und mal ganz ehrlich, ich find, wenn ein Hund teilweise mehrmals in der Woche über Stunden richtigen Stress hat, dass kann zum einen nicht wirklich gesund sein, und zum anderen bedeutet das doch auch eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität.
    Aber diese Schussangst (wobei sie auf Gewehrschüsse fast gar nicht reagiert!) sitzt einfach.
    Eine Zeitlang haben wir es ja mit Bachblüten probiert, aber die schlagen so gar nicht an, ansonsten...gibts da überhaupt irgendwelche Möglichkeiten? Die Medikamente, die ich kenne sind nämlich alle gleichzeitig mit einer ziemlich heftigen Einschränkung der Motorik verbunden - und das muß ja wirklich nicht sein.
    Es gibt hier so viele, so kompetente Personen - was macht man mit einem Hund, der richtige Phobien hat und in diesen Situationen absolut nicht mehr ansprechbar ist.
    Manchmal macht mich das alles so wahnsinnig traurig, die meiste Zeit ist sie ein so wahnsinnig lebensfroher Hund, aber diese immer wiederkehrenden Panikattacken machen das Leben mit ihr so kompliziert und sie tut mir einfach so verdammt leid...

    Danke, Jana!
    Deswegen auch meine Verwunderung!
    Nur weil ich meinen Hunden manchmal etwas zustecke heißt das doch noch lange nicht, dass ich sie nicht auch wegschicken könnte und wenn wir irgendwo zu Besuch sind, oder Besuch bei uns ist, dann werden die Hunde solange wie gegessen wird ins "Platz" geschickt, aber um diesen Befehl durchzusetzen muß ich mich doch nicht immer daran halten.
    Versteht ihr was ich meine!
    Der Hund kann doch normalerweise noch so sehr betteln, aber wenn er gut im Grundgehorsam steht und sich zuverlässig ins "Platz" schicken lässt, dann fällt man auch nirgendwo negativ auf.

    Hm...was hab ich unternommen?
    1.) Also erstmal habe ich diese Begegnungen nur noch unter kontrollierten Bedingungen ablaufen lassen, einfach um jedes Risiko zu vermeiden.
    2.) Bei uns gibt es das Kommando "langsam". Dabei erwarte ich von dem Hund, das er "runterfährt" und sich der Situation angemessen verhält
    3.) das war wohl mit das auschlaggebenste: Ich habe ihn vermehrt mit älteren kleinen Hunden zusammengebracht, die sich gut durchsetzen konnten und ihm ganz klare Ansagen gemacht haben, was Ok ist und was nicht!

    Irgendwann haben wir das hier schonmal diskutiert, ich weiß nur den entsprechenden Thread nicht mehr so genau, allerdings kann ich mich noch erinnern (es ging damals um eine ähnliche Anfrage) das es gar nicht ohne weiteres möglich ist mit dem eigenen Hund im Sicherheitsdienst zu arbeiten.
    Zum einen hatte das wohl versicherungstechnische Gründe und zum anderen durchlaufen Hunde, die dort eingesetzt werden, schon aufgrund des Gefährdungspotentials eine sehr spezielle Ausbildung, die man ihnen als Privatperson gar nicht bieten kann.