Beiträge von Sleipnir

    @ Zuse:
    Ansich finde ich diese Idee gar nicht schlecht, allerdings denke ich, das wenn ich die Rute durch die Kopföffnung ziehe, ist da immer noch soviel Platz, dass er doch an seine Hoden kommen würde?
    Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?

    Ich kann dich gut verstehen - ehrlich.
    Ich besitze eine sehr unsichere spanische Straßenhündin, die sich die ersten 10 Monate ihres Leben alleine durchschlagen mußte.
    Wir haben zwar keinerlei Probleme innerhalb unserer Wohnung, dafür aber draußen, sie ist wahnsinnig geräuschempfindlich und sobald wir uns in reizüberfluteten Situationen befinden gerät sie in kopflose Panik!
    Und ja, dieser Hund schränkt mich ein, ich habe mit ihr seit zwei Jahren nicht mehr die Innenstadt betreten und werde es auch in Zukunft wohl nicht können, egal wo ich mit ihr bin, ich muß immer darauf gefasst sein, dass sie wohlmöglich eine Panikattacke bekommt.
    Und ich bin ganz ehrlich, das nervt mich manchmal, das frustriert mich und macht mich manchmal wütend und ja, ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, dass das Leben ohne sie um einiges unkomplizierter wäre...
    ABER, der Hund kann da nichts für. Sie reagiert ja nicht so ängstlich, um mir das Leben schwer zu machen, sie bekommt ja keine Panikattacken um mich zu ärgern...
    Hunde sind nun mal wahre Meister darin Fehlverknüpfungen herzustellen.
    Ich hab es heute schon in einem anderen Thread erwähnt, unser Zweithund, der normalerweise absolut angstfrei durchs Leben geht fährt heute noch nur sehr ungerne Straßenbahn, und soll ich dir mal sagen warum?
    In seiner Junghundezeit ist neben ihm ein Fahrrad in der Bahn umgefallen und er hat sich wahnsinnig erschrocken. Er hat diesen Schreck allerdings nicht mit dem Fahrrad in Verbindung gebracht, sondern mit der Situation des Bahnfahrens allgemein, vor Fahrrädern hatte er hinterher keine Angst, vor dem Bahnfahren allerdings schon!
    Und es war ein langer und harter Weg mit ihm wieder einigermaßen entspannt Bahn zu fahren.
    Eigentlich sehe ich für dich nur zwei Möglichkeiten:
    Entweder du fängst an seine Unsicherheit zu akzeptieren und liebst ihn für das was er ist und nicht für das was du gerne hättest.
    Das heißt natürlich nicht, dass du nicht an diesen Problemen arbeiten solltest.
    Such dir einen wirklich kompetenten Hundetrainer, der euch im Alltag begleitet, lese alles, was du über Desensibilisierung und Stress bzw. Angst bei Hunden finden kannst und erfreue dich an den kleinen Fortschritten aber sei dir dessen bewußt, dass dein Hund wohl nie vollkommen angstfrei durchs Leben gehen wird.
    Oder du gestehst dir ein, dass du auf Dauer nicht damit leben kannst, es gibt einfach Mensch/HUnd-Konstellationen, die nicht zusammen passen und dann sollte man auch so ehrlich und fair dem HUnd gegenüber sein und ihm ein anderes Zuhause suchen in dem mehr oder anders auf seine Problematik eingegangen werden kann.
    Aber die derzeitige Situation kann ja wohl kein Dauerzustand sein...

    Ich frag mich halt die ganze Zeit, ob es wirklich soooo schlimm ist, wenn er da mal dran leckt.
    Ich erinnere mich nämlich an die Kastrationen unserer Katzen. Damals haben wir keinen Kragen bekommen (gibts das für Katzen überhaupt?) und etwas angezogen haben wir den beiden auch nicht!
    Und die beiden hatten einen Bauchschnitt und keine kleine Wunde auf den Hoden :schockiert:
    Damals ist auch alles gut gegangen...OK, beim Fäden ziehen brauchte der TA nicht mehr allzu viele Fäden ziehen, die meisten hatten sie sich vorsorglich selbst gezogen, aber ansonsten...
    Ich mein, natürlich ziehe ich ihm den Kragen um, wenn es notwendig ist, ich frag mich in diesem Zusammenhang allerdings, warum bei Hunden so viel Wert darauf gelegt wird, dass sie auf gar keinen Fall an ihrer Wunde lecken, bei Katzen, die ja nicht weniger lecken allerdings nicht... :???:

    Magendrehungen sind jetzt nicht mein Spezialgebiet, von daher sollen da mal andere drauf antworten (allerdings weiß ich, dass kleine Hunde davon weit weniger betroffen sind), aber zu deiner zweiten Frage:
    Du hast doch einen Hund mit Fell und kein Säugling!
    Wir schlafen auch immer mit offenem Fenster und bisher hat sich noch kein Hund beschwert.
    Ich glaube viel eher, dass Hunden in den meist absolut überheizten Wohnungen viel eher zu warm ist, als zu kalt!

    Ja, das mit den Boxershorts haben wir gestern abend schon versucht, Problem hierbei war, dass meine Boxershorts ja viel zu groß sind, also haben wir eine ältere oben abgenäht, so dass sie ihm nicht sofort vom Hintern rutscht, allerdings hat es ihn völlig irritiert, vielleicht hat es auch weh getan, dass der Stoff an den Hoden rieb und dann hat er erst recht versucht da ran zu kommen.
    Die OP-Wunde ist halt auch an einer ziemlich blöden Stelle, nämlich hinten auf den Hoden und von daher reibt das sofort.
    Maulkorb ist er eigentlich nicht gewöhnt, ich glaube allerdings nicht, dass das so ein großes Problem wäre, allerdings hab ich mir auch schon gedacht, dass er da ja auch durchlecken kann.

    Ihm gehts gut, wirklich, wenn man es nicht wüßte, würde man nie auf die Idee kommen, dass er gestern operiert wurde und hinterher so ein Spektakel gemacht hat.
    Er benimmt sich wieder ganz normal.
    Ich glaube, er hatte wirklich nur tierischen Hunger, der hat nämlich die gantze Nacht noch ein bisschen rumgejammert, hat sich heute morgen wie halbverhungert auf seinen Fressnapf gestürzt und sich danach zufrieden auf die Couch plumpsen lassen und seitdem war kein Fiepen mehr zu hören.
    Ich hab aber mal ne andere Frage: damit er nicht an seiner Wunde leckt, muß er ja zumindest nachts einen Kragen tragen - das hat heute Nacht so gar nicht funktioniert, er ist mit diesem Ding kaum einen Meter gelaufen, hat sich allerdings auch nicht hingelegt, ist überall vorgelaufen und stand die meiste Zeit mit hängendem Kopf in der Ecke.
    In Anbetracht der Tatsache, dass er bisher noch keinerlei Anstalten gemacht hat an seiner Wunde zu lecken würde ich ihm das heute Nacht gerne ersparen - hat irgendjemand eine Idee, was man alternativ machen könnte?

    Hm...erlebt habe ich soetwas noch nicht, meine These wäre aber etwas anderes:
    Sie hat sich bei der Autofahrt, bei der sie aus dem Fenster gesprungen ist (findest du es nicht etwas riskant einen ungesicherten Hund bei runtergekurbelten Fenstern zu transportieren :???: ) vor irgendetwas fürchterlich erschrocken und hat eine Verknüpfung mit dem Autofahren an sich hergestellt.
    Von daher ist sie jetzt so ängstlich beim Autofahren denn in ihrem Kopf haben sich jetzt Autofahren und Schreck/Angst verbunden.
    Das ist auch gar nicht so abwegig, Hunde stellen die verücktesten Verknüpfungen her.
    Janosch fährt bis heute nicht wirklich gerne Straßenbahn, da in seiner Junghundezeit mal ein Fahrrad neben ihm umgefallen ist. Vor Fahrrädern hatte er danach keine Angst, vorm Straßenbahnfahren allerdings schon, und damit haben wir noch heute zu kämpfen.
    Ich würde jetzt folgendermaßen vorgehen.
    Seid ihr für Spaziergänge auf das Auto angewiesen?
    Wenn nicht, würde ich es erstmal komplett stehen lassen und ihr keine weiteren Fahrten mehr zumuten.
    Versuche allerdings, dass Auto so positiv wie möglich zu besetzen.
    Füttere sie z.B. im Auto, klappt das gut, versuch sie nach dem Füttern noch etwas im Auto zu behalten, verhält sie sich unauffällig - dickes Lob.
    Steigere diese Zeiten, mach irgendwann die Türen zu, fahr wieder ein klitzekleines Stückchen, fahr wiede längere Strecken.
    Ich würde wirklich versuchen das in dieses kleinen Trainingsschritte zu zerlegen, damit du so oft wie möglich die Möglichkeit zum Loben hast und sie nicht überforderst.