Beiträge von Sleipnir

    @ Kristine:

    Zu den Treibjagden an sich hab ich mich ja schon geäußert... ;)

    Es scheint bei Treibjagden wohl nichts Ungewöhnliches zu sein, dass auch "Nicht-Jagdhunde" mitlaufen - Stöbern ist allerdings auch nicht die "hohe Kunst" des Jagdhundewesens... :D
    Nein, ich bin mir sicher, dass Janosch NICHT beim Stöbern bleibt, ich weiß, dass er ins Hetzen fallen würde, weitergehende Jagdsequenzen zeigt er allerdings nicht, nach dem Hetzen ist Schluss, aber ich bin mir da im Moment nicht sicher, ob das so gewollt ist.
    Wo hab ich denn geschrieben, dass ich bei der Jagd alles im Griff hätte, wenn das so wäre, dann hätte ich diese Frage hier doch gar nicht eingestellt!

    @ sara:

    Zitat

    Da gibt es doch als Hobby-Jagdhundehalter weitaus bessere Möglichkeiten zur Auslastung, im Hinblick auf den Tierschutz und die Sicherheit des eigenen Hundes.


    Nenn mir dochmal ein paar, was Janosch so von Dummytraining und Co. hält hab ich ja hier im Thread beschrieben :D

    Zu den Treibjagden: Klar ist das ein wahnsinniger Stress für das Wild, der Vorteil ist allerdings, dass in relativ kurzer Zeit relativ viele Tiere geschossen werden können was den Stress über einen längeren Zeitraum betrachtet wieder minimiert, denn wenn auf einer Treibjagd 20 Rehe geschossen werden, brauchen diese 20 Rehe nicht durch Ansitz oder Pirsch erlegt werden, insgesamt im Revier also ein geringerer Jagddruck!

    Zitat

    Aber braucht der Hund dafür nicht eine spezielle Ausbildung?

    Er muss doch zB bestimmte Kommandos beherrschen, gerade zu seiner Sicherheit.

    Da bin ich mir auch noch nicht so ganz sicher... :???:
    Die Hunde sind ja dafür da um das Wild aus ihren Einständen zu treiben, aber fallen die Hunde dann nicht automatisch ins Hetzen, ist das gewollt?

    Wegen der Schussfestigkeit mache ich mir wirklich am wenigsten Gedanken.
    Wir wohnen hier mitten am Wald und wenn wir unterwegs sind und irgendwo im Wald geschossen wird schaut Janosch nichtmal hin (Emma tänzelt dann schon recht aufgeregt hin und her), genauso mit Silvesterböller.
    Es ist uns letztes Jahr mehrfach passiert, dass irgendwelche Böller nur wenige Meter von ihm entfernt hochgegangen sind - seine Reaktion - gar nix - er hat das vollkommen ignoriert (Emma wäre in der gleichen Situation wahrscheinlich den Heldentod gestorben :D ) - von daher gehe ich einfach davon aus, dass er schußfest ist.

    Eigentlich versuche ich schon seinen Jagdtrieb auszulasten. Wie gesagt, ein bis zweimal die Woche machen wir Dummytraining, ich lege für beide Hunde auf den Spaziergängen immer wieder kleine Fährten, lege die Hunde ab, verstecke mich dann und lass mich suchen etc.
    Das interessante dabei ist dann, dass Emma, deren Jagdtrieb gar nicht so ausgeprägt ist, die nie auf die Idee käme eine Spur zu verfolgen oder zu stöbern mit Feuereifer bei der Sache ist - einfach weil sie es liebt mit mir zusammenzuarbeiten.
    Mit Janosch ist das etwas beschwerlicher, er macht zwar auch mit, man merkt aber oft, dass er nicht ganz bei der Sache ist und sich schnell ablenken lässt, ich glaub, er findet das alles nicht so spannend, und möchte lieber wirklichen Wildfährten folgen als irgendwelche Wiener Würstchen auf der Wiese zu suchen... :D

    Ich tendiere ja auch eher dazu ihn mitzunehmen, aber den Nachteil sehe ich einfach darin, dass Janosch, der ja jetzt schon in der Hauptsache spazierengeht um Spuren zu finden, zu stöbern und am liebsten auch zu jagen, dann in wildreichen Gebieten noch schwieriger zu kontrollieren ist als er es sowieso schon ist...

    Würde ich meine Frage in einen Satz packen und euch fragen, ob ihr einen jagdambitionierten "Privat"-Hund mit zu einer Treibjagd nehmen würdet, würde wahrscheinlich das ganze Forum aufschreien und mir dringend davon abraten...also hole ich mal ein klein weing weiter aus:
    Der Vater meiner Freundin ist Jäger und hat mich zu einer Treibjagd im Januar eingeladen. Da sie wohl noch einige Treiber samt Hund benötigen schlug er mir gleich vor, dass ich ja Emma und Janosch auch mitbringen könnte...
    Emma mitzunehmen steht für mich in keinster Weise zur Debatte, zum einen ist sie absolut nicht schußfest und zum anderen stöbert sie auch nicht, sondern ist reine Sichtjägerin.
    Bei Janosch sieht das schon anders aus. Er stöbert für sein Leben gern und dürfte auch schußfest sein. Ich weiß, dass ich ihm mit diesem Tag wohl den Himmel auf Erden bereiten würde. Ich frage mich allerdings, welche Auswirkungen wird diese Treibjagd auf unsere alltäglichen Spaziergänge haben, denn ohne Frage werde ich seinem sowieso schon gut entwickelten Jagdtrieb damit natürlich so richtig Feuer geben...
    Anererseits, er steht ganz gut im Grundgehorsam, und Hunde in Jägerhänden sind ja auch in der Lage zwischen Jagd und Spaziergang zu unterscheiden.
    Sein Jagdtrieb ist nun einfach vorhanden und lässt sich leider auch nicht wegdiskutieren, klar versuche ich ihn durch Dummytraining und verschiedenste Suchspiele umzulenken, aber sobald eine Hasenfährte seinen Wegh kreuzt kann ich meinen Dummy einpacken.
    Wahrscheinlich müßte er wirklich jagdlich geführt werden und nun frage ich mich, ob diese Treibjagd (wenn er sich ganz gut dabei anstellt wirds mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein) eher kontraproduktiv ist, weil er dann erst richtig auf den Geschmack kommt, oder ob ich ihm diesen Spass einfach gönnen sollte - Lust hätte ich ja schon darauf...
    :???: