Beiträge von Sleipnir

    Es könnte schon eine Angstphase sein, es könnte auch ein medizinisches Problem sein - ich würde ihn auch mal von einem TA umkrempeln lassen, es könnte allerdings auch mit seiner Vergangenheit zusammenhängen.
    Das was ich jetzt schreibe ist mit Sicherheit ziemlich abwegig und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich gering, aber ich habe vor knapp 3,5 Jahren auch eine damals zehnmonatige Hündin aus Spanien vom Tierschutz übernommen. Die ersten zwei, drei Monate zeigte sie sich auch vollkommen unauffällig, war nervlich belastbar, pennte mitten auf dem überfüllten Marktplatz ein etc.
    Nach einger Zeit, ohne mir erkennbaren äusseren Anlass veränderte sich dieses Verhalten insofern, dass ich nach einiger Zeit ein ständig panisches, zitterndes Etwas an der Leine hatte mit der es beim besten Willen nicht mehr möglich war die Innenstadt zu betreten.
    Ich hab sie untersuchen lassen, war Stammgast bei einem kompetenten Hundetrainer, hab sie homöophatisch behandeln lassen etc. Nichts half wirklich.
    Heute, mit 4,5 Jahren, habe ich diese Hündin auf einem ziemlich niedrigen Level stabilisieren können, von einem nervenfesten Hund ist sie aber immer noch meilenweit entfernt.
    Ich hab dann in einem anderen Forum eine Hundebesitzerin kennengelernt, der es mit ihrem "Südhund" ganz genauso erging, die Parallelen waren wirklich verblüffend.
    Wir haben uns dieses Verhalten folgendermaßen erklärt. Durch den Aufenthalt in Auffanglagern im Ursprungsland, den Transport nach Deutschland und den anschliessenden Tierheimaufenthalt waren die Hunde so traumatisiert, dass sie erstmal alles mit sich haben machen lassen und die Realität ein Stück weit ausgeblendet haben, sozusagen als Selbstschutz, als sie sich dann mehr und mehr eingelebt haben kamen die Defizite der mangelhaften Sozialisation dann richtig zum Tragen, und verschwanden auch nie wieder.
    Keine Ahnung, ob das wirklich auf meine Hündin zutrifft und noch viel weniger kann ich beurteilen, ob das evtl. auch auf deinen Hund zutreffen könnte - aber es ist ein Erklärungsansatz...

    Da lag ich mit meinen Vermutungen ja ziemlich nah an der Wahrheit... :D
    Nur die Vorsteher, die auf der HP genannt werden, die kommen irgendwie nicht mehr vor...naja, vielleicht ist dieser Umstand ja auch dem hundeunkundigen Computerfachmann geschuldet... ;)
    Sehr interessanter Beitag Veela!
    Nur das mit dem gering ausgeprägten Jagdtrieb - das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen...wie soll der bei diesen Ausgangsrassen abhanden gekommen sein? (Das wäre übrigens auch eine Frage, die ich sehr gerne beantwortet hätte - den alle Ausgansrassen vom Husky über die Jagdhunde bis zu den Hütehunden verfügen über mehr oder weniger stark ausgeprägten Jagdtrieb, von den Greyhounds erst gar nicht zu reden...)
    Ich schrieb zwar, dass sowohl Hounds, als auch Alaskan Huskies führiger sind als die Sibirier, so wird es ja auch in Veelas Posting ausgedrückt - aber weniger Jagdtrieb haben sie, schon auf Grund ihrer Vorfahren nicht, sie sind viel eher dazu bereit auch im Jagdmodus noch mit ihren Menschen "zusammenzuarbeiten" und sich gegebenenfalls eher abpfeiffen zu lassen!

    @ Jocks_B:
    Was sind Vermutungen?
    Das einzige was ich vermute, ist das etwas Greyhoundblut in dieser "Rasse" fliesst. Davon gehe ich aus, weil diese Seite verlinkt ist mit einer Schlittenhunde-HP und auf dem europäischen Festland eigentlich ausschliesslich Greyhoundblut in die Schlittenhundpopulation eingekreuzt wird.
    "Vorsteher" ist ein mehr oder weniger fester Begriff der Schlittenhundszene für den DK, und da er so auf der HP genannt wird, sollte es wohl auch ein DK sein.
    Klar, vielleicht ist das auch völlig an den Haaren herbei gezogen, aber so erscheint es mir noch am plausibelsten!

    Über Sinn und Unsinn dieser "Rasse" möchte ich hier gar nicht diskutieren, dazu wurde hier schon genug gesagt und außerdem hab ich mir auch noch keine abschliessende Meinung gebildet.

    Trotzdem versuche ich mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen:
    Es kam die Frage nach den beteiligten Rassen auf. Der Begriff "Vorsteher" ist insbesondere in der Schlittenhundeszene verbreitet und meint eigentlich immer einen Deutsch Kurzhaar.
    Der Windhundanteil dürfte vom Greyhound herrühren.
    Ich vermute mal das diese Hunde, deren Erscheinungsbild ja noch relativ variabel ist, auf eine Kreuzung zwischen einem Hound (reine, auf Ausdauer und Schnelligkeit getrimmte Gebrauchskreuzung der Schlittenhundszene, meist bestehend aus DK, Alaskan Husky und teilweise Greyhound) und einem Hütehundmix (Schäferhund/Collie) zurückgeht.

    Nochmal was zu der Kombination Vorstehhund-Husky, die ja hier als so "explosiv" beschrieben wird:
    Ich denke, dass mehr als die Hälfte der Hunde erfolgreicher Musher heute auf diese Kombination zurückgehen - das sind nämlich die schon oben beschriebenen "Hounds". Und nach einhelliger Meinung, ich hab noch nie etwas gegenteiliges gehört, gelten diese Hunde als sehr führig mit einem großen "will to please", ganz anders als reine Nordische. Viele Musher lassen ganze Rudel von ihnen in der trainingsfreien Zeit unangeleint (!!!) am Fahrrad laufen und Hunde die den harten Anforderungen des professionellen Schlittenhundesports nicht genügen gliedern sich meistens ziemlich problemlos in das Leben eines Einzelhundes als "Nur-Familienhund" ein.

    Ich will damit mit Sicherheit nicht sagen, dass diese Hunde immer einfach und immer problemlos sind und ihr Laufbedürfnis lässt sich mit Sicherheit nicht mit dem eines kurzatmigen Boxers vergleichen, aber so explosiv wie es hier dargestellt wird ist diese Kombination nun auch nicht!

    Naja, es geht mir ja nicht darum, dass Emma eher weniger an gemeinsamen Spiel interessiert ist als Janosch...das ist auch eher Janosch Problem :D ...sondern wie man erklären kann, dass zwei Hunde, die täglich miteinander spielen immer wieder in Phasen kommen, in denen sie nicht einfacher nur weniger miteinander spielen oder so, sondern von jetzt auf gleich das gemeinsame Spiel komplett einstellen, und das über Wochen.

    Hallo!
    Für die Leute, die es noch nicht wissen, ich besitze eine fast fünfjährige Hündin und einen zweieinhalbjährigen Rüden. Die Hündin hat bei uns ganz klar "die Hosen an" und Janosch hat zuhause nicht wirklich viel zu melden. Da er das aber vollkommen akzeptiert hat und nicht in Frage stellt, gestaltet sich ihr Zusammenleben meistens ziemlich harmonisch.
    Gemeinsame Spiele werden grundsätzlich von der Hündin initiiert, er fordert sie zwar auch hin und wieder zum Spiel auf, darauf geht sie aber nur in den seltensten Fällen ein. Gespielt wird also wenn Emma Lust hat... :D
    Nun ist es so, dass sie zwar nicht aussergewöhnlich oft zusammen spielen, aber ein, zwei kurze Tobeeinheiten täglich sind es eigentlich schon.
    Etwas stutzig macht mich allerdings, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen Emma "über Nacht" gar nicht mehr mit Janosch spielt und das dann auch über mehrere Wochen durchzieht.
    Irgendeinen für mich erkennbaren Auslöser gibt es dabei nicht.
    Anfangs dachte ich, dass es in irgendeiner Art und Weise mit ihrem Hormonhaushalt zusammenhängt, da es beim ersten Mal etwa 4 Wochen vor ihrer Läufigkeit anfing und direkt nach der Läufigkeit wieder aufhörte. War allerdings nur das eine Mal so, derzeit kommen diese Phasen kreuz und quer im Jahr verteilt vor.
    Mit mir (oder anderen Menschen) spielt sie immer, also auch während dieser Phasen, mit fremden Hunden fast nie, von daher kann ich aufgrund ihres Spielverhaltens bei Menschen und fremden Hunden leider keine Rückschlüsse auf diese "spielfaulen" Phasen ziehen.
    Das ist eigentlich kein wirkliches Problem für mich, für die Hunde wohl auch nicht, aber mich würde trotzdem mal interessieren wo die Gründe dafür liegen könnten, und ob andere Hunderhalter ähnliche Erfahrungen machen...

    Also wenn du nicht im Internet bestellen willst und dir ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig ist, dann wäre für mich als Ergänzung zur Rohfütterung das Markus-Mühle die allererste Wahl.
    Ich hab jetzt allerdings noch nicht ganz verstanden, warum es unbedingt getreidefrei sein muß/soll?
    Ich füttere (in relatv geringen Mengen auch neben der Rohfütterung) dieses Futter seit fast 2 Jahren und bin ziemlich überzeugt davon. Die Hunde nehmen es gut an, sie vertragen es gut, der Output unterscheidet sich kaum vom "Barf-Output" und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist, gerade wenn man Großhundehalter ist und nicht nur einen Hund zu füttern hat, absolut genial!