Beiträge von Sleipnir

    Insbesondere unter hundebegeisterten Leuten scheint es ja fast ein Unding zu sein seinen Hund mehr als 3 oder 4 Stunden allein zu lassen.
    Ich finde das überzogen, und zwar ziemlich... ;)
    Solange das Training zum Alleinbleiben schrittweise aufgebaut wird, der Hund vorher und nachher genügend Ansprache und Auslauf hat und auch augenscheinlich keine Probleme mit dem Alleinsein hat, sehe ich eigentlich kein Problem darin einen (zwei, drei oder vier) Hund(e) acht Stunden lang allein zu lassen. Der limitierende Faktor für mich ist dabei auch eher die Notwendigkeit, dass die Hunde sich nach einer gewissen Zeit lösen müssen.
    Hätte ich die Möglichkeit Hunde mit einem Zugang nach draussen allein zu lassen könnte ich mir unter gewissen Vorraussetzungen auch vorstellen sie teilweise noch länger allein zu lassen.
    Ich verstehe auch gar nicht, warum darum immer so ein "Theater" gemacht wird.
    Natürlich sind Hunde Rudeltiere, die eingebunden in der Familie leben sollten und viel Zuwendung benötigen, aber Hunde dösen und schlafen auch 16 Stunden am Tag und ich weiß nicht, warum ich meinen Hund so von mir abhängig machen sollte, dass ich ihm in dieser Zeit "das Händchen halten" müßte... :???:

    Ich denke, dass ist eine sehr individuelle Einstellung.

    Aber hier mal einige Dinge, die ich übertrieben finde:

    ...sich als Mama/Papa des Hundes zu bezeichnen und diesen als Baby.
    ... 5 Leinen und 10 Halsbänder/Geschirre für einen (!!!) Hund.
    ...Geschenke zum Geburtstag/zu Weihnachten.
    ...beim ersten Hustenreiz zum TA zu hechten.
    ...mehr Geld für die Hundeernährung als für die eigene auszugeben.
    ...sich nichtmal für ein WE vom Hund trennen zu können.
    ...Hundekleidung.
    ...Vermenschlichung in jeder Beziehung.
    ..."Pfötchenhotels".

    Ich bin mir 100% sicher, dass du mit den Mengen nicht hinkommen wirst!
    Ich hab hier eine ziemlich gute Futterverwerterin, die auch über den Tag verteilt mindestens noch ne Handvoll TroFu als Trainingsleckerchen bekommt und sie benötigt bei 23 Kg Gewicht 450-500 Gramm Fleisch (bzw. RFK) + 200 Gramm Gemüse, Obst, Getreideprodukte.
    Und über Janosch Fleischbedarf wollen wir erst gar nicht reden... :o

    Unser Rüde ist sterilisiert (nicht kastriert!!!) und war auch in der Standhitze mit unserer Hündin zusammen. Er hat sie zwar nicht wirklich gedeckt - den Dreh hat er noch nicht ganz raus gehabt, will ja alles gelernt sein :D - aber lustig rumprobiert hat er trotzdem, vielleicht zählt das ja auch...
    Sein Verhältnis zu anderen Rüden hat sich in keinster Weise geändert! Er geht immer noch jedem Streit aus dem Weg und stellt keinerlei Besitzansprüche an unsere Hündin.
    Bei Hündinnen ist es so, dass ich das Gefühl habe, dass er, durch die Hitze die er mit unserer Hündin erlebt hat ganz genau weiß, wann es sich lohnt und wann es zwecklos ist um eine Hündin zu buhlen.
    Hündinnen am Anfang bzw. am Ende der Hitze lassen ihn also relativ kalt.
    Er rennt also nicht jeder Hündin hinterher, was ich als sehr angenehm empfinde.
    Sind aber nur unsere Erfahrungen, bei anderen Rüden mag das evtl. ganz anders sein!

    Zitat

    Findet ihr es unverandwortlich in unserer Lebenssituation einen zweiten Hund dazu zu holen?

    Nein, wenn alles gut durchdacht ist, warum denn?
    Wir haben uns einen Zweithund zugelegt als ich mitten im Studium und meine Freundin am Anfang einer Ausbildung stand - viele Jahre konnten wir da auch nicht im Vorraus planen und Unvorhersehbares kann man sowieso nicht mit einplanen.
    Allerdings würde ich euch sehr empfehlen zumindest den Umzug und den Anfang des Studiums abzuwarten!

    Zitat

    Ich würde den zweiten Hund in einem halben Jahr dazu holen. Ist das zu früh für unseren Jungspund? Oder orientiert er sich an der älteren Hündin?

    Darauf pauschal zu antworten ist recht schwierig, das kommt immer auf die jeweilige Hundekonstellation an!