Beiträge von Sleipnir

    So, seit dem ich diesen Thread hier eröffnet habe habe ich natürlich fleissig geübt. Das Problem mit dem Ziehen ist auch schon viel besser geworden, allerdings habe ich jetzt zwei Hunde, die mit angelegten Ohren und hängenden Ruten lustlos (und unsicher) neben mir herlaufen... :/
    Ich gehe im Moment folgendermaßen vor.
    Ich hab ne 2-Meter-Leine und an jeden Karabiner befestige ich einen Hund, ich nehm sie beide an meine rechte Seite, Janosch läuft aussen, Emma innen, sobald auch nur der geringste Zug auf die Leine kommt, korrigiere ich sie mit einem "Nein", bleibe stehen und dirigiere sie wieder auf meine Höhe.
    Laufen sie an durchhängender Leine wird natürlich kräftig gelobt und Leckerchen verteilt.
    Soweit so gut. Allerdings passiert es im Moment natürlich noch mehrmals in der Minute, dass Zug auf der Leine ist und wir stehenbleiben, ist natürlich für die Hunde (und auch für mich) etwas anstrengend, hinzu kommt ja auch die blöde Situation bei zwei Hunden, dass immer auch der andere "leiden" muss und stehenbleiben muss, wenn der andere gezogen hat.
    Im Moment habe ich auf jeden Fall das Gefühl, dass es ihnen absolut keinen Spass mehr macht an der Leine zu laufen und ich mich frage, wie ich es schaffe, ihnen den "Spass" nicht zu nehmen, aber trotzdem konsequent bei jedem Zug stehen zu bleiben.
    Versteht ihr was ich meine?
    Und dann noch eine andere Frage:
    Emma ist ja ein sehr unsicherer Hund und je unsicherer sie wird desto mehr besteht bei ihr die Tendenz zu ziehen.
    Eigentlich müsste ich ja auch in diesen Situationen so konsequent sein und auf ein Gehen an lockerer Leine bestehen, das mache ich im Moment auch, allerdings wird sie in Situationen, in denen sie sowieso schon unsicher ist und ich dann auch noch auf ein "ordentliches" Laufen an der Leine bestehe noch unsicherer. Was soll ich da machen?

    Sammy kann nicht alleine bleiben - das ist erstmal Fakt!
    Ob es nun am mangelnden Training liegt, an einem Kontrollverlust oder er vielleicht wirklich unter Trennungsangst leidet kann man nicht genau sagen. Soll sich an diesem Verhalten dauerhaft etwas ändern, müsste das schrittweise trainiert werden wie bei einem kleinen Welpen - in Minutenschritten. Das kann Ulli aber nicht leisten, da sie ja arbeiten muss- einen Hundesitter oder eine Hundetagesstätte kann sie sich nicht leisten und jemanden zu finden, der jeden Tag einen Hund umsonst für viele Stunden versorgt mag im Einzelfall zwar möglich sein, aber insgesamt ist diese Möglichkeit doch schon recht utopisch.
    Ulli es tut mir wirklich leid, das so zu schreiben, aber ich finde die Situation schon ziemlich ausweglos... :/
    Die Frage die sich mir da stellt ist einfach, ob Sammy in eurer Lebenssituation wirklich der richtige Hund für euch ist bzw. ob ihr die richtigen Besitzer für ihn seid.
    Es versuchen so viele User hier irgendwelche Möglichkeiten zu finden um dir aus dieser Situation herauszuhelfen, den Knackpunkt allerdings, dass du ein längerfristiges, kleinschrittiges "Alleinseintraining" auf Grund deiner täglichen Abwesenheit gar nicht leisten kannst, den kann hier niemand auflösen, und daran wird es wahrscheinlich auch scheitern.
    Entschuldige die offenen Worte, ich weiß das ist bestimmt nicht das, was du jetzt hören möchtest...

    Der Labbi war glaub ich so zwei oder zweieinhalb Jahre, ich habe die Besitzerin darauf hingewiesen, dass dieses Verhalten meinen Hund doch enorm stresst und es schön wäre das zu unterbinden und die Besitzerin war, das muß man wohl so sagen, reichlich überfordert mit der Situation und hat es leider nicht geschafft ihren Hund, der ja auf nichts mehr reagiert hat, unter Kontrolle zu bringen.

    @ Kasha:
    Ist ne gute Frage, ich find das auch nicht wirklich normal. Bersonders interessant finde ich in diesem Zusammenhang übrigens die Tatsache, dass dieses Verhalten oftmals von Labrador Retrievern bzw. deren Mischlingen gezeigt wird. Da fragt man sich doch gezwungenermaßen auf welche Dinge dort in der Zucht selektiert wird.
    Ich hab es vor einiger Zeit auf einem Gruppenspaziergang erlebt, ein Labrador hat Emma geschlagene 2 Stunden am Hintern gehangen, war vollkommen weggetreten, hat jeden anderen Rüden weggeknurrt und war absolut nicht mehr ansprechbar, auch das Emma ihn ständig weggebissen hat hat keinerlei Auswirkungen auf sein Verhaslten gezeigt...und das Erschreckende war für mich dabei, dass Emma nicht mal im Ansatz läufig war!
    Und das ist doch kein normales Verhalten mehr, oder?
    Janosch ist jetzt mein zweiter Rüde und klar dreht er auch etwas auf, wenn eine hochläufige Hündin direkt vor ihm steht, aber ich kann nicht sagen, dass er in diesen Situationen nicht mehr lenkbar wäre, auch ist er mir noch nie wegen einer läufigen Hündin abgehauen, wenn die Hündin in der Wohnung über uns läufig ist, dann lässt ihn das auch ziemlich kalt, er hat deswegen noch nie gefiept, das Futter verweigert oder sonstwas.
    Mit meinem ersten Rüden war das übrigens sehr ähnlich - und das ist in meinen Augen normales Rüdenverhalten, aber nicht diese Horrorgeschichten, die man hier manchmal zu lesen bekommt.

    Wobei ich immer denke, dass ein Hund nicht einschneident in seiner Lebensqualität behindert wird, wenn ihm im Alter einige Zähne fehlen...
    Ganz ehrlich, dafür würde ich kein Geld ausgeben und wenn die Preise vergleichbar sind mit denen beim "menschlichen" Zahnarzt, dann wird das wohl richtig teuer...

    Weiste Mellon, was ich unverantwortlich finde...das du meine Postings nicht richtig liest!!!
    Hab ich irgendwo geschrieben, dass sie ihren Hund einfach rennen lassen soll?
    Nein!!! Ich hab geschrieben, dass sie daran arbeiten soll, um ihn mittelfristig auch im Wald wieder ohne Leine laufen lassen zu können!
    So...was ist an der Aussage jetzt verwerflich?
    Ich wollte Anette nur etwas Mut machen, da es sich so anhörte als befürchte sie, ihn jetzt nie wieder im Wald ohne Schleppleine laufen lassen zu können!