Beiträge von Sleipnir

    Da hab ich ja den richtigen Thread gefunden... ;)
    Ich habe keinen Jack Russell, noch nicht... :D
    Nein, mal ganz ehrlich, diese Hunde sind die einzige kleine Hunderasse, die mir wirklich gefällt, bin nämlich eher der Großhunde-Fan.
    Insbesondere liebe ich ihr unerschrockenes, ja teilweise größenwahnsinniges Wesen und ihren grenzenlosen Mut.
    Und genau dazu hätte ich mal eine Frage:
    Ich hatte letzte Woche eine ganz zuckersüße Jack Russell Hündin in der Tagebetreuung und war eigentlich ganz angetan von ihr.
    Allerdings war sie mir ein bisschen zu einfach...ich weiß, hört sich vielleicht etwas eigenartig an, aber irgendwie fehlte es ihr etwas an dem "terriertypischen Biss" der mich an der Rasse so fasziniert, sie war insgesamt schon eher etwas zurückhaltend.
    Habe ich da vollkommen falsche Vorstellungen von dieser Rasse (vielleicht sollte ich mir doch eher einen Jagdterrier zulegen... :D ), war sie eine Ausnahme oder gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Linien?

    Und noch eine zweite Frage:
    Was unterscheidet eigentlich den Jack Russell Terrier vom Parson Russell Terrier. Bisher dachte ich eigentlich die Größe.
    Jack Russell eher kurzbeinig unter 30,5 cm und Parson Russell eher hochbeinig über 30,5 cm.
    So, wenn man sich nun aber einige Hunde auf der Homepage des JRTV e.V. anguckt, der ja den Jack Russell Terrier betreut, dann findet man dort haufenweise hochbeinige Terrier über 30,5 cm! Kann mir das jemand erklären?

    Klar könntest du ihr die Brocken klein machen, MM lässt sich ja recht einfach brechen.
    Ich denke aber, dass das nur ein Gewöhnungsprozess sein wird.
    Ich hatte letzte Woche eine winzigkleine Jack Russell Hündin in der Tagesbetreuung und die ersten Male hat sie mich auch recht skeptisch angeschaut, als ich ihr MM angeboten habe, mit der Zeit ist sie aber wohl auf den Geschmack gekommen und zum Ende der Woche hat sie sogar ihr eigenes Futter verschmäht, wenn ich ihr MM angeboten habe!

    Die "Kinderangst" scheint bei euch ja noch ausgeprägter zu sein als bei uns...
    Ich glaube aber trotzdem nicht, dass Kira mal schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hat, sondern einfach nur, dass sie nie welche kennengelernt hat, und Kinder unterscheiden sich für einen Hund schon ganz gehörig von einem Erwachsenen, sie sind kleiner, oftmals laut, bewegen sich schnell und oftmals unvermittelt etc.
    Was du machen kannst:
    Gib ihr Sicherheit. Wenn euch Kinder entgegenkommen, nimm sie ruhig und fast beiläufig auf deine andere Seite, so das du zwischen ihr und den Kindern gehst.
    Wenn dich Kinder ansprechen etc. nimm sie hinter dich.
    Kommt es trotzdem zu Situationen in denen sie bellt, dann entferne dich ruhig und behutsam ein Stück mit ihr, und wenn sie sich beruhigt loben, loben, loben.
    Such Situationen auf in denen Kinder sind und du mit ihr trainieren kannst.
    Stell dich mit ihr in die Nähe einer Schule, eines Kindergartens, eines Spielplatzes etc.
    Anfänglich soweit von den Kindern weg das sie noch einigermaßen ruhig ist, lob sie für das ruhige Verhalten, spiel dort mit ihrem Lieblingsspielzeug mit ihr etc.
    Mach alles mögliche um für sie die Anwesenheit von Kindern positiv zu verknüpfen.
    Das wären jetzt so die ersten Schritte, die ich gehen würde!

    Mir geht es ähnlich.
    Janosch hat auch Angst vor Kindern, und das Schlimme....ist auch noch meine eigene Schuld... :kopfwand:
    Was haben wir uns für Mühe mit seiner Sozialisation gegeben, an die Innenstadt, an andere Tiere, an das S- und U-Bahn fahren, an optische und akustische Reize, an Alles mögliche haben wir ihn schrittweise herangeführt, nur an Kinder, an die haben wir, auch in Ermangelung potentieller "Sparingspartner" im Freundes- und Bekanntenkreis nicht gedacht.
    Nun...heute ist es so, dass er Kinder zwar hoch interessant findet, allerdings nur aus sicherer Entfernung, laufen sie auf der Straße an ihm vorbei und beachten ihn nicht ist noch alles in Butter, fangen sie aber an ihn zu fixieren oder wollen ihn streicheln, wird er zunehmend unsicher. Allerdings bellt er dabei weniger, sondern versucht ihnen einfach auszuweichen.
    Im Moment versuche ich das Problem, einfach zu vermeiden, indem ich Kindern die ihn streicheln wollen einfach sage, dass er Angst hat und sie ihn bitte in Ruhe lassen sollen - klappt eigentlich ganz gut.
    Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es bei Janosch durchaus möglich ist ihn mit einigen Kindern zusammenzuführen wenn man nur geduldig genug ist.
    Wie ist es denn bei euch, ist es schon der reine Anblick, der Kira aus der Fassung bringt, oder fängt sie erst an zu bellen, wenn die Kinder sich ihr zuwenden?

    Zitat

    Ich denke eher , daß er auf Unsicherheiten seines menschlichen Gegenübers reagiert und versucht , einen vermeintlich höhere Position zu bekommen . Also Grenzaustestung , wie weit kann er gehen .


    Aber dann müsste er bei Erwachsenen, die Angst vor ihm haben ja ähnlich reagieren!
    Nillay, kannst du da irgendwelche Erfahrungen beisteuern?

    Das kann ich fast 1 zu 1 für uns so übernehmen.
    Ich habe zwei Hunde, beide unkastriert, Emma ist fast 5 Jahre alt, Janosch jetzt zweieinhalb.
    Die einzigen Unterschiede sind, dass fremde Menschen und fremde Hunde meistens (allerdings auch nicht immer) von Janosch begrüsst werden und er sich von Emma kein Spielzeug abnehmen lässt.

    Ach du Sch... :zensur:
    Echt, da fällt mir nicht mehr viel zu ein.
    Ich weiß, das machts nicht unbedingt besser.
    Ich würde ihn definitiv an einen Maulkorb gewöhnen, denn das heute hätte ja schon schiefgehen können, wäre das Kind nicht so dick angezogen gewesen.
    Auffällig ist natürlich wirklich, dass er ausschliesslich auf Kinder derart aggressiv reagiert,
    Zwei Erklärungen würden mir dazu spontan einfallen:
    1.) Er hat irgendwann mal schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht. Wie alt sind denn deine Kinder? Sind sie manchmal mit Spike allein unterwegs?
    2.) Er nimmt Menschen, die noch nicht geschlechtsreif sind einfach nicht ernst und versucht eine vermeintliche Überlegenheit auszuspielen.
    Hm...mehr fällt mir jetzt erstmal auch nicht ein...
    Ihr habts im Moment aber auch echt nicht einfach mit Spike...

    Ja, sowas passiert mir auch hin und wieder.
    Janosch macht dann immer drei Schritte rückwärts, der hält von solchen Grenzüberschreitungen nämlich gar nichts und Emma freut sich meistens darüber.
    Ehrlich gesagt stört mich das auch meistens, aber für gewöhnlich lächle ich gequält und denk mir meinen Teil, ist mir immer noch lieber als irgendwelche Hundehasser...