Beiträge von Sleipnir

    Man kann Katzen und Hunde in der Hinsicht nicht vergleichen. Auch eine Katze lasse ich nur mit "Magenschmerzen" kastrieren - aber man hat auch gar keine andere Wahl:
    Hast du eine Freigängerkatze, dann hast du als Besitzer ja gar nicht die Möglichkeit eine ungewollte Verpaarung zu verhindern.
    Hast du eine Wohnungskatze, dann besteht die große Gefahr, dass sie dauerrollig wird und ein Wohnungskater wird dir die ganze Wohnung markieren.
    All diese Probleme gibt es bei Hunden nicht, also warum sollte ich einen Hund grundsätzlich kastrieren lassen?

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    werde Du ruhiger. Nicht böse sein, es ist nicht böse gemeint. Aber wenn Du innerlich angespannt bist dann überträgt sich d. auf den Hund.

    Das weiß ich...und da liegt auch ein Stück weit die Problematik...
    Ich hab halt einfach Angst davor, dass sie total durchdreht...und das passiert ja hin und wieder mal und dann hab ich sie echt nicht mehr unter Kontrolle!
    Wenn sie vor einem Sonnenschirm ausweicht und der ihr Probleme macht, dann ist das vollkommen in Ordnung für mich, denn dann ist es noch möglich zu trainieren. Wenn aber irgendwo ein Silvesterböller losgeht oder sie etwas riecht, dass sie in Panik versetzt, dann hab ich einen Hund an der Leine, der absolut "von Sinnen" ist und zu dem ich in keiner Weise mehr durchdringe und leider geschieht das ja immer plötzlich und ich kann nichts machen um diese Situationen zu planen, oder zu verhindern...

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    zu 3.) Ich persönlich würde nicht beruhigen, sondern sie ins Fuß rufen und sie ganz arg (mit Lecker, Bällchen etc.) auf Dich aufmerksam machen oder sowas


    Ja...das Problem dabei ist nur, dass sie den Angst-Reiz ja nicht aus den Augen verlieren möchte, wenn ich versuche sie mit Leckerchen etc. auf mich zu fixieren, dann wird sie nur noch hektischer...

    Ja... eine Björn-Therapie, dass wäre auch nicht schlecht... :D

    Hallo,
    da nach dem medizinischen Check feststeht, dass Emma organisch vollkommen gesund ist (für Interessierte hier nachzulesen: https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…t=pferdehetzend ) und ich mich mit ihrer Unsicherheit und Panik im städtischen Umfeld einfach nicht abfinden will habe ich einen neuen "Trainingsversuch" gestartet und eine Menge Fragen an euch. (Zur besseren Unterscheidung werde ich die Fragen im folgenden "fett" unterlegen!).

    Auf Grund fehlender Trainingserfolge bin ich ja in den letzten 1,5 Jahren eher so verfahren, dass ich angstauslösende Reize (Markisen, Fahnen, Auslagen vor Geschäften, Imbissbuden, teilweise Straßenschilder etc.) gemieden habe und versucht habe Emma insgesamt (auf niedrigem Niveau) in ihrem alltäglichen Umfeld zu stabilisieren.
    Ich denke, dass mir das auch einigermaßen gelungen ist und würde jetzt gerne einen neuen Versuch starten sie mit ihrer Angst zu konfrontieren.

    Begonnen habe ich damit letzten Donnerstag als wir sie mit aufs Unigelände genommen haben.
    Wir sind mit dem Auto hingefahren, haben uns dort bei Kaffee und Mensa-Essen ;) ungefähr eine halbe Stunde aufgehalten und Emma hat sich, obwohl sie seit knapp 2 Jahren nicht mehr dort war, recht gut geschlagen - man muß allerdings dazu sagen, dass sie dort nie in Panik ausgebrochen ist, sondern in der Vergangenheit meist nur sehr hektisch und nervös war!
    Nun ja, sie ist zweimal einem Schild ausgewichen, war aber ansonsten vollkommen entspannt.

    Heute waren wir wieder an der Uni, allerdings musste ich mit der S-Bahn zurückfahren. Wir waren also wieder ungefähr eine halbe Stunde an der Uni und mussten dann noch 20 Minuten, durch einen mittelmäßig belebten Stadtteil zur nächsten S-Bahn-Haltestelle laufen (die direkte Weg ist derzeit leider noch völlig unmöglich - viel zuviele Geschäfte, Fahnen etc.).
    Auf dem Unigelände war sie heute schon etwas "aufgekratzter" und hibbeliger als letztes Mal, aber noch nicht in einem besorgniserregendem Zustand. Der Weg zur Haltestelle gestaltete sich dann etwas anstrengender - wobei sie mir aber nicht ein einziges Mal in Panik ausgebrochen ist, und schon allein auf Grund dessen war das heute ein voller Erfolg!!!
    Sie war hinterher so erschöpft, dass sie in der S-Bahn auf der Seite gelegen hat und fast eingeschlafen ist - auch das ein absolutes Novum, normalerweise ist sie nämlich auch beim Bahnfahren nicht so entspannt, als dass sie sich auf die Seite legen würde...
    Deshalb habe ich für einen kurzen Moment auch gedacht, mein Hund wäre plötzlich gestorben, als sie zur Seite kippte... :D

    So...nun aber mal meine Fragen:

    1.) War das heute zu lang...ich vermute fast ja?

    2.) Wir arbeiten gerade verstärkt an ihrer Leinenführigkeit, klappt in reizarmer Umgebung auch sehr gut, wenn sie unsicher ist, dann besteht bei ihr aber die Tenden zu ziehen - sollte ich das korrigieren, oder beide Augen zudrücken? Ich habe es heute nicht korrigiert, da ich der Meinung bin, sie ist der Verarbeitung der Umwelteindrücke schon genug beschäftigt.

    3.) Wie reagiere ich richtig, wenn sie etwas sieht, dass ihr Angst macht und ausweichen möchte?
    Bisher habe ich davon nie Notiz genommen und sie eiskalt ignoriert - hat aber nie etwas gebracht.
    Mein neuer Ansatz sieht so aus, dass ich ihr etwas mehr Leine gebe zum Ausweichen und (bitte schreit nicht auf...) beruhigend mit ihr rede - wenn sie nicht vollkommen panisch ist, dann habe ich das Gefühl, dass ihr das hilft, was meint ihr?

    4.) Wenn Emma Angst hat, dann würde sie immer noch gerne flüchten - und zwar nicht zu mir...
    Was kann man (auch im Alltag) machen, um einem Hund mehr Sicherheit zu vermitteln mit dem Endziel, dass sie zu mir flüchtet?

    So...das war es fürs Erste... :D

    In fast jedem Thread, der sich um das Thema Kind und Hund dreht, kommt irgendwann der Satz "Das Kind niemals mit dem Hund allein zu lassen"...
    Wenn ich so auf meine Kindheit zurückschaue, ich bin jetzt 27 Jahre alt, dann hatte ich immer Umgang mit den verschiedensten Hunden, aber wenn ich mal ganz scharf nachdenke, ein Erwachsener hatte kaum ein Auge darauf.
    Es gab Hunde in der Familie, Hunde im Freundeskreis, mit 10 Jahren habe ich begonnen Hunde aus der Nachbarschaft auszuführen und als ich 12 Jahre alt war (mein Bruder war damals acht Jahre alt) haben wir (bzw. meine Eltern) uns unseren ersten eigenen Hund zugelegt.
    Was haben wir mit diesem Hund nur alles gemacht:
    Wir haben ihn mit Klamotten von uns verkleidet, er war jedesmal dabei, wenn wir uns mit Freunden zum Fussball spielen getroffen haben, wir haben ihn mit in den Wald genommen und im Sommer mit an den See zum Schwimmen.
    Es war eine absolut unbeschwerte, erwachsenenlose Zeit und der Hund, der war eigentlich immer mit dabei...
    War das nun unverantwortlich von meinen Eltern oder haben sie nur einfach nicht darüber nachgedacht, da der Hund integraler Bestandteil der Familie war?
    Was wäre passiert, wenn der Hund nach einem von uns geschnappt hätte?
    Meine Eltern hätten wohl gesagt:"Selber Schuld!"
    Was wäre passiert, wenn er weggelaufen wäre (natürlich war er immer ohne Leine unterwegs)?
    Wir Kinder hätten ihn wohl solange gesucht, bis wir ihn gefunden hätten - und das nicht aus Angst vor den Eltern!
    Warum hat sich das im Laufe der Zeit so sehr geändert (und so alt bin ich doch noch gar nicht!)?
    Es war ja nicht nur in unserer Familie so, sondern in allen Familien die ich damals kannte.
    In der Familie eines guten Freundes von mir lebte ein Bernhardiner, wir sind damals 10jährig mit diesem Riesenhund spazieren gegangen - absolut selbstverständlich...hätte der Hund gewollt...wir hätten nicht den Hauch einer Chance gehabt.
    Ist es die Berichterstattung der Medien, die da eine unterschwellige Angst auch auf Seiten der Hundebesitzer geschürt hat?
    Können Kinder heute einfach nicht mehr mit Hunden umgehen oder idealisiere ich gerade meine Kindheitserinnerungen?
    Wie wird das hier von den Eltern gehandhabt?

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    Nochmal zurück zur Frage: reicht Rindfleisch oder kann ich die anderen Fleischsorten durch irgendetwas ersetzen?

    Wenn du zumindest beim Rind Abwechslung hast - Muskelfleisch, innere Organe, Knochen, Knorpel etc. (du müsstest dann mal fragen, was mit dem minderwertigen Rindfleisch genau gemeint ist!), dann seh ich kein Problem!

    Ich seh das etwas lockerer.
    Emma und Janosch dürfen Vögel aufscheuchen und Mäuse fangen - "Großwild" ist tabu...
    Ich hab einfach ein grundsätzliches Problem damit, den Jagdtrieb eines Hundes vollkommen zu unterbinden, und gerade auch bei Janosch finden Alternativbeschäftigungen, wie Dummytraining, Suchspiele etc. auch nur mäßiges Interesse.