Ich finde es halt wahnsinnig schwer für mich persönlich eine Grenze zu ziehen, was ich an Jagdverhalten dulden kann und was nicht!
Na klar ist es natürlich das Raubtiere töten, dass Hunde töten und würden wir in der mongolischen Steppe leben, dann könnten sich meine Hunde von mir aus jeden Tag nen Hasen fangen - wir leben allerdings nicht in der mongolischen Steppe, sondern in Deutschland. Auf Grund der immer fortschreitenderen Lebensraumzerstörung liegt der Feldhasenbestand ziemlich am Boden und wenn jeder der 4 oder 5 Millionen deutschen Hunde regelmäßig einen Junghasen erbeuten würde, dann würde das die Art wahrscheinlich vollends ins Abseits befördern... :/
Das geht einfach nicht!
Es gibt ja hier viele User, die ihren Hunden sogar unterbieten nach Mäusen zu buddeln oder Vögel aufzuscheuchen...soweit gehe ich ja gar nicht...aber einen Junghasen reißen, so ganz locker sehe ich das irgendwie nicht.
Ich will ja gar nicht absprechen, dass ich mich einer gewissen Faszination ob Emmas "Selbstständigkeit" auch nicht entziehen kann, aber unter den hier gegebenen Vorraussetzungen ist das einfach nicht akzeptabel.
Denn ganz ehrlich, dann könnte ich mir Antijagdtraining, Umlenkung des Jagdtriebs und Alternativbeschäftigungen doch echt schenken und lass die Hunde einfach losziehen...
Ach, ich weiß auch nicht, echt ein schwieriges und vielschichtiges Thema, aber ich finde die Diskussion sehr interessant...
Beiträge von Sleipnir
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Ein Hinterhauptbein hat jeder Hund, nur ist dieses Merkmal bei vielen Jagdhunderassen (ganz extrem bei Settern) viel ausgeprägter als bei anderen Hunderassen.
Warum das so ist weiß ich allerdings auch nicht...
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Wenn man seinen geliebten Vierbeiner abends das pelletierte Trockenfutter fressen sieht und er danach zum Kuscheln auf die Couch springt, dann kann man schnell mal aus den Augen verlieren, dass unsere Hunde keinen Steiff-Knopf im Ohr haben, sondern immer noch hochspezialisierte Raubtiere sind, die bei jeder günstigen Gelegenheit töten, ohne die geringsten moralischen Bedenken zu haben...
Emma hat mich da heut mal wieder in die Realität zurückgeholt.
Wir wollten einen Kumpel in seinem Garten besuchen.
Der Garten liegt in Ortsrandlage und ich bin mit dem Auto dort hingefahren.
Dort angekommen hab ich Emma und Janosch aus dem Auto gelassen. Bis zum Gartentörchen sind es von da vielleicht 25 Meter und da Emma und Janosch den Weg schon x-Mal gelaufen sind, hab ich sie vorlaufen lassen und wollte noch etwas aus dem Auto holen.
Plötzlich sehe ich aus den Augenwinkeln, dass Emma zum Sprung ansetzt...
Ich wollte noch Nein rufen, aber da war schon Alles geschehen:
Emma zog einen wirklich noch kleinen Junghasen aus dem Gebüsch, schüttelte ihn tot und schlang ihn innerhalb von 2-3 Sekunden komplett hinunter...
Ich stand immer noch wie angewurzelt am Auto...
Ich weiß ganz genau, dass Emma Kleintiere tötet, ständig bereitet man sich gedanklich auf solche Situationen vor, lässt die Hunde auf dem Spaziergang keine Minute aus den Augen, lässt sie keine hohen Wiesen oder Waldränder durchstöbern, aber wenn es dann wirklich passiert, dann ist man einfach zu langsam...
Einerseits bin ich von der Situation ja wirklich fasziniert, in welchen Sekundenbruchteilen Emma die Situation erfasst hat, um dann mit absoluter Präzision zuzuschlagen, als würde sie tagtäglich nichts Anderes machen...
Aber andererseits ist dieser Junghase absolut sinnlos für Emmas zweifelhaftes Vergnügen gestorben und wäre ich schneller gewesen, hätte ich Emma nicht zum Tor laufen lassen...ja ich weiß, "hätte, wäre, wenn...", ich kann es sowieso nicht mehr ändern!
Aber noch aufmerksamer sollte ich in Zukunft wohl sein...
Mein Verschulden liegt mit Sicherheit auch darin, dass ich auf Spaziergängen vielmehr auf Janosch achte, da sein Jagdtrieb viel ausgeprägter ist, Emma läuft fast nur auf dem Weg, sie würde nie stöbern oder Spuren verfolgen, aber wenn sie dann zuschlägt, dann trifft sie auch...
Echt ne blöde Situation... :/ -
Diese "Beule" ist übrigens das Hinterhauptbein bzw. der Hinterhauptstachel und tatsächlich bei allen Jagdhunderassen ziemlich stark ausgeprägt...
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Da gibts rund um Kassel unendliche Möglichkeiten...
Soll es nur eine "Hundebademöglichkeit" sein, oder auch ne "Menschenbademöglichkeit"?
Innenstadtnah oder auch etwas weiter im Landkreis? -
Ich würde auch auf eine Dogge als zweite beteiligte Rasse tippen...
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@ aeneas:
Wirklich nettes Angebot von dir, allerdings muss ich am Montag ein Expose für meine Diplomarbeit abgeben und habe leider keine Zeit! -
Zitat
Hilft es Dir evtl., die Gassirunden mit einem nützlichen Gang zu verbinden? Da die kleinere Runde am Tag bei uns oft ne Stadtrunde ist, verbinde ich das öfter mal mit ner Runde durchs Shoppingcenter plus Eisessen oder einer kurzen Anprobe bei H&M (natürlich nur in der Woche vormittags, wenn nüscht los ist). Das übt den Hund und macht sehr müde.
Aber mit Emma geht das wegen ihrer Ängste wahrscheinlich net so gut, oder?
Genau das ist das Problem. Eigentlich könnte ich die Hunde mehrmals die Woche mit zur Uni nehmen und dort mit ihnen laufen und den Tag verbringen, durch Emmas Ängste ist die Planung und Durchführung eines solchen Tages aber immer mega-aufwendig... :/
Aber es beruhigt mich, dass es nicht nur mir so geht...
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Meine Hunde hatten damit auch lange Probleme, keine Ahnung warum, vom Sitz ins Platz war nämlich von Anfang an kein Problem.
Was bei uns funktioniert hat (geht allerdings nur, wenn dein Hund das nicht als Bedrohung auffasst), wenn ich das Kommando gegeben habe, dann bin ich so nahe an den Hund herangetreten, dass ich schon fast auf seinen Vorderbeinen gestanden habe und untermalt mit einer auffordernden Handbewegung, haben sie sich dann automatisch aufgesetzt. -
Es geht nicht um meine Hunde, sondern um mich...
Im Moment ist irgendwie der Wurm drin, ich muss mich echt zwingen spazieren zu gehen.
Keine Ahnung, vielleicht ist es die Monotonie des Alltäglichen, die mich im Moment etwas zermürbt.
Obwohl ich nie zweimal hintereinander die gleiche Runde gehe und wir hier wirklich abwechslungsreiche Spaziergehmöglichkeiten haben, kenne ich in fussläufiger Entfernung doch wirklich schon jeden Strauch mit Vornamen, jeden Tag trifft man die gleichen Menschen mit ihren Hunden - oder auch nicht, denn viel los ist hier wirklich nicht.
Ich versuche zwar schon vermehrt mit dem Auto wo hin zu fahren und in fremder Umgebung spazieren zu gehen - dann machts mir auch wirklich Spaß - aber das kann man ja auch nicht jeden Tag machen...
Es ist halt echt schade, dass ich weder Freunde mit Hunden habe, noch irgendwelche netten Hundehalter, mit denen man mal ne Runde zusammen drehen kann, so bin ich tagtäglich allein mit den Hunden unterwegs...
Ach ich weiß auch nicht, frustriert mich alles gerade etwas.
Kennt ihr das von euch auch?