Beiträge von Sleipnir

    Da wollen die doch wahrhaftig das Training von Louis dem Dackel auf einer Kastration aufbauen? Ich hab ja schon viel gehört, aber bisher noch nicht, dass eine Kastration hilfreich ist, wenn der Hund total unerzogen und respektlos ist... :???:
    Warum hat der Rütter nicht erstmal nen Kurs in Grunderziehung angordnet? Nee...da warten wir lieber bis nach der Kastration und geben den Besitzern so das Gefühl, dass die Problematik danach verschwindet... :kopfwand:

    tagakm: Ich schätze deine Beiträge sonst eigentlich sehr, aber heute kann ioch es echt kaum fassen... :schockiert:
    Allein hier in der Straße gibt es mindestens 10 Hunde, die es bei mir eindeutig besser hätten als bei ihren Besitzern...soll ich die alle klauen?
    In den Dörfern hier in Nordhessen ist es teilweise immer noch "Gang und Gäbe", dass Hunde alleine durchs Dorf stromern, dass freilaufende Hofhunde mal nen kleinen Ausflug auf eigene Faust unternehmen etc. ...soll man die alle ihren ach so verantwortungslosen Besitzern wegnehmen? Und selbst wenn, ob ein Hund, der es gewöhnt ist selbstständig Entscheidungen zu treffen wirklich glücklich ist mit dem Leben, das wir uns hier im Forum allgemeinhin als Ideal vorstellen... :???:

    Stellt euch mal vor ein japanischer Tourist würde sich in einen freilaufenden Hofhund irgendwo in Deutschland verlieben...um den Hund wird sich scheinbar sowieso nicht gekümmert...also kommt er mit nach Japan... :schockiert:

    Manchmal zweifle ich die Ernsthaftigkeit eurer Beiträge wirklich an! Und es ist ja schön, dass soviele von euch die Möglichkeit haben einfach "mir nichts dir nichts" einen Hund aus dem Urlaub mitnehmen könnten...ich könnte es allerdings auch nicht! Schon allein weil mich mein Vermieter vor die Tür setzen würde, wenn ich mit nem dritten Hund ankäme...auf die Schnelle würden mir noch 100 andere mögliche Gründe einfallen auf Grund dessen man nicht von "heute auf morgen" einen Hund aufnehmen kann! Aber schön das ihr erstmal nach diesen Gründen gefragt habt...

    Zitat

    und die persoenliche Empfindungen anderer HH's sind auch nicht gerade hilfreich wenn man nach Infos sucht.

    Wenn einen die Empfindungen anderer Hundehalter aber nicht interessieren, was macht man dann in einem Diskussions-Forum... :???:
    Klar, manchmal nervt es mich auch, dass hier Threads in völlig andere Richtungen gleiten, dass gar nicht wirklich auf das Eingangsposting eingegangen wird und ganz andere Dinge diskutiert werden, aber so ist das wohl in Foren...Kommunikation ist kein starrer Prozess und Diskussionen entwickeln sich!
    Zur reinen Informationsgewinnung mag das mitunter sehr anstrengend sein, aber wenn ich wertfreie Informationen benötige dann ist ein Forum auch nicht immer der richtige Platz... ;)

    GreyRenner:
    Du bist hier in einem öffentlichen Forum und allein diese Tatsache bedingt es, dass du auch gegenläufige bzw. kritische Antworten bekommst.
    Daher finde ich es etwas unpassend, dass alle Argumente, die sich nicht mit den deinigen decken sofort als Unsinn betitelt werden! Was suchst du denn hier? Die Legitimation, deinem Hund jede OP zuzumuten, nur damit ihr ihn noch zwei, drei oder vier Jahre habt?
    Und ich finde gerade die kritischen Anmerkungen gar nicht fehl am Platz - denn auch deine Herangehensweise erscheint mir ziemlich eindimensional!
    Weiter werde ich meine persönliche Meinung zu diesem Thema allerdings nicht darlegen, denn die willst du ganz bestimmt nicht hören!

    Zitat

    ist meist auch der schnellste Weg bei einem ehemaligen Strassenhund das ewige geiern auf Fressen abzustellen. Lass ihn/sie merken das es immer genuegend Fressen gibt.

    Hm...da hab ich aber andere Erfahrungen gemacht! Emma ist ja auch eine ehemalige spanische Straßenhündin und obwohl sie jetzt schon seit über drei Jahren bei mir lebt hat ihre Gier nach Nahrung nichtmal ansatzweise nachgelassen. Emma ist 24 Std. auf der Suche nach Fressbarem, sie frisst alles was fressbar ist, auch Tomaten, Salatblätter etc. und sie hat absolut kein Hungergefühl. Ich hab vor einigen Monaten mal den Versuch gestartet und beiden Hunden unbegrezten Zugang zu Wildfleisch und -knochen gewährt. Janosch hat ungefähr das Doppelte seiner Tagesportion gefressen und dann einfach aufgehört. Emma hat stundenlang gefressen...ich weiß nicht wieviel und irgendwann hab ich das Fleisch dann doch weggenommen, weil sie schon aussah, als hätte sie einen Fußball verschluckt...
    Das Einzige was sie sehr schnell hat sein lassen war Essen hier in der Wohnung zu klauen, aber ansonsten hab ich nach drei Jahren immer noch das Gefühl, dass ich einen vollkommen ausgehungerten Hund an der Leine habe!

    So...ich hab das Buch jetzt zu zwei Drittel gelesen und ich bin überrascht...sowohl positiv als auch negativ. Insgesamt finde ich die Methode sehr interessant, wobei wir hier schon beim ersten Kritikpunkt wären. Es ist eine einzige Methode! Verpackt in das verkaufswirksame Schlagwort "HarmoniLogie" versucht A. Krüger hier allen unterschiedlichen Hundeindividuen mit einer Methode gerecht zu werden. Und das kann einfach nicht funktionieren. Ich selber arbeite im pädagogischen Bereich und da ist es eine absolute Grundvorraussetzung, dass man über einen ganzen "Koffer" unterschiedlichster Methoden und Ansätze verfügt, um individuell zugeschnittene Lernfortschritte zu ermöglichen. Meine Erfahrung mit Hunden zeigt mir, dass es in der Hundeerziehung nicht anders ist. Es gibt so viele verschiedene Hunderassen, so unterschiedliche Persönlichkeiten, Hunde die sich schnell verunsichern lassen, Hunde die sich am besten durchs gemeinsame Spiel motivieren lassen, Hunde mit unterschiedlichem Aggressionspotenzial usw. usw. Diese Aufzählung könnte ich jetzt seitenweise weiterführen und ich kann mir einfach nicht vorstellen,dass man all diese Hunde mit einer einzigen Methode gleichermaßen erreichen kann. Ein guter Hundetrainer zeichnet sich für mich dadurch aus, dass er einen möglichst umfassenden Überblick über alle Methoden der Hundeerziehung hat und die für den jeweiligen Hund geeignete wählt. Ist aber natürlich nicht so verkaufförderung wie die "Entwicklung" einer eignenen, allumfassenden Methode... :D

    Weiterhin liest man gefühlte zwanzigmal pro Seite, dass der Hund in der Interaktion mit dem Menschen die Rute unterhalb der Waagerechten tragen sollte, da A. Krüger hocherhobene Ruten als Signal für triebgesteuertes Handeln sieht... :???:
    Wieder so eine Pauschalisierung, die absolut an der Realität vorbeigeht. Bei Border Collies mag das so sein und auch Emma senkt die Rute ab, wenn sie mit mir interagiert, aber schon Janosch hat die Rute nur unterhalb der Waagerechten, wenn er massiven Stress oder große Angst hat! Und wie will man denn bspw. bewirken, dass ein Aktia Inu oder ein Wolfsspitz seine Rute absenkt, ohne den Hund in Todesangst zu versetzen? Auch die Rutenhaltung ist doch ein Teil des Domestikationsprozesses gewesen, aber scheinbar negiert A. Krüger dieses Faktum völlig, son schreibt sie bspw. auf Seite 54 "Es gibt eine Reihe von Rassen, bei denen die hochgetragene Rute rassetypisch und genetisch bedingt ist (...). Aber auch diese Hunde sind in der Lage, die Rute beim Dialog mit dem Menschen unterhalb der Waagerechten zu tragen." Da fällt mir echt nicht mehr viel zu ein!

    Kommen wir zum für mich eklatantesten Kritikpunkt: Dem Training zum Grundgehorsam. Was A. Krüger hier von sich gibt, z.B. trainiert sie "Platz" indem schlicht und einfach zu Boden drückt (es ist natürlich etwas anders beschrieben...), erinnert mich doch sehr an längst vergangene Zeiten! Ich hab hier ein Buch zur Jagdhundausbildung aus den 30er Jahren und hab mir mal den Spaß erlaubt dort nachzuschlagen, wie damals "Platz" trainiert wurde...es wurde genauso gemacht, wie es A. Krüger im Jahr 2008 vorschlägt!!!

    Aber in dem Buch finden sich durchaus auch positive Ansätze. So gefällt mir ihre allgemeine "Philosophie" zur Hundehaltung mit denm deutlichen Hinweis darauf, dass in der idealen Hundehaltung immer mehr als ein Einzelhund gehalten wird und auch das Konzept ihres Ampelprinzips finde ich logisch und effektiv.

    Ich denke schon, dass dieses Buch interessante und praktikable Hinweise zur Hundeerziehung gibt (vorrausgesetzt man will seinen Hund nicht ausschließlich über positive Verstärkung erziehen, dann kann man das Buch getrost im Laden lassen...), jedoch sört mich ungemein, dass hier das Bild einer starren, allumfassenden Methode gezeichnet wird. Warum kann ich z.B. keine Leckerchen in der Hundeerziehung einsetzen und trotzdem das Ampelprinzip nutzen? Was mache ich mit Hunden, die sich durch verbales Lob und Streicheln kaum motivieren lassen? Auf diese und viele weitere Fragen gibt das Buch leider keine Antworten!
    Wie gesagt, der Ansatz ist interessant, aber meines Erachtens nach viel zu unflexibel!

    Ich glaub da ist schon was dran. Bisher hab ich nämlich noch keinem meiner Hunde das Jagen von Krähen untersagt, alle haben es in ihrer Junghundezeit getan und alle haben es im Laufe der Zeit von alleine eingestellt, eben weil sie nie zum Erfolg gekommen sind.
    Vielleicht hab ich bisher auch einfach Glück gehabt mit meinen Hunden, ich weiß es nicht...
    Die Aussage, dass der Hund das jedoch auch irgendwann auf anderes Wild überträgt halte ich jedoch für relativen Blödsinn... ;)