finnrotti:
Deine Argumentation versteh ich jetzt nicht...
Was hat denn das mit Rudeltier oder Einzelgänger zu tun? Sowohl Katzen als auch Hunde scheinen über ein gewisses Aktivitäts- und Bewegungsbedürfnis zu verfügen. Bei Katzen ist es allerdings absolut normal dieses Bedürfnis so massiv zu beschneiden, dass sie von vielen Besitzern ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, bei Hunden scheint dies jedoch unmöglich zu sein...und diesen Unterschied verstehe ich nicht so ganz...
Beiträge von Sleipnir
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Ich denke da werden sich die Meinungen sehr spalten. Ich persönlich finde diese Katzen erstmal nicht wirklich hübsch...aber OK...das ist nun wirklich kein Ausschlußgrund, Geschmäcker sind nunmal verschieden.
Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass mit der Haarlosigkeit dieser Katzenrasse, doch bestimmt viele Einschränkungen einhergehen. Zum Einen dürften diese Tiere doch ziemlich kälteempfindlich sein, weiterhin dürfte es Probleme geben, wenn sich hellhäutige Tiere ungeschützt in praller Sonne aufhalten usw. usw.
Ich weiß halt nicht, warum man sich ein Tier zulegt, dass züchterisch so massiv manipuliert wurde...das ist für mich keine Katze mehr, sondern ein Kunstprodukt des Menschen! -
Das sind ja nun schon relativ viele, relativ unterschiedliche Dinge...im Moment fällt es mir schwer da einen Zusammenhang zu erkennen...
Ich werd aber nochmal drüber nachdenken...
Zwei kurze Verständnisfragen:
1.) Schläft sie schon immer soviel oder fällt dir das erst seit kurzer Zeit auf?
2.) Hat ihre Ängstlichkeit irgendwelche äußeren Auslöser, lässt sie sich mit irgendwelchen optischen oder akustischen Reizen in Verbindung bringen oder erkennst du keinerlei Auslöser für die Angst? Beschreib das doch mal etwas genauer...wann und wie äußert sich diese Angst? -
Ich muss sagen, ich finde die Diskussion sehr interessant. Allerdings sollte ich meinen Standpunkt vielleicht nochmal konkretisieren, denn es geht mir hier nicht darum z.B. die ausschließliche Zwingerhaltung eines Hundes zu propagieren. Das ein Hund, der alleine auf 8 oder 10 Quadratmeter Beton gehalten wird über kurz oder lang massive Verhaltensstörungen entwickeln wird steht wohl außer Frage. Meine Überlegungen zielten auch eher in eine andere Richtung...
Ich konstruiere mal einen Fall:
Famile XY (Mutter, Vater, zwei Kinder) lebt in einem freistehendem Einfamilenhaus, umgeben von einem 800 qm großem Garten. Famile XY hält sich drei bis vier Hunde einer mittelgroßen Rasse (bspw. Deutscher Pinscher, Cocker Spaniel, Jack Russell Terrier, Pudel oder von der Größe vergleichbare MIschlinge). Die Hunde sind voll ins Familenleben integriert, sie werden im Garten mit UO, Suchspielen und vielleicht etwas Dummytraining beschäftigt...es kommen fast täglich Freunde der Kinder ins Haus...die Hunde dürfen wachen und fremde Katzen aus dem Garten verscheuchen....ABER... niemand geht mit den Hunden spazieren, sie haben noch nie das Grundstück verlassen.
Die Frage ist nun, wäre die in diesem konstruierten Fall beschriebene Haltung ein Akt der Tierquälerei oder wären es Lebensbedingungen, die für Hunde, die nie zum "Spaziergänger" konditioniert wurden(!!!) akzeptabel sind.
Auch ich selbst bin mir da nicht so sicher...
Ziehen wir doch mal den Vergleich zur Katzenhaltung:
Wir haben eine Freigängerkatze, sie kann kommen und gehen wann sie möchte, ist manchmal nächtelang unterwegs, sie fängt Mäuse, kommuniziert mit anderen Katzen und muss sich mit fremden Menschen, fremden Hunden und dem Straßenverkehr arrangieren. Andere Menschen halten ihre Katzen ausschließlich in einer 70 qm Wohnung! Für mich persönlich undenkbar, aber es scheint zu funktionieren!
Wenn man jetzt aber eine Katze ausschließlich in der Wohnung halten kann (obwohl sie bei freier WAhl wahrscheinlich jeden Tag stundenlang unterwegs wäre) warum kann man dann einen HUnd nicht ausschließlich in Haus und Garten halten? Warum MUSS der Hund spazierengehen? Was ist da der Unterschied? Gibt es da überhaupt einen Unterschied oder wird der Unterschied nur in unseren Köpfen gemacht? -
Eins verstehe ich bei der ganzen Diskussion nicht:
In der Nutztierzucht ist es Gang und Gebe zwei unterschiedliche Rassen zu kreuzen und die Kreuzungsprodukte als eigene Rasse anerkennen zu lassen. Da werden Charolais-Rinder mit Fleckvieh gekreuzt und die neue Rasse wird Uckermärker genannt, man kreuzt Haarschafe mit Dorpern und nennt die neue Rasse Nolana-Schaf etc. (diese Liste würde sich noch beliebig fortsetzen lassen)
In der Nutztierzucht scheint man das wohl recht locker zu sehen, aber warum sträuben sich so viele Hundehalter gegen die Neuzüchtung von Hunderassen. So ganz verstehe ich das nicht. Es wird ganz oft damit begründet, dass es ja wohl schon genug Hunderassen gibt und die "Designer-Rassen" nur ein schwammiges und rein nach äußerlichen Merkmalen betriebenes Zuchtziel verfolgen...das stimmt ja schon, aber brauchten wir unbedingt Wolfsspitz-Chow Chow-Samojeden-Mischlinge? Ich glaube nicht...trotzdem sind sie heute als Eurasier international anerkannt...ähnlich beim Kromfohrländer...bei den Wolfhunden...
Warum sollen den ambitionierte Leute nicht experimentieren? Warum soll der Labradoodle nicht in 20 Jahren auch von der FCI anerkannt sein?
Ob wir diese Hunde wirklich brauchen weiß ich auch nicht, aber wo ist denn das Problem? -
Doch nur für die Hunde...meine Suche war doch schon erfolgreich...

@ rinski: Genau soetwas meinte ich! Scheint wohl doch häufiger zu sein, als ich dachte!
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@ Aura: Das war doch mal ne nette Erklärung...ok...dann werd ich das Katzenklo wieder wegstellen, um weiterhin mit meinen Hunden zu jagen und potenzielle Sexualpartner aufzuspüren...

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Noodles:
Jetzt hast du mich erwischt...
Ich könnte mich jetzt auf keine einzelne wissenschaftliche Studie beziehen...ich weiß aber, dass Feddersen-Petersen darüber geschrieben hat und wenn ich mich nicht irre hat auch Heini Hediger, der wohl erste Mensch, der sich Mitte des letzten Jahrhunderts unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten mit der Zootierhaltung beschäftigt hat, Aussagen getroffen hat, die ungefähr deckungsgleich mit meiner Aussage sein dürften. -
Eine Bewegungsstereotypie ist für mich eine immer wiederkehrende Bewegung die scheinbar sinnlos ist, die keinen zielgerichteten Zweck verfolgt und insbesondere bei Tieren auftritt, die unter Bewegungs- und Reizarmut leben. Typische Beispiele: webende Zirkuselefanten und am Gitter auf und ab laufende Raubkatzen im Zoo.
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@ dragonwog:
Das Hunde, die in absolut reizarmer Umgebung gehalten werden die vielfältigsten VERHALTENSSTÖRUNGEN entwickeln kann sich wohl jeder vorstellen! Mir ging es hier aber wirklich nur um Bewegungsstereotypien, die sich auf ein unausgefülltes Bewegungsbedürfnis zurückführen lassen...wobei ich gerade beim Schreiben selber merke, dass sich diese wohl nicht immer klar von anderen Verhaltensstörungen trennen lassen...aber ich glaub das würde jetzt zuweit führen...