Beiträge von Sleipnir

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    Aber für den Alltag funktioniert das nicht ....

    Absolut meine Meinung!!! Das Paradebeispiel um das "Nichtwirken" der positiven Verstärkung im Alltag aufzuzeigen ist meiner Meinung nach der Jagdtrieb. Die, die ihr alle von dieser Methode überzeugt seid...zeigt mir einen Hund...beschreibt einen Trainingsaufbau wie ich einen jagdmotivierten Hund rein über positive Verstärkung vom Jagen abhalten kann - das funktioniert einfach nicht! So wie viele andere alltägliche Dinge auch...staffy hat ja schon einige beschrieben...

    Zitat

    nur heißt das mit anderen Worte, dass es zu einer Daueranimation oder Dauerbespaßung kommen muss?

    Das würd ich auf keinen Fall machen! Ich hab gerade eine zweijährige Jack Russell Hündin in Pflege, die bisher wohl auch auf Spaziergängen dauerhaft bespaßt wurde! Dieser Hund ist so nervig...die tänzelt mir den kompletten Spaziergang über vor den Füssen rum, belauert dabei ständig meine Hände und ist nicht in der Lage sich mal für ein paar Minuten selbst zu beschäftigen...Nein, so einen Beschäftigungsjunkie möchte ich aus meinem Hund bestimmt nicht machen!
    Bei uns gibt es auch Spiel- und Sucheinlagen, das finde ich auch wichtig, aber das macht bei mir vielleicht 10-15 % des Spaziergangs aus und ansonsten erwarte ich von meinen Hunden, dass sie sich selbst beschäftigen.
    Die alternative Auslastung des Jagdtriebs ist natürlich immens wichtig, gar keine Frage, aber bevor das zu einer "Dauerbespaßungs-Nummer" wird bevorzuge ich es doch den Jagdtrieb über den "normalen" Grundgehorsam zu kontrollieren!

    Nee...staffy nicht, aber ich... :D
    Janosch wurde mit knapp eineinhalb Jahren sterilisiert. Wir standen vor dem gleichen Problem wie ihr: intaktes Paar, ich wollte nicht kastrieren lassen und Janosch wäre, meiner Meinung nach, für eine Kastration eh noch zu jung gewesen...der war mit drei Jahren erst wirklich "fertig"...

    Bei uns ist die Situation aber insofern eine spezielle, da Emma Janosch auch in den Stehtagen wegbeißt und ihn einfach nicht will...die Sterilisation war also wirklich nur die "Notversicherung" falls Emma es sich jemals anders überlegen sollte...er wäre nämlich keinesfalls abgeneigt...

    Der Eingriff an sich war nicht besonders kompliziert, dafür war es nicht ganz einfach einen TA zu finden, der diesen Eingriff vornimmt...ist halt kein alltäglicher Wunsch!

    Ob ich es nochmal machen lassen würde...ich weiß es ehrlich gesagt nicht...Janosch leidet in der Standhitze schon ganz ordentlich...
    Mit meinem heutigen Wissen...vielleicht würde ich sogar die Hündin kastrieren lassen, aber einen Rüden auf keine Fall!

    Hm...ich würde einen Rüden nie und nimmer kastrieren lassen bevor er körperlich und geistig ausgereift ist...also frühestens mit 1,5 bis 2 Jahren.
    Weiterhin würde ich, wenn es denn sein muss, eher die Hündin kastrieren lassen...
    Die hormonelle Umstellung, die mit einer Kastration einhergeht, scheint bei Rüden eine vergleichsweise größere Veränderung zu bewirken. So ist es ja an der Tagesordnung, dass kastrierte Rüden von intakten Rüden bestiegen werden, nicht mehr für voll genommen werden etc. Bei kastrierten Hündinnen treten solche und ähnliche Probleme eigentlich nicht auf.
    Zusätzlich wäre zu überlegen ob nicht die Sterilisation eines Hundes eine Alternative sein könnte...