Beiträge von Sleipnir

    Zitat

    Wie hast du negativ korrigiert?

    Ganz unterschiedlich:
    Der Rüde ist mit seinen zwölf Jahren nicht mehr der schnellste, dem bin ich auch schonmal hinterher gesprintet und hab ihn am Schlawitten gepackt... :D
    Ansonsten durch bedrohliches auf die Hunde zulaufen, wenn sie sich irgendwo festschnüffeln und mich ignorieren, es fliegt auch schonmal ne Leine neben (!!!) die Hunde etc.
    Versteht mich nicht falsch...nebenbei lobe ich auch wirklich viel und versuche natürlich da wo es geht Kommandos über positive Verstärkung aufzubauen, aber diese Kommandos müssen doch irgendwie abgesichert werden! Solange auf dem Spaziergang nix los ist kommen beide Hunde recht zuverlässig, um sich Leckerchen oder Streicheleinheiten abzuholen, aber sobald der Jagdtrieb ausgelöst wird dringe ich damit nicht mal ansatzweise mehr zu den Hunden durch!

    Leute...ihr wollt mir doch nicht allen Ernstes erzählen, dass ich einen jagdtriebigen Hund mit einem rein postiv aufgebautem Rückrufkommando von einem flüchtendem Hasen abrufen kann?
    Es mag durchaus so leichtführige Hunde geben, aber das dürften nicht viele sein.

    Kleines Beispiel:
    Ich betreue zwei Foxhounds, 9 und 12 Jahre alt, sie haben ihr gesamtes bisheriges Leben in einem Stall verbracht mit geringer menschlicher Ansprache. Rassetypisch sind sie sehr selbstständig und absolut verseßen auf Wildfährten. Insbesondere die Hündin drehte bei frischen Fährten absolut am Rad und war kaum noch zugänglich. Ich war egal, Leckerchen waren egal, sie hatte einen absoluten Tunnelblick und war absolut fokusiert auf die Fährte.
    Innerhalb eines halben Jahres habe ich es geschafft, dass ich beide Hunde ohne Leine laufen lassen kann. Den Rüden überall, auch im Wald, der lässt sich sogar bei Wildbegegnungen abrufen. Die Hündin nur auf übersichtlichen Flächen, aber auch bei ihr klappt das Abrufen unter erhöhter Reizlage immer besser.
    ABER...das habe ich natürlich nicht mit rein positiver Verstärkung aufgebaut, sondern mit negativer Korrektur, wenn sie mich ignoriert haben!
    Aber ich bin ja lernwillig:
    Wie hätte ich bei diesen beiden Hunden vorgehen sollen, ohne negative Einwirkungen bei beginnendem Jagdverhalten? Wie hätte ich rein mit positiver Verstärkung einen verlässlichen (!!!) Rückruf aufbauen sollen?
    Interessiert mich wirklich!

    EDIT:
    Kleiner Zusatz: Für diese beiden HUnde gibt es nichts tollers, nichts erfüllenders als Wildfährten...da könnte ich mich mit Putenbrust behängen und nen Kopfstand machen...

    Hm...was wäre normal...1 bis 1,5 Liter vielleicht...wie gesagt, ich finde die Wassermenge nun nicht absolut bedenklich, sondern grenzwertig, und da er ja draußen auch noch trinkt wird er ja über die 1,5 Liter kommen...

    Zitat

    Blasenentzündung, Prostataprobleme, Blasen-/Nierensteine, dann was du sagtest Diabetes... noch was?


    Aus dem Stehgreif würd mir da jetzt auch nichts anderes einfallen...

    Zitat

    Was machst du nachdem dein Hund abgehauen ist und dann wieder zu dir kommt?

    Du muss ihn loben, denn er ist doch gekommen. Bestrafst oder schimpfst du ihn, bezieht dein Hund das auf das Kommen. Den Zusammenhang zwischen wegrennen und schimpfen wenn er kommt versteht er nicht.

    Das ist klar, das meinte ich auch nicht! Ich meinte vielmehr eine Einwirkung IN DEM MOMENT während er das Verhalten zeigt, dass ich abstellen möchte!

    Zitat

    Und ich brauche auch kein Abbruchsignal - kennen meine Jungs zwar, wird aber nicht verwendet

    Da komm ich nicht mehr mit?
    Wie mache ich einem Hund ohne Abbruchsignal klar, dass der 5 Meter vor ihm aufspringende Hase nicht gejagt wird? Wie mache ich einem Hund ohne Abbruchsignal klar, dass der Erzfeind auf dem Spaziergang nicht angegangen wird?
    Wie mache ich dem Hund ÜBERHAUPT klar, was ich NICHT möchte? Klar kann ich versuchen Handlungen zu ignorieren oder zu umgehen, aber ist das nicht nur eine "Umschiffung" des Problems? Dem Hund wird doch in keinem Trainingsschritt klar was er NICHT darf...
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich so ein zuverlässiger Grundgehorsam aufbauen lässt, den sobald ein Reiz auftaucht, der spannender ist als ich ist der HUnd doch weg, denn er hat ja die Erfahrung gemacht, dass auf sein Verhalten nie negative Konsequenzen folgen...

    Ich finde das immer etwas bedenklich, wenn Hunde so auf Spielzeug fixiert sind. Wahrscheinlich wird auf dem Spaziergang auch recht viel mit dem Ball gespielt...die Umwelt ist eher zweitrangig und die ganze Aufmerksamkeit ist bei dem ollen Ball...
    Nee...sowas gibt es bei mir definitiv nicht...die Gefahr mir nen Balljunkie heranzuziehen ist mir da viel zu groß. Mit einem Ball gespielt wird bei uns höchstens ein bis zweimal in der Woche, nicht auf Spaziergängen und nach ganz klaren Regeln!

    Wie groß ist Mex denn? Bei einem großen Hund halte ich 1,5 Liter nämlich noch nicht für bedenklich! Ich kenne eine Foxhound-Hündin (etwa 30 Kilo Gewicht), die an Diabetes insipidus leidet...bevor sie medikamentös eingestellt wurde hat sie am Tag über 3 Liter getrunken...da gingen auch einige Pfützen in die Wohnung... ;)

    Das kann wirklich vieles sein!
    Ich würde dir folgendes empfehlen:
    Bring eine Urinprobe zum TA. Wenn er so dringend muss, dann lässt er sich doch bestimmt nicht davon beeindrucken, wenn du mal kurz einen Behälter unter den Strahl hälst... ;)
    Außerdem würde ich unbedingt mal testen wieviel er wirklich trinkt. Ist bei zwei Hunden zwar etwas kompliziert, aber für 24 Stunden sollte das machbar sein. Achte aber auf alle Fälle darauf, dass er an diesem Tag draußen nichts trinkt, dass würde das Ergebnis ja ziemlich verfälschen!