Beiträge von Sleipnir

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    Währe das dann schon Tierquälerrei?

    So pauschal würde ich das nicht sagen...das steht und fällt halt alles damit, wie harmonisch eure Tiere zusammenleben, wie oft es zu Auseinandersetzungen kommt, wie oft einzelne Tiere ihre Ruhe haben wollen etc.
    Aber ganz allgemein finde ich 60 qm für so viele Tiere einfach wahnsinnig knapp...

    OK...also Wohnungskatzen.
    Hm...ich persönlich könnte mir das nicht vorstellen...aber darum geht es ja nicht, sondern die Frage bezog sich ja auf das Wohlergehen der Tiere.
    Aber bei 60 qm (minus dem Kleintierraum) kann ich mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, wie man für 4 Katzen und 2 Hunde Rückzugsmöglichkeiten schaffen will? Die Tiere laufen sich doch zwangsweise ständig über die Füße...
    Vielleicht ist es im Endeffekt absolut unproblematisch...wer weiß...aber in der Theorie würd ich sagen, dass ihr für diese Wohnungsgröße mindestens 2 Katzen zuviel habt...

    Reden wir hier denn von Wohnungs- oder Freigängerkatzen?
    Im ersten Fall hätte ich auch arge Bedenken, dass einfach zuwenig Platz ist damit sich Tiere zurückziehen und aus dem Weg gehen können...bei Freigängerkatzen find ich das Ganze nun schon wieder unproblematischer...

    Meiner Meinung nach kann man das einem Hund nicht beibringen wie ein beliebiges Kommando...evtl. mit Starkzwang...aber das lassen wir mal außen vor.
    Absolute Grundvoraussetzung ist, dass der Hund die Bereitschaft zur Hoftreue natürlicherweise mitbringt. Zwar steckt der Hund dann seine Grenzen erstmal selbst und die müssen auch nicht 100% mit den tatsächlichen Grundstücksgrenzen überein stimmen, aber da ist es dann wirklich ein Kinderspiel erzieherisch zu intervenieren und z.B. einen Bürgersteig als Grundstücksgrenze zu etablieren.
    Wenn der Hund aber gar kein "Verständnis" für Hoftreue mitbringt, dann kann man sich "auf den Kopf stellen" und der Hund wird die Grenzen nicht dauerhaft akzeptieren, weil ihm schlichtweg der Sinn der ganzen Sache nicht klarzumachen ist!

    @Aura: Ne...eine zwangsläufige Verbindung zwischen Hoftreue und Wachtrieb gibt es auch nicht...aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach größer, dass ein territorialbewußter Hund Grundstücksgrenzen von sich aus akzeptiert und daraus eine Hoftreue entsteht.

    Freut mich für euch!
    Das mit dem Namen ist wirklich kein Problem! Hunde hängen da echt nicht dran und wenn sie ein paar Tage ausschließlich mit dem neuen Namen angesprochen wird, dann weiß sie recht schnell, wer gemeint ist... :D
    Ist ja eigentlich nix anderes als das Erlernen eines neuen Kommandos.
    Emma hieß im TH z.B. noch Doro. Ich hab sie von der ersten Minute mit dem neuen Namen angesprochen und das war nie ein Problem!

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    Das hat er sogar gemacht, wenn wir eine Weile am gleichen Ort waren. Dann hat er sich einen strategisch günstigen Punkt gesucht und sich dort postiert.

    Das Verhalten kenn ich nur zu gut... :D
    Was natürlich durchaus Schwierigkeiten mit sich bringt...so muss ich z.B. wenn wir mit unseren Hunden mal an einen See fahren ständig präsent sein und Emma und Janosch gut im Auge behalten, sonst würden sie nämlich anfangen jeden zu verbellen, der sich unserer Decke nur auf 20 Meter nähert...

    Noch ein kleiner Nachtrag...ich konnt leider nicht mehr editieren:

    Ist ein durchaus interessantes Thema. Wenn man sich mal überlegt, warum ein Hund das Grundstück nicht verlässt, dann liegt es ja nicht daran, dass er seine Umwelt nicht genauso interessant findet wie irgendein Streuner, sondern dass das Bewachen des Grundstücks für diese Hunde ein noch wichtigerer Wert ist. Bei Hunden, die natürlicherweise hoftreu sind, wie z.B. meine Beiden, denen das nie beigebracht wurde, geht die Hoftreue immer (wobei es hier vielleicht auch wenige Ausnahmen gibt!) mit einem starken territorialem Bewußtsein und einem ausgeprägtem Wachtrieb einher. Von daher glaub ich schon, dass die Wahrscheinlichkeit einen natürlicherweise hoftreuen Hund zu erwischen bei den Rassen besonders groß ist, die Wach- und Schutztrieb rassetypisch mitbringen.

    Zitat

    Und welche Rassen sind dazu anscheinend geeignet?

    Bisher sieht es nicht sehr einheitlich aus bei dem, was ihr so schreibt.
    Vom Schnauzer über Pudel bis zu den lustigstsen Mischlingen, wo keiner sagen kann, was drin steckt.
    Sogar Björns Hunde, die, wenn ich es recht in Erinnerung habe, durchaus parallel auch noch nen gewissen Jagdtrieb mitbringen.

    Es gibt ja durchaus Rassen, die dahingehend selektiert wurden...Paradebeispiel sind hier wohl die Spitze...die sind in den meisten Fällen hoftreu.
    Relativ groß ist die Wahrscheinlichkeit auch bei großen, molossoiden Rassen also Bernhardiner, Landseer, Sennenhunde, Rottweiler etc.
    Bei Rassen, die in der"Hütehund-Ecke" ihren Ursprung haben ist das sehr unterschiedlich und bei allen Jagdhunden (inklusive Terrier, Windhunde etc.) war das nie ein Selektionskriterium...bei Vertretern dieser Rassegruppe ist das also wirklich reines Glück, wenn ein HUnd hoftreu ist. Wobei es das natürlich trotzdem gibt, so kenne ich einen jagdlich geführten Wachtel, der absolut hoftreu ist und bei Janosch ist das ja auch echt interessant:
    Ursprungrassen bei ihm sind Labrador, Irish Setter und Hovawart. Die Hoftreue kann also durchaus aus der Hovawart-Ecke kommen, allerdings hat er ja auch einen starken Jagdtrieb, d.h. ich muss ihn im Wald ständig kontrollieren und er fängt immer wieder an zu stöbern.
    Sind wir allerdings an unserer Waldhütte, die absolut in der Pampa, direkt am Waldrand liegt, da kann ich ihn den ganzen Tag unbeaufsichtigt rumflitzen lassen und er macht keinerlei Anstalten jagen zu gehen. Brechen wir allerdings von der Hütte zu einem Spaziergang auf, da hat er die Nase schon wieder am Boden, wenn man noch keine 50 Meter von der Hütte entfernt ist...ist schon irgendwie irre...

    Ich würd hier nochmal die genetische Disposition ganz dick unterstreichen!!!
    Denn wenn der Hund das nicht mitbringt, dann kann man sonstwas ausprobieren und der Hund wird nicht hoftreu!
    Ich hab auch zwei Kandidaten, die das Zeug dazu mitbringen.
    Wir haben ne Waldhütte, wir haben Eltern auf ehemaligen Bauernhöfen etc. alles uneingezäunt...
    Ich hab das weder Emma noch Janosch jemals beigebracht, aber sie bleiben auf den Grundstücken! Zwar decken sich ihre Grenzziehungen nicht immer zu 100% mit der tatsächlichen Grenze - aber grob stinmmt es und ich brauch mir absolut keine Gedanken machen, dass sie über die Straße laufen, weil drüben ein anderer Hund läuft.
    Im Gegensatz dazu betreue ich zwei Foxhounds. Auch die haben eine enge Bindung zu mir, hören gut...aber sind sofort weg, wenn ich mich umdrehe...die bringen dieses "Rüstzeug" einfach nicht mit...und ich glaube ich könnte sonstwas machen...ich könnte denen das einfach nicht beibringen...

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    Ich möchte nur 4-5 Euro in der Stunde haben und bekomm trotzdem keinen Hundesitterjob, weil den Leuten das zu teuer ist.

    Die Preisgestaltung hängt von vielen Faktoren ab:

    Wohnst du eher ländlich oder im städtischen Bereich?
    Wo inserierst du bzw. suchst nach potenziellen Kunden?
    Auf welche eigenen Erfahrungen und auf welches Fachwissen kannst du hinweisen?
    Wirklich angemessene Preise lassen sich meist bei gut situierten "Stadtfamilien" oder noch besser bei alleinstehenden Hundehalterinnen... :hust: aushandeln...