Seit meiner Kindheit lebe ich mit Hunden...ein Leben ohne Hunde...nur ganz, ganz schwer vorstellbar...
Hunde sind meine größte Leidenschaft und all die Kompromisse, die ich wegen ihnen tagtäglich eingehen muss, die fallen mir schon gar nicht mehr als solche auf...das ist einfach mein Alltag.
Sie sind ein ganz wichtiger Teil meines Lebens und natürlich bin auch ich ständig bestrebt ihnen ein angemessenes Lebensumfeld zu bieten...aber trotzdem sind es doch "nur" Hunde und für mich in keinster Weise zu vergleichen mit Kindern, Familie oder Lebenspartner. Weder würde ich wegen den Hunden Hartz4 beantragen, noch ein Haus verkaufen, ich würd meine Freundin nicht auf die Straße setzen, wenn sie bspw. eine schwere Hundehaarallergie entwickeln würde und auch auf ein berufliches Weiterkommen würde ich wegen den Hunden nicht verzichten!
Meine Hunde machen einen nicht unerheblichen Teil meines Lebensglücks aus...aber sie sind nicht mein alleiniges Glück!!!
Beiträge von Sleipnir
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Das Thema Beißen gegenüber dem Personal interessiert mich.
Ich denke mir, dass das wohl häufiger vorkommt und recht unabhängig von der Rasse und Sozialisation eines Hundes ist.Das glaube ich nicht! Ich denke, dass das sehr stark mit der Rasse und Persönlichkeit des Hundes zusammenhängt. Bambam, die Foxhound-Hündin, die ich betreue war jetzt schon mehrfach in einer Tierklinik. Gerade die letzten Behandlungen waren sehr langwierig und leider oft auch sehr schmerzhaft für den Hund. Teilweise hat sie bei Verbandswechseln wirklich markerschütternd geschrien! Aber trotzdem hat sie alles klaglos über sich ergehen lassen, sich von wirklich jedem anfassen, behandeln oder mitnehmen lassen und ganz erstaunlich...trotz dieser wirklich schlimmen Behandlungen freut sie sich immer noch "wie Bolle" wenn es zum TA geht!
Und das passt einfach wie die Faust auf Auge zu einem Foxhound: robust, unempfindlich und jedes Menschen Freund...ein hochsensibler Podenco hätte das wahrscheinlich nicht so "einfach" überstanden. -
Rehunterbeine stammen, wie der Name schon sagt vom Rehwild und das wird nirgendwo auf der Welt kommerziell in Farmen gehalten - dafür eignet sich Rehwild (anders als Rot-,Sika- und Damwild) nämlich denkbar schlecht. D.h. diese Teile stammen in jedem Fall von geschossenen Tieren, die ihr Leben in Freiheit verbracht haben...von daher hätte ich keinerlei moralische Bedenken!
Bei uns gibt es die auch hin und wieder mal...die Hunde vertragen sie auch bestens...aber ne Mahlzeit ist das wirklich nicht, denn außer Haut, Fell und Knochen ist da ja nicht viel dran...
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Klugscheißer-Modus an: Sie heißen Wolfhunde...

Also...ich finde beide Rassen absolut faszinierend, es sind wunderschöne Tiere mit einem faszinierenden Sozialverhalten, keine Frage!
Aber trotzdem seh ich die Zucht dieser Hunde sehr skeptisch. Die Menschheit hat Jahrtausende gebraucht um aus einem scheuen Wildtier einen umweltsicheren, nervenfesten Begleiter des Menschen zu machen. Was bringt uns da eine neuerliche Wolfseinkreuzung, doch eigentlich nur Nachteile! Die Hunde sind auch wenn sie bestens geprägt werden misstrauisch, scheu und schon mit alltäglichen Situationen überfordert!
Man sieht es doch an den Threads von Dark Angel. Sie gibt sich mit Sicherheit absolute Mühe, der Hund kommt von einem Züchter und wurde bestens geprägt und trotzdem hat er immer wieder Probleme mit absolut alltäglichen Dingen...und damit meine ich jetzt nicht den Vorfall in der Tierklinik, sondern seine Scheu vor anderen Menschen, Unsicherheit in der Stadt usw. -
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In genau den Situationen arbeite ich persönlich ungerne über ein Kommando. Mir ist lieber, der Hund reagiert auf den Reiz selbst korrekt.
Das ist eine schöne Wunschvorstellung, für mich aber in vielen Situationen utopisch...
Nur zwei Beispiele:
Janosch hat ein wahnsinnig ausgeprägten Jagdtrieb...wir sind gestern Abend an einem Feld vorbei gekommen und knapp 30 Meter vor uns standen drei Rehe, die uns nicht bemerkt haben. Wenn ich Janosch in dieser Situation nicht durch ein Kommando ganz klar gemacht hätte, dass er bei mir zu bleiben hat, dann wäre er ohne mit der Wimper zu zucken hingedüst!
Emma hat hier im Ort den ein oder anderen Erzfeind. Kommen die uns entgegen kann ich schlecht darauf hoffen, dass Emma automatisch bei mir bleibt, sondern ich muss sie "bei Fuß" laufen lassen, damit sie sich den anderen HUnd nicht krallt.
Bei beiden Situationen ist der Reiz für meine Hunde so stark, dass ich mir KEINE Möglichkeit vorstellen kann, wie ich ein "automatisches" bei mir bleiben generalisieren könnte...

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Vom Balkon der zweiten Etage etwas anzubringen, dass bis zum Boden geht dürfte etwas schwierig sein...
Ich kenne allerdings einige Katzen, die an bestimmte Zeiten gewöhnt wurden und über den Hausflur rausgelassen werden, d.h. um 18.00 Uhr ist Fütterungszeit, man lässt die Katze um 12.00 Uhr raus und ab kurz vor 18.00 Uhr sitzt sie wieder vor der Haustür.
Ist mit Sicherheit keine Ideallösung, aber besser als die Katze gar nicht mehr rauslassen zu können... -
Ich finde das auch sehr wichtig, dass der Hund möglichst aufs erste Wort hört. Denn überhört werden Kommandos ja meist nicht auf der grünen Wiese, wo sowieso nichts los ist, sondern in Situationen in denen ein Reiz auftaucht, der für den Hund stärker ist, als die Bindung zum Besitzer, also z.B. ein anderer Hund, ein aufspringender Hase etc. Und da fände ich es wirklich fatal, wenn ich den Hund drei-, viermal rufen müsste, bevor er umkehrt!
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ja der Hund weiß natürlich ganz genau intuitiv, daß die Menschen der Tierklinik ihm das Leben retten wollen, auch wenn sie ihn mittels Körpersprache bedrohen.
Nee...weiß der Hund natürlich nicht...aber trotzdem geht es mir etwas gegen den Strich, dass jetzt hier so getan wird, als wäre es völlig legitim, dass der Hund in dieser Situation zugebissen hat...und wenn die Auszubildende nun erstmal krankgeschrieben ist, dann dürfte es sich wohl kaum um ein evtl. noch zu tolerierendes Abwehrschnappen gehandelt haben, oder?
Klar schießt auch die Gegenseite übers Ziel hinaus, denn auch ich bin fest davon überzeugt, dass Diego keine Gefahr für die Allgemeinheit ist, aber dieses Beißen als alleiniges Verschulden der Klinik hinzustellen finde ich schon etwas unangemessen... -
Naja...aber es ist schon ein Unterschied, ob ein misshandelter Hund zuschnappt oder ein bestens geprägter Züchterhund, oder? Der sollte doch mit einem "Drüberbeugen" eigentlich umgehen können...von daher finde ich die Frage gar nicht so unberechtigt...