Beiträge von Sleipnir

    Ich kenne KEINEN Hund wirklich KEINEN EINZIGEN, der beim ausgelassenen Toben nicht knurrt, bellt etc.
    Im Spiel werden Ernstsituationen aus den Funktionskreisen Jagd und innerartliche Aggression eben spielerisch trainiert und da gehören eben auch Lautäußerungen dazu!
    Natürlich kann und sollte man intervenieren, wenn Spiele kippen, gemobbt wird etc., aber ein Spiel nur wegen Knurren abzubrechen find ich völlig wiedersinnig...da kann man den Hunden das Spiel gleich komplett verbieten...

    Zitat

    Wieso sind Rassemischungen problematisch?

    Weil Schäferhunde eine relativ ausgeprägte Grundaggression besitzen...weiterhin sind sie sehr territorial veranlagt und in der Tendenz fremden Menschen gegenüber erstmal misstrauisch.
    Ganz anders der typische Labrador: Jedermanns Kumpel, meist völlig ohne Wach- und Schutztrieb und offen für alle fremden Menschen.
    Hat man nun einen Mischling aus beiden Rassen ist es oftmals so, dass diese Hunde weder Fleisch noch Fisch sind...oftmals sehr interessiert an anderen Menschen...in bestimmten Situationen schlägt dann aber wieder das MIsstrauen durch usw. usw.
    Ich spreche da aus Erfahrung...ich hab auch einen Labrador-Mischling und uns machen die Hovawart-Gene teilweise sehr zu schaffen...

    Ich glaube ja, dass es unter Hunden gar keine Rudelführer gibt...zumindest nicht nach den Maßstäben wie Menschen einen "Führer" definieren.
    Bei Wölfen macht die Führerschaft durch Tiere, die sich durch Erfahrung und Sozialkompetenz auszeichnen mit Sicherheit Sinn, aber die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen zu Rudelstrukturen von Haushunden weisen doch ganz eindeutig dahin, dass sich im Laufe der Domestikation starre Rudelstrukturen aufgelöst haben und an deren Stelle viel flexiblere Formen des sozialen Zusammenlebens getreten sind.
    Ich selbst besitze nun zwei eigene Hunde und bin darüber hinaus täglich (als Gassigänger) mit einer Gruppe von fünf Hunde unterwegs:
    eben Emma und Janosch, zwei älteren Foxhounds und einem Labrador-Rüden.
    Im Laufe der Zeit sind diese Hunde zu einer festen Gruppe zusammengewachsen, die bei Fremdhundbegegnungen als geschlossene Einheit auftreten, die sich ständig im Blick haben und aufeinander achten. Allerdings konnte ich eine Sache noch nie beobachten...nämlich das ein Hund eine irgendwie geartete Führerschaft übernimmt! Das Einzige, was alle fünf Hunde zeigen, ist die Wahrung ihrer Individualdistanz und das Verteidigen von Ressourcen (also Spielzeug, Futter etc.). In diesen beiden Punkten unterscheiden sich die Hunde auch deutlich...so hat Emma eine sehr ausgeprägte Individualdistanz, während die Foxhounds ganz gern mal drängeln, sich gegenseitig wegschubsen oder auf einem Haufen schlafen...auch sind die Beziehungen der Hunde höchst unterschiedlich im Zusammenhang mit oben genannten Faktoren...so darf der Foxhound-Rüde bei Emma durchaus auch den Genitalbereich beschnüffeln...der Labrador bekommt für gleiches Verhalten jedesmal einen auf den Deckel...
    Aber hat das wirklich was mit Führerschaft oder mit unterschiedlichen sozialen Rängen zu tun? Ich hab eigentlich eher das Gefühl, dass das eine Sache von Sympathie und Antipathie, sowie gegenseitigem Respekt und Vertrauen ist...
    Aber selbst wenn obengenanntes Ausdruck von Rudelführerschaft sein sollte was bringt mir das im Zusammenleben mit meinen Hunden?
    Ich könnte also aus dem Rudelverhalten meiner Hunde ableiten, dass sie mir nicht zu sehr auf die Pelle rücken und mir mein Essen nicht klauen...ja...aber das kanns doch nicht gewesen sein...ich erwarte doch darüber hinaus ganz andere Dinge von meinen Hunden...ich möchte das sie sich an mir orientieren...ich möchte, dass sie auch ohne Leine bei mir bleiben wenn zehn Meter vor uns ein Hase aufspringt, ich möchte das sie an der Straße warten, sie sollen keine fremden Menschen verbellen, sie sollen sich vergammeltes Fleisch von mir abnehmen lassen usw,. usw.
    All diese Dinge lassen sich doch selbst bei großzügister Auslegung der "Rudelfüher-Theorie" nicht von dem natürlichen Sozialverhalten von Hunden ableiten - denn das erwartet KEIN hündischer Rudelfüher!

    Meine Vorschreiberinnen waren nun wirklich sehr direkt... ;) ...aber so ganz versteh ich auch nicht wie man auf die Idee kommt einen Hund 10 Stunden alleine zu lassen, der sowieso Probleme mit dem Alleinsein hat... :???:
    Ich mein...ich würd nichtmal auf die Idee kommen meine beiden Hunde 10 Stunden alleine zu lassen...und die haben nun wirklich keinerlei Probleme damit!
    Es ist in den letzten Jahren so ein dichtes Netz an professionellen Hundebetreuungsmöglichkeiten entstanden, dass es kaum ein Problem dastellen sollte einen Hund für einen Tag irgendwo unterzubringen!

    Das er nur in deiner Abwesenheit pinkelt ist natürlich schon problematisch, denn so hast du keinerlei Möglichkeit darauf zu reagieren. Egal ob du bei deiner Heimkehr schimpfst, ihn ignorierst oder einen Kopfstand machst, er wird nichts davon mehr mit seiner Urinlache in Verbindung bringen.
    Es wäre hier also immens wichtig die Ursache des Ganzen heraus zu finden!
    Pinkelt er aus Protest, auf Grund von Trennungsangst oder liegt vielleicht gar ein organisches Problem vor...
    Ich würde folgendermaßen vorgehen:
    Als erstes würde ich bei einem TA vorstellig werden und abklären lassen, ob organisch alles in Ordnung ist.
    Wenn das der Fall ist und die Ursache immer noch nicht gefunden ist, dann würde ich mich an einen kompetenten Hundetrainer wenden.
    Die Ursachen dafür können nämlich so vielschichtig sein und ich glaube fast nicht, dass es möglich ist, das über ein Forum zu lösen...

    Ich find das nun auch nicht so dramatisch...war ja keine ernsthafte Beißerei, bei der Blut geflossen ist!
    Ich kann dich eigentlich auch ganz gut verstehen...ich hab auch eine Hündin, die nicht mit jedem Hund verträglich ist und bei unsymphatischen Hunden gern mal ein auf "dicke Hose" macht!
    Ist natürlich ein bisschen blöd, insbesondere dann, wenn man kein Muster erkennt...da bleiben einem ja nur zwei Möglichkeiten...entweder man probiert es aus, oder man untersagt seinem HUnd jeden Fremdhundekontakt.
    Was du halt trainieren solltest, dass ist das Abrufen bei HUndebegegnungen, so könntest du nämlich verhindern, dass Kontakte überhaupt eskalieren. Wenn ich bei Emma merke, dass sich ihre Bewegungen versteifen und sie ihr Nackenfell aufstellt, dann weiß ich, dass es höchste Zeit ist sie zu mir zu rufen!
    Ist natürlich nicht ganz einfach einen Hund aus so einer Situation abzurufen...aber auch hier bin ich gut damit gefahren den Hund erstmal mit Schleppleine zu sichern, mich diesen Situationen schrittweise anzunähern und dann trainieren, trainieren, trainieren...