Beiträge von Sleipnir

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    Dachte nur, ich sage lieber frühzeitig was, Findus ist schließlich 11 kg leichter und echt mickerig...

    Solange keiner der Hunde mit echter Beschädigungsabsicht zubeißt...und das ist bei Rüde/Hündin echt unwahrscheinlich...spielt das Größenverhältnis kaum eine nennenswerte Rolle!

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    ich finde so ein Verhalten aber total falsch.

    Ich bin mit dir schon mal dahingehend einer Meinung, dass man sich da so wenig wie möglich einmischen sollte...aber gar nicht...ist bei manchen Hunden auch schwierig.
    Kann ich bei Emma z.B. vergessen...wenn da ein zweiter Hund dazukommt wird der erstmal kräftig drangsaliert...das geht soweit, dass sich der andere Hunde in der Wohnung nicht mehr bewegen darf und unter lautem Knurren sofort zu Boden gedrückt wird, falls er sich bewegt...da muss man meiner Meinung nach leitend eingreifen...

    Ich würde jetzt ein "zwischen die Beine klemmen" nicht als Gewalt beschreiben...aber das Leben ist kein Ponyhof und der Hund, der bei mir versucht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, der beißt auf Granit!!!
    Es geht ja gar nicht darum den Hund völlig einzuschüchtern, aber es muss einfach klar sein, dass ich in jeder Situation das letzte Wort habe, denn allein durch positiv aufgebaute Bindung wird der Hund mich zwar sehr schätzen, aber im Zweifelsfall eben doch sein eigenes Ding durchziehen!

    EDIT: Danke, Britta... ;)

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    Ich würde "klein" anfangen und das Handtuch durch mehrere Waschhandschuhe ersetzen, die wedeln nicht so verlockend. Außerdem würde ich sie im trockenen Zustand häufiger mal abrubbeln (und belohnen, wenn sie still steht), dann fällt etwas Stress weg, da man ja jederzeit aufhören kann, und sie gewöhnt sich dran. Allmählich würde ich die Handschuhe dann über kleine Gästehandtücher bis hin zur Handtuchgröße steigern.

    Und das würd ich z.b. nicht machen...
    Ich bin ja ein durchaus geduldiger Mensch...aber diese Geduld hat auch Grenzen...das Abtrocknen ist doch ein absolut alltäglicher Vorgang, tut dem Hund nicht weh und ist schnell vorbei...wenn der Hund sich da schon nicht kontrollieren lässt...welche Probleme hab ich da erst bei wirklich unangenehmen Dingen (z.B. Augentropfen eingeben)?

    Ich machs mal etwas plastischer:
    Foxhound-Rüde, Tierschutzhund, hat 11 Jahre in einem Verschlag gehaust mit sehr wenig Menschenkontakt, 35 Kg geballte Körperkraft.
    Der hat sich am Anfang beim Abtrocknen auch gewunden wie ein Fisch an der Angel...nicht weil er Angst hatte, er fand das nur höchst überflüssig und wollte schnell in sein Körbchen...
    Was hab ich gemacht...ich hab ihn einfach mit den Knien zwischen meinen Beinen fixiert und gegen gehalten. Klar fand er das gar nicht toll...aber ich hatte einfach den längeren Atem...
    Ich hab den Hund dadurch weder verängstigt, noch sein Vertrauen erschüttert...ich hab ihm einfach nur keine Möglichkeit mehr gegeben sein "Spielchen" zu spielen...
    Das musste ich ein paar Mal machen und heute steht der wie ne Eins da und lässt sich abtrocknen...

    Einen "ultimativen Tipp" aus der Ferne zu geben, ohne den Hund in Aktion zu sehen, ist natürlich fast unmöglich!
    Ich versuch es mal ganz grundsätzlich zu beschreiben:
    Mit das Wichtigste ist die eigene Souveränität...ich erwarte einfach, dass der Hund sich so verhält, wie ich mir das vorstelle...damit ist schon mal die Hälfte gewonnen, denn so trete ich ganz anders auf, als wenn ich mir im Vorfeld schon Gedanken mache ob denn alles klappen wird und dadurch zwangsläufig unsicher werde.
    Lehnt der Hund sich dann trotzdem auf gilt es einfach ruhig und möglichst emotionslos auf den Hund einzuwirken. Wie diese Einwirkung aussieht hängt jetzt natürlich ganz von dem Hund ab...das ist ne absolute Gradwanderung...denn einerseits muss ich so unmissverständlich und massiv auftreten, dass der Hund wirklich beeindruckt ist (nichts ist schlimmer als hier immer wieder halbherzig einzuwirken...dadurch stumpft der Hund nämlich mehr und mehr ab und nimmt einen gar nicht mehr ernst...), andererseits darf die Einwirkung auch nicht zu massiv sein...denn das Grundvertrauen in mich darf natürlich nicht erschüttert werden...er soll ja keine Angst vor mir als Person bekommen...
    Wahrscheinlich hilft dir das jetzt auch nicht wirklich weiter...aber man kann halt einfach nicht sagen mach xy, dann bekommst du das Problem in den Griff...dafür sind Hunde viel zu individuell und das was den einen Hund kaum tangiert erschüttert den anderen vielleicht schon in seinen Grundfesten...

    Puh...ich dachte schon ich bin mit meiner Meinung alleine...
    Ich will hier niemandem zu nahe treten...aber dieses schrittweise ans Handtuch gewöhnen und ein Leckerchen hier und eins da...nee...das seh ich echt nicht ein!
    Es gibt einfach einige Dinge, die gemacht werden müssen auch wenn Hundi sie vielleicht unangenehm findet (zb. Abtrocknen, Bürsten, Medikamente eingeben etc.) und da würde ich mich auf keinerlei "Spielchen" einlassen! Da erwarte ich einfach, dass der Hund sich ruhig verhält...tut er das nicht gibt es eine ganz klare Ansage! Hat bisher noch bei allen Hunden geklappt...egal ob bei den eigenen oder Pflegehunden...ich hatte noch nie das Problem mit sich windenden, um sich schnappenden Vierbeinern, nur weil ich sie abtrocknen will...