Beiträge von Sleipnir

    Ich hab mir während des Studiums sogar zwei Hunde angeschafft... :D
    Als ich noch studiert habe war wirklich ausreichend Zeit für die Hunde vorhanden und vor allem konnte man die Zeiten recht flexibel gestalten...aber klar hatte ich auch immer im Hinterkopf, was wohl sein wird wenn das Studium vorbei ist...seit August diesen Jahres ist es jetzt soweit...auch ich bin im Arbeitsleben angekommen... :D
    Ich hab da aber, hinsichtlich der Hunde echt viel Glück gehabt. So arbeite ich nicht Vollzeit, sondern nur 25 Stunden in der Woche, ich kann die Hunde teilweise mitnehmen zur Arbeit und lebe mit einer Partnerin zusammen, die ebenfalls in Teilzeit arbeitet und sich somit auch um die Hunde kümmern kann...auch wenn unsere Hunde jetzt natürlich etwas öfter allein zuhause sind als während des Studiums läuft das bisher alles echt problemlos!
    Hätte ich jedoch vorgehabt nach dem Studium Vollzeit arbeiten zu gehen und keine Partnerin im Hintergrund, dann wäre das schon viel komplizierter...die einzige Möglichkeit dann wäre wohl ein Gassigänger bzw. eine Tagesbetreuung gewesen...

    Das kommt bei uns ganz drauf an, wann wir abends bzw. nachts das letzte Mal rausgehen... :D
    Wenn ich nach einer durchfeierten Nacht um 4 oder 5 nochmal mit den Hunden vor die Tür gehe, dann kann ich auch bis 11 oder 12 schlafen...
    So grundsätzlich halten meine HUnde über Nacht 10 biss 11 Stunden absolut problemlos durch...

    Puh...das scheint echt ne ziemlich verfahrene Situation zu sein...
    Ich weiß nicht...also entweder hast du da echt einen absolut hammerharten Sonderfall zuhause oder irgendwelche grundlegenden Dinge in eurer Mensch-Hund-Beziehung stimmen nicht...
    Mal abgesehen von der hier beschriebenen Situation...lässt sie sich sonst gut führen von dir? Kannst du ihr Dinge wegnehmen, kannst du sie abrufen wenn sie eigentlich was anderes vorhat...ein fremder Hund kommt ins Blickfeld, sie fängt an zu jagen etc.
    Ich geh jetzt erstmal spazieren und mach mir nochmal ein paar Gedanken...

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    Dann dreht sie sich um, schaut mich an,

    An der Stelle würde ich eingreifen...
    Sie nimmt ja erstmal Kontakt zu dir auf, was ja grundsätzlich nicht negativ ist...wäre es in der Situation evtl. möglich das ganze Verhalten noch umzulenken bspw. durch Apportierübungen, ein gemeinsames Zerren an einem Spieltau, die Einforderung einiger UO-Übungen etc...

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    Ist das wirklich der richtige Weg?

    Viele Wege führen nach Rom...und gerade in der Hundeerziehung gibt es zahlreiche Methoden, die zum Ziel führen können...man muss sich halt immer überlegen was situationsbedingt passt, bei was man selber das beste Bauchgefühl hat um das auch souverän rüberbringen zu können und was am besten zum Hund passt!
    Ich persönlich würde in dieser Situation NICHT über Ignoranz arbeiten, es kann aber für euch genau die richtige Methode sein, das musst du wissen...
    Was ich allerdings nicht machen würde ist jetzt eine Methode nach der anderen durchzuprobieren, damit verunsicherst du den Hund nur...

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    Zeige ihr ein Leckerli und sage "Sitz".

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    Sie springt hoch, ich zeige ihr ein Leckerli und wir machen den ganzen Prozess wie oben beschrieben nochmal. Diesmal möchte sie aber nicht normal weiterlaufen, sondern springt sofort wieder auf mich hoch. "Sitz" funktioniert jetzt nicht mehr.

    Würd ich so nicht machen...
    Du versuchst sie mit dem Leckerchen abzulenken, was, wie du selbst gemerkt hast, nicht immer funktioniert. Du bietest dem Hund damit zwar eine Alternative an, er kann aber selbst entscheiden, ob er darauf eingeht oder eben auf das Leckerchen pfeift. Was du nicht tust, was hier aber sehr wichtig wäre, wäre dem Hund klar zu machen was er NICHT soll und ihm DANN eine Handlungsalternative anbieten!

    @ LasPatitas:

    Sehr schöne Zusammenfassung! Dem würde ich mich vorbehaltlos anschließen! Allerdings möchte ich nochmal einen Aspekt ansprechen, den ich beim Einsatz von positiver Strafe für sehr wichtig halte...nämlich das anschließende Loben! Meiner Erfahrung nach ist da das genaue Timing mindestens genauso wichtig wie bei der Bestrafung!
    Wirkt man nämlich massiv genug auf den Hund ein wird dieser, was ja auch das Ziel ist, von seiner Handlung ablassen, beschwichtigen, unsicher werden etc. Und genauer dieser Zeitpunkt muss abgepasst werden und egal wie sauer man vielleicht noch 1 Sekunde vorher war hier MUSS man wie ein Pendel sofort in der Stimmung umschlagen und den Hund in seinem angepasstem Verhalten bestärken...auch wenn dieser vielleicht nur für den Bruchteil einer Sekunde innehält. Andernfalls fällt der Hund nämlich in ein Loch und ihm ist gar nicht klar welches VErhalten denn genau gewünscht ist. Macht man hier was falsch besteht dann auch die realistische Gefahr, dass der Hund Angst vor dem Halter entwickelt, massiv verunsichert wird und die positive Strafe eben nicht nur mit der unerwünschten Handlung verknüpft!
    Das ist übrigens eine Handlung, die man sehr schön auch bei Hunden beobachten kann die in einem Haushalt zusammenleben bzw. anderweitig eine enge Beziehung miteinander aufgebaut haben. Wenn unsere Hündin unseren Rüden massregelt, dann ist das teilweise sehr massiv, das ganze dauert nur einige Sekunden und sofort danach schwenken beide Hunde immer in ihrem Verhalten um, sind augenblicklich ganz entspannt, beschnüffeln sich gegenseitig hinter den Ohren, zeigen Ansätze des Mundwinkelleckens etc.
    Und das scheint mir bei Anwendung positiver Strafe wirklich mit das wichtigste zu sein...den Hund zwar massiv zu beeindrucken, ihn aber sofort wieder aufzubauen...es muss für den Hund völlig klar sein, dass die von mir ausgehende "Bedrohnung" rein gar nichts mit unserer allgemeinen Beziehung zu tun hat, sondern ganz ausschließlich an wenige, eng umrissene Situationen gekoppelt ist und diese "Bedrohung" sofort eingestellt wird sobald sich der HUnd auf mich konzentriert...

    Ich halt da auch nicht soviel von, denn 1.) hab ich zwei Hunde, das gibt dann immer den schönsten Leinensalat und 2.) ist insbesondere Emma auch gern mal ein bisschen zickig an der Leine...außerdem weiß ich auch nicht so genau, was ein Hund davon hat, wenn er im Vorbeigehen andere Hunde beschnüffelt...von daher versuche ich solche Situationen auch eher zu vermeiden. Wenn es aber jemand drauf anlegt und mit seinem Hund schon vor uns steht, dann zieh ich meine Hunde da aber auch nicht weg...sooo tragisch find ichs nun auch nicht...