Beiträge von Sleipnir

    Zitat

    Hund und Kaninchen allein lassen, kannst Du schonmal streichen. Das wird niemals funktionieren.

    Aber warum ist das nicht möglich?
    Es ist doch auch in anderen Bereichen möglich, dass ein Hund Verbote so verinnerlicht, dass er sie auch in Abwesenheit des Besizers beachtet...
    Bspw. dürfen unsere Hunde nichts vom Tisch nehmen...ich könnt über Nacht ne gebratene Gans auf unseren (niedrigen) Wohnzimmertisch stellen und mir sicher sein, dass sie da nicht drangehen...
    Die Hunde dürfen nicht ins Bett, machen sie nicht, auch nicht wenn sie alleine sind...usw. usw.
    Ist bei einer potenziellen Jagdbeute der Reiz einfach zu groß, oder warum bist du der Meinung, dass das in Abwesenheit des Besitzers nichts wird...

    Ich kenne das...zwar nicht mit Kaninchen...dafür mit unserer Katze!
    Emma war vom ersten Tag an völlig fasziniert von unserer Katze und hat deutliche Jagdansätze gezeigt. Dieses Verhalten wurde natürlich unterbunden, angepasstes Verhalten bestärkt etc.
    Auch ich war der Meinung, dass das eine Sache der Gewöhnung ist und die Katze irgendwann ihren Reiz verliert...leider weit gefehlt! Noch heute, 5 Jahre später muss ich Emma im Umgang mit der Katze stark kontrollieren. Zwar zeigt sie schon lange kein offenes Jagdverhalten mehr, es ist sogar möglich Hund und Katze alleine zuhause zu lassen, aber sie fällt immer wieder in so Verhaltensmuster wie fixieren, der Katze hinterher zu stalken etc.
    Ich bin da seit Jahren absolut konsequent und unterbinde jede Aufdringlichkeit, aber irgendwie kommen wir da nicht weiter...
    Gedanklich bin ich schon soweit, dass ich mich frage, ob in diesem Fall ein einmaliges wirklich hartes, auch physisches Durchgreifen nicht eher zum Erfolg führen würde...kann mich da aber noch nicht wirklich zu durchringen...
    Du siehst...ich kann dir auch nicht wirklich weiterhelfen, bin aber sehr gespannt, was noch für Tipps kommen, da ich ja ein vergleichbares Problem habe...

    Das scheinen ja...zumindest nach Durchsicht der entsprechenden Homepages...einwandfreie Züchter zu sein!
    Aber...rein interessehalber...wie kommt man auf die Idee einen Hund in Rumänien zu kaufen?...besondere Linien...erfolgsversprechende Verpaarungen...erzähl mal...

    Wir hatten heute richtig Action!!!
    Dabei sollte es so ein ruhiger, angenehmer Tag werden...
    Heute Morgen 30 Minuten über die Felder
    Heute Mittag wollt ich ne schöne große Runde durch den verschneiten Wald drehen...hab ich auch gemacht...der Anfang war auch wirklich nett...
    Janosch fing dann an immer aufgeregter auf dem Weg auf- und ab zu patrollieren...
    Ein untrügliches Zeichen dafür, dass Wild in der Nähe ist!
    Ich denk mir noch " wenn der nicht gleich wieder runter kommt, dann gehts an die Leine!"
    Zu spät gedacht!
    Ein Reh springt 10 Meter vor uns auf, Emma und Janosch hinterher... :schockiert:
    OK...blöd gelaufen...aber kann ja mal passieren...
    Emma war nach einer knappen Minute wieder da...Janosch nicht!
    Bin dann weitergegangen und hab mir gedacht, der wird schon hinterherkommen...kam er nicht!
    Es waren jetzt schon 10 Minuten rum...langsam macht sich etwas Panik breit...so lang war er noch nie weg...
    Wieder zu dem Punkt zurück, an dem er abgehauen ist...gerufen...gelauscht...NICHTS!!!
    OK...dacht ich mir...gehts du mal nach Hause...den Weg müsste er ja eigentlich kennen!
    Mich immer wieder umgeguckt...alle möglichen Passanten angequatscht...niemand diesen Hund gesehen.
    Zuhause...auch kein Hund!
    Scheiße...richtige Panik...
    Tierheim, Tierklinik, Polizei angerufen...
    Es dämmerte langsam...Janosch war schon über 2 Stunden weg!
    Ich hatte furchtbare Angst, dass er einen Autounfall verursacht, er musste nämlich, um nach Hause zu kommen durch den ganzen Ort und mehrere Hauptstraßen überqueren...
    Plötzlich...ein Bellen unter unserem Balkon...Janosch Bellen!!!
    Auf Socken bin ich rausgerannt...er war es tatsächlich und hat sich gefreut wie Bolle!!!
    Nun liegt er hier...komatös schlafend neben mir...
    Krasser Tag...sowas brauch ich nicht häufiger... :D

    @ Corinna:

    Ich find das schon ganz spannend, was du da mit deinen Beagles erreicht hast, und ja ich denke schon, dass sie ganz gut mit Foxhounds vergleichbar sind!
    Ich mache auf den Spaziergängen auch wahnsinnig viel mit Futter...und das hat natürlich den entsprechenden Erfolg gebracht...so wurde die Bindung entsprechend gestärkt, der Anreiz auf Kommandos zu hören wurde deutlich erhöht etc.
    ABER...sobald es im Gebüsch raschelt oder sie auf eine frische Fährte stoßen komme ich da ganz klar an unsere Grenzen...
    Natürlich ist auch in solchen Situationen durch die ganze Bindungs- und Futterarbeit eine Entwicklung zu erkennen...Situationen in denen sie noch vor einem Jahr mit Jagdgebrüll in der Leine standen lassen sich heute schon ganz gut ohne Leine händeln, aber bei direkter Wildsichtung komm ich auch heute noch nur ans Ziel indem ich sie (meist verbal) massiv beeindrucke und sie somit davon abhalte durchzustarten...

    Nun gut...zumindest ein Stück weit haben mich die Ausführungen hier überzeugt, dass es unter gewissen Umständen möglich ist Jagdverhalten über positive Bestärkung günstig zu beeinflussen.
    Aber, berichtigt mich wenn ich falsch liege, ich hab das Gefühl, dass das nur bei einem gewissen Teil von Hunden funktionieren kann, nämlich bei Hunden, die einen relativ ausgeprägten Beute- bzw. Spieltrieb haben und eine möglichst enge Führerbindung.
    All das hier Gesagte könnte ich auf Emma (absolut beutegeil, starke Führerbindung, kaum Selbstständigkeit) ohne Zweifel übertragen, bei Janosch (weniger Beute- und Spieltrieb, um einiges selbstständiger) wird es da schon schwieriger und bei den beiden Foxhounds (0 Spieltrieb, 100% Selbstständigkeit) weiß ich gar nicht, wie ich irgendwas davon umsetzen sollte. Das sind zwei (alte) Hunde aus dem Tierschutz, die rassemäßig schon sehr, sehr selbstständig sind, zusätzlich haben diese Hunde es nie gelernt mit Menschen zusammen zu arbeiten. Das einzige womit man sie (solange der Erregungszustand nicht all zu hoch ist) kriegt ist Futter, ansonsten ist es unmöglich mit ihnen zu spielen, sie alternativ zu beschäftigen etc....das interessiert sie nämlich 0!
    Vielleicht hab ich noch ein Brett vorm Kopf...ich kann mir aber immer noch nicht vorstellen wie man solche und ähnlich gestrickte Hunde (Schlittenhunde, Herdenschutzhunde, alle Lauf- und Schweißhunde) ohne Zwang vom Jagen abhalten kann...insbesondere, wenn man die Hunde NICHT von Welpenbeinen an hat... :???:

    Klar kann man das...zwar nicht aufs Jahr genau, aber ein Anhaltswert ist es trotzdem.
    Wir haben hier einen vierjährigen, einen siebenjährigen, einen zehnjährigen und einen zwölfjährigen Hund...
    Da siehst du schon ziemlich ausgeprägt die stärker werdende Abnutzung und Zahnsteinablagerung im Alter...das erkenn sogar ich... ;)

    dragonwog:
    Danke, dass ist doch mal ne Aussage!
    Nun geh ich mal nach dem Namen "Bob Bailey" googeln...

    Zu den "fußkranken" Foxhounds...ich glaube wir missverstehen uns...das sind keine Hunde, die nur noch neben einem herschlurfen und kaum einen Schritt vor den anderen setzen können...sie reagieren nur altersmäßig nicht mehr ganz so schnell und sprinten nicht mehr mit der geballten Kraft eines Junghundes los...so das man überhaupt die Chance hat sie noch zu erwischen!