Beiträge von Sleipnir

    Folgende Situation:
    Hundehalter A hat einen unverträglichen Terriermischling, der wild kläffend an der Flexileine hängt.
    Hundehalter B sieht Hundehalter A auf einem Feldweg auf sich zukommen und lässt seinen Hund frei bei Fuß laufen. Um es zu keiner direkten Begegnung kommen zu lassen geht er an den Wegrand und lässt seinen Hund absitzen.
    Hundehalter A geht nicht etwa zügig daran vorbei, sondern bleibt auf Höhe von Hundehalter B stehen, will ein Gespräch beginnen und lässt seinen immer noch kläffenden Terriermischling immer näher an den absitzenden Hund von Hundehalter B heran.
    Dieser fühlt sich von dem kaum einem Meter vor ihm geifernden Terrier ziemlich provoziert und springt plötzlich auf...es kommt zu einer Beißerei...wer ist Schuld???

    Zitat

    was ihr meint, was ausser Schäferhund noch in meiner Lilly stecken könnte?

    Da die Ohren nicht wirklich stehen und der ganze Körperbau etwas massiger als bei einem Schäferhund ist würde ich auf Rottweiler und/oder eine Sennenhundrasse tippen!
    Auch die Färbung ist absolut typisch für Schäfer/Rottweiler-Mischlinge!

    Zitat

    Ganz ehrlich: so langsam kann ich die Vorurteile gegen Pudel verstehn. Dieser Thread würd mich auch abhalten, einen zu kaufen. Obwohl ich die vorher toll fand. Aber irgendwie bestätige sich gerade die ganzen Klischees...

    Das seh ich absolut genauso!
    Ich hab auch langsam das Gefühl, dass in diesem Thread Vorurteile eher bedient als abgeschwächt werden!
    Beim Pudel scheint sich ja wirklich alles ums Haar zu drehen...
    Als Frau mag man damit ja vielleicht noch seinen Brutpflegetrieb ausleben können... :D ...aber ganz ehrlich, was will ich mit einem Pudel...???
    Nun könnte man argumentieren, dass ist trotzdem ein toller Hund und da beißt man dann halt in den sauren Apfel und lässt ihn ein paar Mal im Jahr komplett runterscheren, bürstet zwischendurch, damit das Fell nicht verfilzt und fertig...
    Aber scheinbar ist das nicht möglich...zumindest ist es das, was dieser Thread hier vermittelt!
    Ohne Profiföhn...zwanzig verschiedenen Shampoos und Pflegeprodukten und ohne ständiges Baden, Föhnen, Scheren und Bürsten scheint man des Pudels Haar ja nicht mehr Herr zu werden...
    Aber das kann es doch nicht sein, was bei der Hundehaltung im Vordergrund steht???
    Die Pflege ist für mich das notwendige Übel um meine Wohnung einigermaßen sauber und den Hund gesund zu halten...hier...beim Pudel hab ich langsam das Gefühl sie wird zum Selbstzweck...

    1.) "Hundepsychologie" von Feddersen-Petersen...zwar in wissenschaftlich-trockenem Stil aber für mich DAS Buch mit dem größten Informationsgehalt, dass auf dem deutschen Markt erhältlich ist!

    2.) "Das andere Ende der Leine" von Patricia McConnell

    3.) "Der Wolf im Hundepelz" von Günther Bloch

    Nein...mir liegt es fern, die Erziehungsleistungen, die ihr mit euren Retrievern hinbekommen habt herabzuwürdigen! Und ja, ich weiß auch, dass die Distanzlosigkeit und Offenheit eines Labradors nicht nur positive Aspekte hat und es nicht ganz einfach ist einen Labrador so hinzubekommen, dass er Passanten und entgegenkommende Hunde einfach ignoriert! Aber trotzdem ist es mit einem Labrodaor doch einfacher als mit einem Hund, der sehr territorial veranlagt ist und über ne gehörige Portion Schutztrieb verfügt.
    Wenn mir der Labrador durch die Hände geht und Passanten begrüßt oder fremde Hunde bedrängt, dann ist das im Zweifelsfall ärgerlich, aber nicht zu vergleichen mit dem pubertierenden Rottweiler-Rüden, der die anderen Hunde gleich auf den Rücken dreht oder Passanten stellt!
    Wenn der Labrador nen Hasen hetzt, dann ist auch das nicht in Ordnung, aber ich kenne keinen Labrador, der ähnlich wie ein Beagle stundenlang auf der Fährte hetzt und hinterher 20 km weiter auftaucht.
    Ich kenne jetzt drei Labradore näher (mit näher meine ich, dass ich sie selbst geführt habe und das nicht nur Gassi-Bekanntschaften sind) und bei keinem dieser Hunde war es ein größeres Problem ihn zu führen.
    Klar, die Hündin hat mal nen Hasen gehetzt, bei dem einen Rüden muss ich aufpassen, dass er fremde Hunde nicht zu sehr bedrängt, aber das ist alles hinzukriegen, weil ich finde, dass Labradore absolut gut lenkbar sind! Und das ist eben der von mir angesprochende will to please...und ja, es mag Labradore geben, bei denen der nicht so ausgeprägt ist...aber ganz ehrlich, die gehen doch am Zuchtziel vorbei und sind NICHT rassetypisch!
    Ein Hund, der keinen ausgeprägten will to please hat, den krieg ich bei nasskalten 2 Grad Celsius nicht dazu auch noch die 23. Ente aus dem eiskalten Wasser zu holen. Klar, da gehört auch Apportierleidenschaft dazu, die züchterisch gefestigt wurde, aber ab einer bestimmten Belastung funktioniert das darüber einfach nicht mehr und dann brauch ich einen Hund, der nicht aus innerem Antrieb, sondern mir zuliebe die Ente aus dem Eiswasser fischt!
    Und das macht für mich einen Labrador aus, und in meinen Augen auch gut anfängertauglich, dass er natürlich viele Verhaltensweisen zeigen kann und bei fehlender Erziehung zeigen wird, die nicht im Sinne des Besitzers sind, aber die lassen sich aus meiner persönlichen Erfahrung gut umlenken und zeigt mir mal die Hunderasse, die ich mit ein paar Leckerchen vom Jagen abhalten kann...

    @ Henrike:
    Du hast ja mit allem Recht, was du schreibst! Und ja, diese typischen unbedarften Familien, die meinen zu ihrem Lebensglück gehört unbedingt ein Hund, die aber keinerlei Ahnung davon haben wie das dann in der Realität aussieht, die gibt es...leider sogar recht häufig!
    Für die ist weder der Labrador, noch irgendeine andere Rasse die richtige Wahl!

    Ich wollte ja auch eigentlich auf einen anderen Punkt hinaus!
    In diesem Thread geht ja ein Aufschrei durch die Reihen wenn vom Labrador als Anfängerhund gesprochen wird und jeder Halter schreibt davon wie schwierig und anspruchsvoll diese Rasse ja eigentlich sei...
    und da muss ich etwas schmunzeln! Vergleicht doch mal die Sturheit des Labradors mit der eines Beagles, sein Wach- und Schutztrieb mit dem eines Rottweilers etc. Da ist es doch mehr als augefällig wie einfach ein Labrador dann doch ist. Ich bin eigentlich gar nicht so der große Labrador-Fan, aber wenn man eine aktive, recht große Rasse sucht, dann wüßte ich KEINE, die es einem im Allgemeinen (Ausnahmen gibts natürlich immer!) so einfach macht wie ein Labrador!

    Das auch Labrador und Golden Retriever keine Hunde sind, die sich selbst erziehen ist klar...auch sind wir uns mit Sicherheit alle einig, dass es auch kein Retriever verdient hat als besseres Kinderspielzeug angeschafft zu werden und sein Leben dann im Garten oder an der Leine auf der Runde um den Block zu fristen!
    Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass Labrador und Golden ideale "Einsteigerhunde" sind!
    Sie bringen nämlich in idealerweise Eigenschaften mit, die das Leben mit ihnen in unserer heutigen Welt sehr einfach machen.
    So sind sie ziemlich führergebunden mit einer geringen Selbstständigkeit, sie haben einen ausgeprägten will to please, sozial meist sehr verträglich, niedrig entwickelte Territorialität und damit weinhergehend ein verschwindend geringer Wach- und Schutztrieb, trotz ehemaliger Jagdhundvergangenheit mit einfachen Mitteln alternativ auszulasten, insgesamt eher extrovertiert und aller Welts Kumpel.
    Das sind für mich einfach Eigenschaften, die einen Hund zum "Anfängerhund" machen! Wo ist denn da jetzt das Problem? Ist das Wort "Anfängerhund" sooo negativ belegt, dass niemand "seine" Rasse als eine solche sehen will?

    Gerade keine Zeit...wollt nur kurz eine Frage beantworten:
    Nein...keinerlei Verletzungsabsicht...die haben sich dabei niemals auch nur ein Haar gekrümmt...ist so ein typischer Kommentkampf...viel Getöse aber nix dahinter...