Beiträge von Sleipnir

    Wenn dein Herz an einem JRT hängt, dann hol dir einen! Das sind ja nun wirklich keine Hunde, die nur in Spezialisten-Hände gehören!
    Das einzige, was hier versucht wird, ist dich dafür zu sensibilisieren, dass sie so einfach dann doch nicht sind!
    Das sind halt einfach kernige Hunde mit einer Jagdvergangenheit, die ganz gern mal zum Größenwahn neigen. Durchaus gelehrig und pfiffig, aber definitiv nicht so einfach zur Mitarbeit zu überzeugen wie ein Deutscher Schäferhund.
    Wenn dir klar ist, was du dir mit einem Terrier ins Haus holst, dann wüßte ich nicht, was dagegen spricht!

    Ich bin gar kein allzu großer Geschirrfreund, aber an der Schleppleine würde ich IMMER ein Geschirr verwenden! Bei einem in die Leine knallenden Hund und Halsband wäre mir die Verletzungsgefahr viel zu groß.
    Außerdem hat das Geschirr noch einen weiteren Vorteil:
    Dadurch, dass die Leine ein Stück weiter hinten am Hundekörper angebracht wird verheddert sich der Hund mit den Pfoten weit weniger mit Geschirr als bei Leine am Halsband!

    Da fällt mir noch was ein!
    Wir wohnen hier relativ ländlich und wenn ich hier zuhause im Ort unterwegs bin, dann sind die Hunde eigentlich immer dabei.
    Bin ich dann aber doch mal hundelos unterwegs, werde ich jedes Mal...aber wirklich jedes Mal...von irgendwelchen Leuten gefragt, wo denn heute die Hunde wären...
    Teilweise sind das sogar Leute, die ICH gar nicht kenne... :schockiert:

    Wenig bis nicht haaren Pudel, alle Bichon-Rassen und rauhhaarige Terrier, die regelmäßig getrimmt werden (noch Rassen vergessen???). Alle anderen Rassen haaren mehr oder weniger wie Hulle... :D

    Und abgesehen von den Haaren (mir wäre es jetzt aber neu, dass Beagle und Jack Russell Terrier extrem viel haaren) sind diese Rassen wohl auch nicht geeignet, wenn man sich einen Hund mit wenig Jagdtrieb wünscht... ;)

    Auf zwei Dinge würde ich achten:

    1. Möglichst viel Muskulatur aufbauen, gute Muskulatur kann ein schlechtes Gelenk zumindest teilweise ausgleichen. Also viel Bewegung, lockerer Trab am Fahrrad, viel Schwimmen.

    2. Vermeidung von Sportarten oder Bewegungen, bei denen die Hinterhand immer wieder gestaucht wird, also kein Agility, kein Schutzdienst, möglichst nicht ständig Sprünge oder hinter dem Ball herhetzen lassen (wegen dem plötzlichen Abbremsen)

    Aber ist das ein Problem, wenn der Hund hinter einem ist?
    Nach 16 Jahren Hundeerfahrung ist mir noch nie ein Hund auf dumme Ideen gekommen, der hinter mir läuft, sondern wenn, dann haben sich kritische Situationen bei einem vor mir laufenden Hund ergeben!
    Bisher hab ich mit den unterschiedlichsten Hunden eigentlich immer die Erfahrung gemacht, dass sie die "Verantwortung über uns" komplett abgegeben haben, wenn sie hinter mir liefen, d.h. laufen sie vor wird ständig die Umgebung gescannt, es wird Ausschau gehalten nach anderen Hunden oder Wild, aber hinter mir, da wird eigentlich nur gemütlich hinterher getrottet...

    Zitat

    Ich hätte jetzt immer die Angst schon beim Ableinen - was, wenn in den nächsten 10 Sekunden was passiert


    Aber ist das nicht immer so? Egal wie und wie intensiv ich irgendwas trainiere? Einen 100% Gehorsam kriegt man bei Hunden einfach nicht hin...zwar lässt sich durch entsprechendes Training das Risiko minimieren, aber eben nicht komplett ausschließen!
    Ich geh sogar soweit und würd sagen, dass ein Hund Gehorsam im Freilauf auch nur im Freilauf lernt. Eine Schleppleine kann zwar helfen erste "Basics" zu festigen, aber dann sollte sie meiner Meinung nach so schnell wie möglich wieder abgebaut werden. Hundi ist ja nicht doof, der weiß ganz genau, wann er an der Leine ist und wann nicht!

    Ich erinnere mich daran, dass wir unseren Welpen zum Jahreswechsel 2005/06 geholt haben.
    War auch ein ziemlich knackiger Winter und der Hund kannte in den ersten Wochen nur Schnee...war der Normalzustand für ihn. Erste Schritte in Richtung Stubenreinheit gemacht...hat auch alles gut geklappt.
    Innerhalb von zwei Tagen war dann der ganze Schnee getaut und er hat draußen nicht mehr gemacht...er kannte es ja nur sich auf Schnee zu lösen...
    Das war echt eine Zeit zum Haare raufen...
    Nach ein paar Tagen hatte er dann aber doch geschnallt, dass man auch auf der Wiese pinkeln kann... ;)

    Ich hab die Schleppleine bisher immer anders abgebaut.
    Erst 10-Meter-Schlepp in der Hand, dann 10-Meter-Schlepp schleifend, einmal auf 5 Meter gekürzt und wenn das gut geklappt hat hab ich Situationen abgepasst, in denen der Hund sehr aufmerksam war und hab die Schleppleine für kurze Zeitspannen ganz abgemacht. In den Situationen hab ich den Hund anfangs natürlich viel bespaßt, damit er gar nicht erst auf dumme Ideen kommt und danach wieder an die Schleppleine gemacht. Mit der Zeit hab ich diese Zeiten immer mehr ausgedehnt bis Hundi irgendwann nur noch an die Schleppleine kam wenn er ziemlich unaufmerksam war.
    So hab ich das jetzt mit drei völlig unterschiedlich gestrickten Hunden gemacht und bisher hats immer super geklappt!

    Malinois-Kangal-Mix...mein Respekt...was anspruchsvolleres kann ich mir kaum vorstellen... :D
    Ich finde es auch wirklich nicht einfach, da irgendetwas zu raten, da beide Rassen eben einen so unterschiedlichen Grundcharakter haben.
    Den Tipp von rotti-frauchen kann ich aber auch nur bekräftigen - M. Cordt scheint wirklich zu wissen, was sie mit Herdenschutzhunden tut und ansonsten kann sie dich mit Sicherheit an einen fachkompetenten Kollegen verweisen!
    Da fällt mir gerade ein...Hundereich...war das Buch nicht auch von ihr? Ja, oder? Da beschreibt sie nämlich sehr ausführlich, wie man unverträgliche Hunde aneinandergewöhnt...die scheint da wirklich Ahnung zu haben!

    Zitat

    Auf Züchterfotos von Deckakten sieht man meistens das die Menschen ihre Hunde, die ja danach noch einige Minuten ineinander festhängen, festhalten.
    Warum machen die das und was passiert wenn man da nicht "mithilft"?


    Bei einigermaßen ruhigen Hunden passiert da gar nix. Gerät durch das Hängen aber ein Hund in Panik und versucht sich der Situation zu entziehen könnte es unter Umständen schon zu Verletzungen kommen.

    Zitat

    Wenn man, wie im og Fall den Dingen ihren Lauf lässt, läuft man dann nicht "Gefahr" das die Hunde sich mehrmals täglich paaren und das dann ziemlich anstrengend für alle Beteiligten, Mensch und Hunde, ist?


    Da ist halt einfach Ansichtssache was für Mensch und Hund anstrengender ist... ;)
    Ich persönlich wüßte halt nicht, warum ein völlig natürliches Verhalten für die Hunde nun so stressig sein sollte...

    Zitat

    Und noch was, könnte das unter Umständen eine Scheinträchtigkeit der Hündin fördern?


    Diese Frage gab es hier schonmal...konnte damals niemand begründen, warum das so sein sollte!

    Zitat

    Oder verbindet sie das nicht miteinander?


    Könnte ich mir schon vorstellen...hängt aber wohl eher von der gesamten Beziehung als von einer Paarung ab!