Der Thread ist wirklich toll! Erstmal danke ich Tanja, schnauzermädel, mixxy und Osiris für ihre interessanten und durchaus kritischen statements...genau sowas hatte ich mir gewünscht!
Wie man dieses Problem lösen kann, weiß ich auch nicht...aber das war auch gar nicht mein Beweggrund diesen Thread zu erstellen. Mir ging es einfach darum, mal unter die Oberfläche der ach so friedlichen "Kampfschmuser" zu schauen. Die wildgewordenen, menschenfressenden Bestien der Boulevard-Medien sind Kampfhunde wohl definitiv nicht, dass ihre Zuchtgeschichte und die Selektion auf gameness aber auch nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen ist, sollte doch auch langsam mal klar werden.
Osiris hat ja schon die Problematik der "Schwarzzuchten" angesprochen...guckt mal bei dhd24 rein...Pitbulls wie Sand am Meer...fast keine Verpaarung unter irgendeinem Zuchtverein und kein Mensch weiß welche genetische Disposition diese Tiere mitbringen!
Zusätzlich...und das wird wohl auf ewig auf dem Image dieser Hunde lasten...ist es nach wie vor eine zu großen Teilen problematische Halter-Klientel, die sich für diese Rassen interessiert.
Mal meine eigenen, sicher auch nicht allgemeingültigen Beobachtungen:
Hier bei uns auf dem Land gibt es fast keine Kampfhunde...ganz selten trifft man mal ein Exemplar und die sind oftmals relativ verträglich, scheinen von wirklichen Liebhabern der Rasse gehalten zu werden etc.
Ein ganz anderes Bild wenn ich nach Kassel (die nächste Großstadt) fahre...Pitbull, Staffordshire und deren Mischlinge sind relativ häufig, insbesondere im Innenstadtbereich und den "problematischen" Stadtbezirken anzutreffen. Fast ausschließlich sind es junge Männer, die diese Rassen führen und oftmals bewußt Ängste der Bevölkerung schüren. Das sowieso schon martialische Äußere der Hunde wird durch Stachel- oder extrem breite Nitenhalsbänder noch verstärkt, die Hunde sind fast ausnahmslos leinenaggressiv...hin und wieder kann man in irgendwelchen Grünanlagen auch Pittbulls sehen, die sich an Ästen hängend in irgendwelche Stofffetzen, Beißwürste, was weiß ich verbissen haben usw. usw.
Und das ist halt einfach das Bild, dass Lieschen Müller aus Kassel von diesen Hunden hat...die weiß nicht, dass es auch engagierte Hundehalter gibt, die Pitbulls als menschenfreundliche, unauffällighe Familien-/Begleithunde halten, die kennt diese Hunde ausschließlich als Statussymbol einer latent aggressiven, schwierigen, männlichen Klientel. Und das ist in meinen Augen einfach das größte Problem!