Beiträge von Sleipnir

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    das glaube ich aber nicht, diese Farmen halten die Tiere auch nicht anders als Zoos

    Doch!
    All diese Farmen liegen in klimatisch begünstigten Gebieten, in denen sich die Tiere das ganze Jahr vom natürlichen Aufwuchs ernähren können und schon um Futterkosten so gering wie möglich zu halten werden die Tiere auf entsprechend großen Flächen gehalten!

    Auch sehr fein..."Shooting Ranges"...gibts z.B. in Kambodscha (für Touristen!)...da kannst du mit allen möglichen Waffen...auch Dingern, die es eigentlich nur beim Militär gibt, also Kriegswaffen, auf irgendwelches Viehzeuch ballern...

    Wenn einem also der Sinn danach steht eine Kuh mit einem Maschinengewehr zu durchlöchern ist man mit 50 Dollar dabei...für den kleineren Geldbeutel gibt es Hühner...15 Dollar...

    Es gibt in Afrika und auch in den südlichen Bundesstaaten der USA, insbesondere in Texas riesige "Game Farms", in denen die unterschiedlichsten Gazellen- und Antilopenarten, Wildrinder, Zebras, Hirsche usw. usw. nur dafür gezüchtet werden, um sie irgendwelchen gut betuchten Jagdtouristen vor die Flinte zu jagen...
    Ist schon ein bisschen pervers...andererseits...ein besseres Leben als Zoo- und Zirkustiere haben sie allemal...und es ist wie überall im Leben...die Nachfrage bestimmt das Angebot...und solange es Idioten gibt, die es toll finden einen gegatterten Kaffernbüffel zu schießen, solange wird es diese Farmen geben...das ist ein riesiges Geschäft...

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    obwohl es ihm eigentlich nicht gefällt, weil er eben gelernt hat, dass Widerstand sowieso zwecklos ist.

    Unabhängig von deinem genannten Beispiel...aber so allgemein...das erwarten wir doch alle in ganz vielen Situationen von unseren Hunden...oder?

    Meinen Hunden gefällt es nicht vom Tierarzt angefasst zu werden - Widerstand zwecklos

    Sie müssen im Auto auf ihrem Platz bleiben, obwohl sie lieber durchs komplette Auto turnen würden - Widerstand zwecklos

    Sie müssen das Sofa räumen, wenn ich mich dort hinsetzen will - Widerstand zwecklos

    Sie müssen inm Straßennähe "Bei Fuss" laufen, obwohl sie lieber rennen würden - Widerstand zwecklos

    Das sind jetzt nur vier Beispiele, die mir spontan eingefallen sind, da gäbe es noch unzählige mehr...allen gemeinsam ist, dass ich von meinen Hunden Dinge erwarte, die sie selber so nie machen würden und ich keinerlei Widerstand dulde...sind es deshalb gebrochene Hunde?

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    Wie steht ihr zu dem Thema? Wo beginnt der Mensch eurer Meinung nach den Hund zu brechen und was ist hingegen notwendig?

    Das ist ne sehr interessante, aber auch schwierige Frage...

    Ich erziehe meine Hunde sehr autoritär mit einer klaren Linie...und ja...da gibt es auch mal negative Einwirkungen...die Grenze ist für mich aber definitiv da errreicht, wo diese negativen Einwirkungen so massiv und so allgegenwärtig sind, dass der Hund anfängt mich als Person zu meiden, wo er anfängt in alltäglichen Situationen strändig zu beschwichtigen etc.
    Aber der Weißheit letzter Schluss ist das auch noch nicht...ich muss da nochmal drüber nachdenken...

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    In einer funktionierenden Mensch-Hund-Beziehung sollte er aber eben gar nicht erst zum jagen ansetzen, sofern sein Mensch ihm kein Kommando dazu gibt.

    Ich kenne einige jagdtriebige Hunde - meine eingeschlossen - die sich auch bei Wildkontakt gut handeln und kontrollieren lassen!
    Noch nie allerdings ist mir ein Hund untergekommen, der seinerseits über Jagdtrieb verfügt, bei Wildkontakt aber völlig locker bleibt und OHNE EINWIRKUNG des Hundeführers nicht jagen geht!
    Wie soll das gehen? Brachiale Starkzwangmethoden mal ausgenommen...die wird Anita Balser wohl nicht propagieren...

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    Gehen da auch Individuen getrennt von dem Rudel auf die Jagd? Soweit ich weiß nicht. Ausnahmen bilden Straßenhunde, die eher Einzelgängerdasein leben, weil sich das für sie persönlich als am günstigsten heraus gestellt hat (sie ernähren sich in der Regel von Abfällen - hierbei brauchen sie keine Hilfe und andere Hunde wären ausschließlich Konkurrenten). Diese Situation ist aber nicht mit der unserer Haushunde vergleichbar, denn diese leben nunmal in einer Gemeinschaft (d.h. eher so wie Wolfsrudel). Würde es ein Individuum eines intakten Rudels darüber hinaus wagen, jagen zu gehen, obwohl der Rudelführer ihm signalisiert, dass das gerade unerwünscht ist? Ich glaube irgendwie nicht.

    Wölfe jagen nur da im Rudel, wo die Beute zu groß und wehrhaft ist, um sie alleine zu töten!
    Auch ist das Rudel nicht ständig beisammen, Individuen gehen ganz selbstverständlich stunden- bis tagelang eigene Wege.
    Kein Wolf wird mit dem Rudel abstimmen, ob der plötzlich aufspringende Hase wirklich gejagt werden darf...wäre auch kontraproduktiv...ein Hase reicht eh nicht für mehrere Wölfe.

    Ich glaube also NICHT, dass ein grundsätzliches Beziehungs-/Bindungsproblem dahintersteht, wenn ein Hund auf eigene Faust loszieht!

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    Welche non-verbalen Signale setzt du bei der Grenzziehung ein?

    Böse gucken...ganz wichtig... :D
    Ansonsten wende ich meinen Körper dem Hund deutlich zu...evtl. beug ich mich zu ihm...ist er weiter weg geh ich auch mal ein paar Schritte energisch auf ihn zu...im allergrößten Notfall stampf ich auf den Boden...