Beiträge von Sleipnir

    Ja...ich weiß...ich hab gerade ziemlich viel um die Ohren und komme kaum dazu hier zu schreiben!

    Erstmal muss ich mal was aufklären:
    Der Hund wäre gar nicht für mich...hab ich auch nirgendwo geschrieben... ;) ... der Hund wäre für eine ganz liebe Freundin und da ich für sie regelmäßiger Gassigänger, Hundesitter usw. bin hätte ich automatisch sehr viel mit dem Hund zu tun und da ich von Anfang an in diese Sache involviert war könnte man schon fast denken WIR holen uns einen neuen Hund.
    Schlussendlich entscheiden muss sie das aber und ich glaub sie ist sich im Moment noch nicht klar darüber, ob sie der Aufgabe wirklich gewachsen ist.
    Mich "kitzelt" das ganze schon und gerade die eher problematischen Berichte über Podencos lassen meinen Ehrgeiz natürlich auf Hochtouren laufen... :D
    Aber ich kann das nicht entscheiden und ich bin auch nicht der, der dann dauerhaft mit dem Hund zusammenleben muss...mal sehen wie es endet...ich fänds toll, wenn der Hund die Chance auf ein "richtiges" Leben bekommt!

    So...gestern haben wir uns den Hund angeguckt!
    Der erste Eindruck war sehr positiv, der Hund ist wunderschön und trotz ungewisser Vergangenheit ist die Hündin sehr offen und ist angstfrei auf uns zugekommen.
    ABER:
    Der Hund kann NICHTS und der Jagdtrieb scheint ziemlich ausgeprägt zu sein.
    Podencotypisch hat sie unseren Probespaziergang hauptsächlich damit verbracht nach Mäusen zu suchen...kann sie ja auch, hab ich ja grundsätzlich erstmal nichts dagegen...allerdings war sie dabei kaum ansprechbar und das aufzubrechen wird definitiv ne Aufgabe für viele Monate...ich bin da im Moment ein bisschen unsicher:
    wahnwitzige Idee oder lösbare Herausforderung?

    Was mir halt etwas "Bauchschmerzen" bereitet ist, dass das ein Hund mit Vergangenheit ist, ein Hund aus Spanien, der wahrscheinlich mal jagdlich geführt wurde...die typische südländische Wundertüte...naja...heute Abend werden wir den Hund mal ganz unverbindlich angucken fahren...ich bin gespannt!

    Vielen Dank für die bisherigen Meinungen und Ansichten...die zeigen ja schonmal ein differenziertes und durchaus handelbares Bikld vom Podenco...macht mal weiter so... ;)

    Zitat

    Von den spanischen Jägern weiß ich aus erster Hand, dass die Hunde unter Wasserentzug gesetzt werden und diese Ressource im Tausch mit Kaninchen bekommen.

    Ist ja auch ne Möglichkeit den Hund freilaufsicher zu bekommen... :sad2:
    Ich würds dann aber wohl doch erstmal mit ner Schleppleine probieren... :D

    Zitat

    Bei einem Podenco würde ich davon ausgehen, dass er, wenn es schlecht läuft, fast immer an der Leine sein muss. Wenn man damit leben kann, kann man sich auch einen Podenco holen - und hoffen, dass es besser läuft, er ableinbar ist!

    Mein Ziel wäre IMMER, dass ein Hund irgendwann mal, zumindest in übersichtlichem Gelände, ableinbar ist...dafür bin ich aber auch bereit wirklich intensiv, meinetwegen monatelang, zu trainieren...
    Wenn ich ehrlich bin...ein Hund der nie, in keiner Situation ableinbar ist würde mir einfach leid tun...


    Zitat

    Eine andere Frage ist, ob man die Nerven hat, auf einen jagenden Hund zu warten. Sprich ihn ableinen und auf Risiko setzen und ggf dastehen und warten müssen, bis er fertig ist mit der Jagd.

    Ich glaube schon, dass ich da einigermaßen risikobereit bin und mich sowas nicht so schnell aus der Ruhe bringt...Freilauf ist bei jedem Hund mit einem Restrisiko verbunden, wobei ich natürlich versuche durch Grundgehorsam und sehr vorausschauendes Spazierengehen dieses Risiko so weit wie möglich zu minimieren!
    Die Erfahrung mit Hunden die anfangs "brüllend" in der Leine standen, nur weil sie ne frische Fährte gerochen haben, die anfänglich stundenlang gehetzt hätten und die heute, eineinhalb Jahre danach fast überall, auch im Wald, mit etwas Vorsicht ableinbar sind ist ja bei mir gegeben...die Frage ist nur in wie fern sich Erfahrungen mit Foxhounds auf Podencos übertragen lassen... :???:

    Es gibt doch hier einige User mit Podencos bzw. deren Mischlingen...
    Wie sind eure Hunde, insbesondere auf Spaziergängen? Der Alptraum auf vier Pfoten oder doch "nur" ein Hund?
    Durchforstet man das Internet stößt man ja eigentlich nur auf Schauergeschichten und es wir suggeriert, dass der Podenco eigentlich nur was für den absoluten Rasse-Experten mit bestenfalls hektargroßem eingezäuntem Auslauf ist...
    Natürlich ist mir völlig klar, dass ein Podenco eine Herausforderung ist, dass man mit einem Podenco wohl keinen Grundhehorsam wie mit einem Deutschen Schäferhund erarbeiten wird und dass das einfach ziemliche Jagdmaschinen sind, deren Jagdtrieb wohl die größte Herausforderung an die Erziehung stellt...aber ansonsten...es sind doch auch "nur" Hunde, die im Grundsatz nach den gleichen Lerngesetzen "funktionieren" wie Nachbars Lumpi, oder?
    Und wenn man es schafft zwei alte, nie erzogene Foxhounds aus dem Tierschutz freilaufsicher zu bekommen, dann sollte das doch auch mit einem Podenco möglich sein. Mir ist zwar schon klar, dass Foxhounds eigentlich ein völlig anderer Schlag Hunde sind, aber was die Selbstständigkeit und den Jagdtrieb angeht sollten beide Rassen doch schon vergleichbar sein, oder?

    Ganz konkret geht es um diesen Hund:
    http://zergportal.de/baseportal/tie…&Id=251081.html
    Der Beschreibung nach hört sich dieser Hund ja gar nicht sooo schwer zu führen an...wobei ich natürlich auch weiß, dass gerade Tierschutzorganisationen die Macken und problematischen Verhaltensweisen ihrer Hunde ganz gern mal "kleinreden"...

    Kannst du sie den auf ihren Platz schicken und sie da (zuverlässig) ablegen?
    Wenn nicht würde ich anfangen das zu trainieren.
    Wie immer kleinschrittig und langsam die Ablenkung steigern...also fängst du am besten damit an, wenn du mit ihr alleine bist und sie dich verfolgen will.
    Und das sie dir auf Schritt und Tritt folgen will würde ich ihr einfach verbieten! Also dem Hund körpersprachlich klar machen, dass du dieses Verhalten gar nicht wünscht, ihr mal ne Tür vor der Nase zu machen usw.