Beiträge von Terrorfussel

    Wenn es kein traumatisierter Welpe ist, kann man die durchaus vom ersten Tag an in einem gewissen Maß abgrenzen. Wenn man denen aber erst Mal beibringt, dass man 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht, ist es natürlich schwieriger ist wieder um zu trainieren. Einfacher ist es das sofort zu etablieren.

    Du reißt das jetzt aus dem Zusammenhang, denn es ging bei deiner Aussage um Arztbesuche, Einkäufe etc. Natürlich sollte man sich im gewissen Maße von Anfang an abgrenzen, doch bei mir gab und gibt es kein Hauruckverfahren. Bei Peppino habe ich es sehr langsam gemacht, einfach weil er es brauchte, deshalb war es nicht schwieriger ihn an das Alleinsein zu gewöhnen. Bei unseren anderen 3 Hunden war das nie ein großartiges Thema.

    Von 'einfach laufen lassen, der Hund emanzipiert sich schon" halte ich nicht so viel.

    Wie man es eben so verstehen möchte.

    Ich halte nicht so viel davon seinen Hund auf den Balkon erleichtern zu lassen, weil man nicht gewillt ist dauernd die vielen Stufen laufen zu wollen, um es dann später umzuerziehen,. Kann man machen, ist nicht meins, so verschieden sind nun mal die Auffassungen zu Erziehungsthemen. Somit bin ich hier auch fertig.

    Geht halt nur, wenn man sich nicht selbst versorgen muss, keine Arzttermine etc vorkommen.

    Genau, also wie plant man das bei einem frisch eingezogenen Welpen? Das weiß ich doch vorher! Entweder hat man einen Partner, Nachbarn, Freundschaften etc. die kurz aufpassen, oder man schupst ihn ins kalte Wasser, was ja eigentlich auch keine Option ist. :ka:

    Außer in Lebensmittelgeschäfte konnte ich Peppi per Tragetasche überall mit hinnehmen oder er blieb halt bei meinem Mann und nun bleibt der Zwerg schon lange gut alleine.

    Natürlich ist eine konsequente Erziehung wichtig, auch das Alleinsein, doch glaub mir Chihuahuas sind irgendwie anders, speziell und nur wer einen hat / hatte weiß wovon ich rede, wie eben Jali :D

    Ich denke, ich werde auf mehreren Eben arbeiten müssen. Da in der ersten Woche so irre viele Eindrücke auf den Welpen eingeprasselt sind

    Natürlich muss man daran arbeiten, doch du bist für mich viel zu sehr verkopft.

    Sie ist jetzt eine Woche bei dir, muss ohne Geschwister klar kommen und mit all den neuen Reizen. Dazu habt ihr euch noch gar nicht richtig kennengelernt, Vertrauen aufgebaut und ohne dieses, wird auch nichts wirklich klappen. Geduld scheint hier nicht gefragt, eher husch, husch und da du dabei so verkrampft bist, wird das nichts werden, außer Frust auf beiden Seiten. Druck erzeugt Gegendruck, auch unnötigen Stress, vielleicht auch deswegen die vielen Pippi Pfützen.

    Keiner meiner vorherigen drei Hunde ist wirklich zuverlässig und stressfrei unter 7-12 Monate alleine geblieben.

    Nun lebt hier Peppino, ein Chihuahua und als ich ihn mit 4 Monaten bekam war er auch eine extreme Klette. Ja, viele Kleinhunde sind so, war mir bewusst und eine große Herausforderung. Trotzdem habe ich ihm Zeit gelassen um erstmal anzukommen, uns kennenzulernen, die ganzen Umwelteindrücke nach und nach kennenzulernen (wohne ja auch in Berlin;)). Ging ich duschen / baden, lag er auf der Matte davor und schlief, war er drüber, kuschelte ich ihn auf dem Schoß in den Schlaf und legte ihn anschließend in seine Flocke. Bindung und Vertrauen schaffen fand ich anfänglich viel wichtiger. Er hatte eine Box die er gerne aufsuchte, die aber offen blieb, auch einen Auslauf der offen blieb, erzwungen habe ich nichts. Erst 1 Monate später lehnte ich die Tür mal kurz hinter mich an, schloss die Badtür, ging mal nach Post schauen, kurz einkaufen etc., trotzdem quietschte er mir hinterher obwohl mein Mann da war. Das besserte sich nach und nach, der Mamahund schaffte es auch mal auf Herrchens Schoß Ruhe zu finden.

    Erst dann erweiterten wir das Alleinsein, mit Mann zusammen um den Häuserblock, dann gemeinsam einkaufen ( mit Handyvideo überwacht) und verlängerten die Zeit stetig. Mit 8-9 Monaten konnte er 1,5 Stunden alleine bleiben und dann langsam immer mal länger, doch da wir viel zuhause sind brauchte er es nicht täglich. Nun ist er 3,8 Jahre alt und kann recht gut alleine bleiben, wenn's ml sein muss. Er sucht sich dann einen Sonnenplatz und pennt.

    Du kämpfst an zwei Fronten, das Alleinsein und Stubenreinheit, beides braucht Geduld und ja, auch ein klein wenig mehr Humor. Ich habe mir meinen Knirps morgens in einem Tragebeutel um den Hals gehangen, mich schnell frisch gemacht und ab runter, so blieben mir anfängliche Pippi Unfälle beim Warten erspart.

    Also die harte Tour, Hund wegpacken, schreien lassen, buffen, schupsen etc. ist und war nie meins und ich denke das tut keinem gut.

    Ich hätte mal eine Frage speziell an Kleinhundebesitzer.

    Peppino (Chihuahua) hat im November 2023 einen 6 Monatschip bekommen, der bis heute nach 1,9 Jahren noch wirkt. Ich weiß das er bei kleinen Hunden länger wirken kann, doch das kommt mir extrem lange vor.

    Hat da jemand Erfahrungen, denn ich finde im Internet nichts dazu und mein TA meint nur, ist doch gut wenn er noch wirkt. :fear: