Hallo,
bei vielen Tipps musste ich schmunzeln. 
Wir kennen viele Labbis, da er momentan der Modehund schlecht hin ist und wir konnten auch beobachten, das diese Hunde, bis mindestens zum 2-4 Lebensjahr distanzlos, hippelig und hechelnd durch die Gegend und in andere Hunde rennen.
Heute erst wieder begegnete und ein ca. 1 Jahr alter, schwarzer Labbi ohne Halsband. Der Hund sah unser Rudel und stürmte los, Herrchen rief sich die Lunge aus dem Hals. Natürlich wurde das unhöfliche Verhalten des Hundes von unseren gerügt, interessierte den Hund keine Spur.
Trotz weiterer und heftiger Anranzer meiner Hunde hat diese Rasse das Phänomen, immer wieder in mein Rudel zu rennen - teilweise überrennen, freudig, völlig irre und ohne Rücksicht auf Verluste.
Erst als mein Mann den Labbi am Halsfell festhielt bequemte sich der Halter den Hund abzuholen.
Ich habe schon zwei Labbis gesehen die zwischen 15 verschiedenen Hunden rumgerast sind und von jedem einzelnen Hund Dresche bezogen haben und diese Hunde kümmerte es überhaupt nicht, rannten immer wieder durch die Meute. Die HH mussten sie erst einfangen und sich entfernen.
Mein Verdacht ist, es liegt wirklich an der Züchtung/ Überzüchtung und somit am Wesen. Sie sind vollkommen überreizt, haben ein sehr schlechtes Nervenkostüm und stehen ständig unter Strom.
Da hilft kein Festhalten und zur Ruhe kuscheln, geht bei diesen Hunden nicht.
Ich würde es umkehren!
Denn bei diesen Hunden kommt nach überdreht - doof. :|
Dein Beobachtungsgefühl war schon ganz richtig. Als du krank warst und er nicht so viel rauss konnte, wurde er ruhiger und da solltest du ansetzen.
Längere aber ruhige Spaziergänge ohne Aktion und nicht jeden Tag.
Den anderen Tag kurze Spaziergänge und Ruhe, kann auch mal 2 oder 3 Tage ruhiger verlaufen.
Anfänglich auch keine Aktion im Garten nur ruhige Suchspiele für Nase und Kopf.
Im Haus mehr ignorieren und Platztraining. Er muss lernen zuverlässig auf seinen Platz zu gehen und zu "bleiben". Wenn er schon alleine hingeht auf deine Anweisung, loben und Leckerli. Kann er es noch nicht, hinbringen, bleib und Leckerli. Wenn er das kann, in immer mehr Abstand üben. Steht er auf, wortlos, ruhig zurückbringen oder schicken und Leckerli. Üben..üben...üben und konsequent bleiben. 
Keine Kuschel - Beruhigungsversuche am Platz - der Platz soll als Beruhigung selbst fungieren.
So lernt er ruhiger zu werden und Stress abzubauen, weil es "nicht" mehr so viel Aktion gibt und keinen Grund um hochzufahren und unter Stress zu geraten.
Ist nur ein Tipp, mit gutem Bauchgefühl wirst auch du den richtigen Weg finden. 
Toi, toi das dein Hibbel irgendwann ungestresst durch das Leben laufen kann.
Ach ja, bitte keine Medikamente. 